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Nicht die meisten Superstars gewinnen – sondern das beste Team. Das gilt auf dem Fußballplatz genauso wie an der Börse.
Glaubt man der aktuellen Werbekampagne der BILD-Zeitung, hat die laufende Fußball-WM hierzulande 84 Millionen Bundestrainer
hervorgebracht. Mit rund 14 Millionen Aktionären und Fondsanlegern gibt es zwar weniger Börsianer – die Parallelen zwischen Fußball und Geldanlage sind dafür umso größer. Während wohl kaum ein
Bundestrainer auf die Idee käme, wahlweise ohne Torwart, ohne Verteidigung oder gar mit elf Stürmern in ein Turnier zu ziehen, tun das nicht wenige Anleger – oft, ohne es zu merken. Schließlich
liegen im Depot doch zahlreiche Wertpapiere: ein ETF auf den MSCI-Welt-Index, einer auf den S&P 500, einer auf den Nasdaq und dazu noch Aktien wie Microsoft, Nvidia, Amazon oder Alphabet. Das
Problem daran sind nicht die Unternehmen mit den großen Namen – sie gehören zweifellos zu den besten der Welt. Das Problem ist, dass dieselben Namen auch die großen Indizes dominieren. Trotz
vermeintlich breiter Streuung setzt ein solches Depot damit nahezu vollständig auf ein Thema: Wachstum und Technologie. Große Namen gibt es auch im Fußball. Trotzdem würde wohl niemand
ausschließlich Ronaldo, Messi, Kane, Haaland, Musiala und Havertz aufstellen und mangels vergleichbarer Berühmtheiten außerhalb des Sturms auf Torwart, Abwehr und Mittelfeld verzichten. Eine
erfolgreiche Mannschaft resultiert nicht aus 11 Superstars mit nahezu identischen Fähigkeiten, sondern aus sich ergänzenden Spielern in Angriff, Mittelfeld und Verteidigung. Genau so entsteht auch
ein robustes Depot: Die Basis bilden nicht die spektakulärsten Aktien, sondern Firmen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Pharma- und Konsumwerte übernehmen eine andere Rolle als Industrie-,
Finanz- oder Technologiewerte. Erst ihr Zusammenspiel macht aus einem bunten Sammelsurium an Einzeltiteln ein leistungsstarkes Portfolio. Ein weiterer häufiger Fehler ist der Spielereinkauf um
jeden Preis: Viele Hobby-Bundestrainer würden vermutlich am liebsten die größten Superstars verpflichten – nur sind die nun einmal entsprechend teuer. Auch an der Börse jagen Anleger den Gewinnern
der vergangenen Monate hinterher und kaufen oft genau dann, wenn die Aktie ihren Zenit erreicht hat. Doch dummerweise gibt es weder beim Spieler- noch beim Aktienkauf eine Garantie, dass der
bisherige Superstar auch nach dem Einkauf weiter Spitzenleistung bringt. Auch ein Superstar kann schließlich ein Leistungstief haben oder gar verletzungsbedingt ausfallen. Das zeigte sich an der
Börse zuletzt exemplarisch bei Rheinmetall: der seit Ausbruch des Ukraine-Krieges lange Zeit gefeierte Börsen-Stürmer hat in den letzten Monaten über 50% von seinen Höchstkursen verloren. Die
Bayer-Aktie hingegen, lange Zeit glanzloser Abwehrspieler im Depot, sprang jüngst nach Entspannung im Glyphosat-Streit kräftig an und glänzt mit einer Beinahe-Verdopplung in den letzten 12 Monaten.
Manchmal schießt eben der Verteidiger das Tor, während der Stürmer-Star einen rabenschwarzen Tag erwischt. Aus diesem Grund ist es auch gefährlich, seine Mannschaft nach jedem Spieltag umzubauen.
Im IAC verstehen wir Geldanlage denn auch genau so: Unser IAC-Club-Fonds ist keine Sammlung der populärsten Börsen-Stürmer-Stars, sondern eine gut abgestimmte Mannschaft internationaler
Qualitätsunternehmen mit Sturm, Mittelfeld und Verteidigung. Langfristig erfolgreich sind schließlich Teams, in denen jede Position optimal besetzt ist. Oder wie es im Fußball heißt und
gleichermaßen an der Börse gilt: Die Offensive gewinnt Spiele. Die Defensive gewinnt Meisterschaften.
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6 Kommentare
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
Good point. Watching closely.
Solid analysis. Will be watching this space.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.
Interesting update on 11 Stürmer gewinnen keine WM. Looking forward to seeing how this develops.
Great insights on Fonds-News. Thanks for sharing!