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Für Brenntag kappte die Analystin dabei ihr Kursziel von 63 auf 50 Euro und stufte die Aktie von „Equal-weight“ auf „Underweight“ ab. Damit rechnet sie in den kommenden zwölf bis 18 Monaten mit einer unterdurchschnittlichen Gesamtrendite der Aktie im Vergleich zu den anderen von ihr beobachteten Branchenwerten.
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Vermeulen sieht bei Brenntag gleich mehrere strukturelle und auch zyklische Risiken. Das überwiegend standardisierte Produktportfolio des Konzerns sei durch Disintermediation, also den Verzicht auf Vermittler innerhalb der Lieferkette, sowie durch einen verstärkten Wettbewerb aus China gefährdet, schrieb sie. Zugleich seien die Absatzmengen mau gewesen, während die Preise einem fortgesetzten Druck ausgesetzt waren, was zu Margenverlusten und geringeren Gewinnen geführt habe. 2025 werde somit das dritte Jahr in Folge mit Gewinn- und Prognosesenkungen sein.
Kurzfristig rechnet die Morgan-Stanley-Expertin zudem mit strategischer Unsicherheit, da sowohl der Vorstands- als auch der Finanzchef und die Bereichsleiter in den vergangenen zwölf bis 18 Monaten ausgetauscht worden seien. Mit einem Kapitalmarkttag sei zudem frühestens Ende 2026 zu rechnen.
Noch Anfang März 2024 war die Brenntag-Aktie mit 87,12 Euro dicht unter ihr Rekordhoch vom Sommer 2021 geklettert. Direkt danach ging es allerdings kontinuierlich, unterbrochen von nur wenigen Erholungsversuchen, abwärts. Auch charttechnisch sieht es trist aus für das Papier, denn erneut ist die Aktie unter die kurzfristige 21-Tage- und auch unter die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend gefallen./ck/err/mis
Quelle: dpa-AFX
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20 Kommentare
Die Kombination aus sinkenden Preisen und mauen Absatzmengen klingt nach einem klassischen Margenproblem. Wie plant Brenntag, dem entgegenzuwirken?
Der Artikel gibt hierzu leider keine Auskunft, das ist ein wichtiger Punkt.
Der Austausch von Vorstands- und Finanzchef innerhalb von zwölf bis 18 Monaten deutet auf interne Unruhe hin, was die kurzfristige strategische Unsicherheit erklärt.
Ein Kapitalmarkttag erst Ende 2026? Das ist eine lange Zeit, um Investoren im Unklaren zu lassen, besonders angesichts der aktuellen Probleme.
Die Kombination aus strukturellen und zyklischen Risiken macht Brenntag zu einem riskanten Investment, zumindest in den nächsten 12-18 Monaten.
Mich wundert die Entwicklung der Aktie, besonders nachdem sie Anfang März 2024 noch bei 87,12 Euro notierte – was sind die Hauptgründe für diesen rapiden Rückgang?
Ist die europäische Unternehmensdienstleistungsbranche generell im Jahr 2026 mit Vorsicht zu betrachten, oder betrifft dies speziell Chemikalienhändler wie Brenntag?
Vermeulen rät ja zur Vorsicht *beim Griff nach Aktien von Chemikalienhändlern*, was darauf hindeutet, dass es ein branchenspezifisches Problem sein könnte.
Die Abwertung auf „Underweight“ durch Morgan Stanley ist ein klarer Hinweis, dass Anleger kurz- bis mittelfristig mit einer unterdurchschnittlichen Rendite rechnen müssen.
Ich frage mich, ob die Analystin die möglichen Auswirkungen von Nachhaltigkeitstrends auf das Geschäft von Brenntag berücksichtigt hat.
Die Abhängigkeit von standardisierten Produkten scheint Brenntag anfällig für externe Schocks zu machen. Diversifizierung wäre hier vielleicht eine Option.
Die lange Durststrecke mit Gewinn- und Prognosesenkungen wirft die Frage auf, ob das Management von Brenntag überhaupt in der Lage ist, die Probleme zu lösen.
Die Tatsache, dass die Aktie sowohl unter die 21-Tage- als auch unter die 50-Tage-Linie gefallen ist, bestätigt den negativen charttechnischen Trend.
Die Erwähnung des Rekordhochs von 2021 verstärkt den Eindruck, dass Brenntag aktuell eine schwierige Phase durchläuft und die Erwartungen deutlich gesunken sind.
Die Aussage, dass 2025 das dritte Jahr in Folge mit Gewinn- und Prognosesenkungen sein wird, klingt alarmierend. Welche konkreten Faktoren führen zu dieser anhaltenden Negativentwicklung?
Die Disintermediation und der Wettbewerb aus China, wie im Artikel erwähnt, scheinen hier eine Schlüsselrolle zu spielen.
Ich bin skeptisch, ob Brenntag den verstärkten Wettbewerb aus China bewältigen kann, insbesondere bei einem überwiegend standardisierten Produktportfolio.
Ein Rückgang von 3,4 Prozent auf 48,11 Euro ist zwar nicht dramatisch, aber in Kombination mit den anderen genannten Risiken ein Warnsignal.
Die strukturellen Risiken durch Disintermediation sind besorgniserregend, da sie das Geschäftsmodell von Brenntag grundlegend in Frage stellen könnten.
Die Kürzung des Kursziels von 63 auf 50 Euro durch Morgan Stanley ist ein deutliches Signal, dass die Analystin erhebliche Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von Brenntag hat.