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Aktienanleihe oder doch lieber Aktie?

Aktienanleihen sind vor allem durch ihre hohe Rendite attraktiv für Anleger, die Risiken scheinen daneben überschaubar: Die Anlagedauer ist auf wenige Monate oder Jahre begrenzt und Anleger erhalten am Ende der Laufzeit wenn schon nicht eine Rückzahlung des eingesetzten Kapitals, dann immerhin eine festgelegte Anzahl an Aktien. Ob Aktienanleihen jedoch für Anleger wirklich ein einfaches und gewinnbringendes Investment sind oder ob sich ein direkter Kauf des Basiswerts nicht mehr lohnt, sollen die folgenden Punkte zeigen.

Risiko

Bei Aktienanleihen besteht ein Emittentenrisiko. Erleidet der Emittent der Aktienanleihe eine Insolvenz und ist zahlungsunfähig, verliert der Anleger bei der Aktienanleihe unabhängig von der Entwicklung des Basiswertes sein eingesetztes Kapital und geht auch bei den vereinbarten Zinszahlungen leer aus.

Chance

Vor allem, wenn der Markt seitwärts tendiert oder nur leicht nachgibt sind Aktienanleihen ein lohnendes Investment, da mit ihnen in diesem Marktumfeld ein nicht zu vernachlässigender Gewinn erzielt werden kann, wobei ein Direktinvestment in Aktien keinen Gewinn erwirtschaften würde.

Risiko

Bei einer Aktienanleihe entgehen Anlegern die Dividendenzahlungen, die sie bei einem Direktinvestment in den Basiswert hätten einstecken können.

Chance

Aktienanleihen bieten einen überdurchschnittlich hohen, oft zweistelligen Zinssatz, den der Anleger in jedem Fall erhält. Ein ähnlich hoher und garantierter Zinssatz kann mit keinem anderen Finanzprodukt erzielt werden.

Risiko

Notiert der Kurs des Basiswerts am Bewertungstag unterhalb des Basispreises, erhält der Anleger nicht den ominalbetrag zurück, sondern Aktien, deren Wert darunter liegt. Je tiefer der Kurs des Basiswerts unter dem Basispreis liegt, umso geringer ist also der Wert der Anleihetilgung.

Chance

Auch wenn die Aktienanleihe durch die Lieferung von Aktien getilgt wird, muss dies nicht notwendigerweise einen Verlust für den Anleger bedeuten. Die hohen Zinszahlungen wirken als Verlustpuffer, den ein Direktinvestment nicht geboten hätte. Bei Kursen des Basiswertes, die nicht zu tief unter dem Basispreis liegen, hat der Anleger auch bei der Lieferung von Aktien noch einen Gewinn erzielt, wenn er die Zinszahlungen mit einrechnet.

Risiko

Falls der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit drastisch sinkt und am Bewertungstag bei Null notiert, erleidet der Käufer der Aktienanleihe einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals. Lediglich der erwirtschaftete Zins bleibt.

Chance

Auch wenn die Zinszahlungen nicht ausreichen, um Verluste beim Basiswert auszugleichen, steht der Anleger, der in eine Aktienanleihe investiert hat, am Laufzeitende dennoch besser da als der Anleger, der ein Direktinvestment in die zugrundeliegende Aktie getätigt hat. Denn wenn man die Zinszahlungen berücksichtigt, hat der Halter der Aktienanleihe einen geringeren Verlust erlitten als es beim Direktinvestment in den Basiswert der Fall gewesen wäre. Von den weiteren Entwicklungen des Basiswerts profitieren beide dagegen auf gleiche Weise.

Risiko

Gewinne sind nach oben gedeckelt. Der Anleger erhält bei einer Aktienanleihe maximal den eingesetzten Nennwert der Aktienanleihe zurück. An Kurssteigerungen des Basiswerts profitiert er also nicht, während er bei Kursrückgängen den vollen Verlust trägt. Bei einer länger andauernden Aufwärtsbewegung schauen Halter von Aktienanleihen also nur zu, während Anleger in einem Direktinvestment Gewinne einfahren.

Chance

Auch bei steigenden Kursen des Basiswerts kann sich ein Investment in eine Aktienanleihe lohnen. Ein Direktinvestment in die Aktie ist nämlich erst dann sinnvoller, wenn die Kursgewinne größer sind als der Betrag, den der Anleger durch die Verzinsung der Aktienanleihe erhält. Bei moderaten Kurssteigerungen zahlt sich daher das Investment in die Aktienanleihe aus.

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Finanzen.net ist ein deutsches Finanzportal mit Sitz in Karlsruhe. Es wird von der finanzen.net GmbH betrieben, deren Anteile nach dem Verkauf durch die Axel Springer SE an das britische Private-Equity-Unternehmen Inflexion übergingen.

14 Kommentare

  1. Die Lieferung von Aktien bei einem Kurs unter dem Basispreis kann einen Verlust bedeuten, aber die Zinsen wirken als Verlustpuffer. Wie hoch müssen die Zinsen mindestens sein, um einen signifikanten Puffer zu bilden und das Risiko zu minimieren?

  2. Es ist wichtig zu beachten, dass Anleger bei Aktienanleihen auf Dividendenzahlungen verzichten. Für mich als langfristigen Anleger, der auf Dividenden setzt, wäre das ein Ausschlusskriterium.

    • Das ist ein sehr guter Punkt! Die entgangenen Dividenden sind ein Kostenfaktor, der oft übersehen wird, besonders wenn man die langfristige Perspektive betrachtet.

  3. Wenn der Kurs des Basiswerts drastisch sinkt, bleibt laut Artikel nur der erwirtschaftete Zins. Ist dieser Zins dann steuerpflichtig, und wenn ja, wie beeinflusst das die Gesamtrendite?

  4. Die Aussage, dass man mit einer Aktienanleihe am Ende möglicherweise besser dasteht als mit einem Direktinvestment, selbst bei Verlusten, hängt stark von der Höhe der Zinszahlungen ab. Könnte man ein Beispiel für eine solche Situation nennen, um das besser zu verstehen?

  5. Mich beunruhigt das Emittentenrisiko, das im Artikel genannt wird – eine Insolvenz des Emittenten führt zum Totalverlust, unabhängig von der Aktienentwicklung. Wie wahrscheinlich ist so ein Szenario in der Praxis, und wie kann man sich dagegen absichern?

  6. Laura E. Schmidt am

    Ich verstehe, dass man bei einem Totalverlust des Basiswertes immerhin die Zinsen behalten kann. Aber ist das wirklich ein Trost, wenn man das gesamte Kapital verliert? Das erscheint mir ein sehr hohes Risiko.

  7. Der Artikel beschreibt die Anlagedauer als begrenzt auf wenige Monate oder Jahre. Ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber langfristigen Aktieninvestitionen, besonders für Anleger, die kurzfristige Ziele verfolgen?

  8. Ich finde es gut, dass der Artikel sowohl die Chancen als auch die Risiken von Aktienanleihen so klar darstellt. Die Unterscheidung zwischen Emittentenrisiko und der Entwicklung des Basiswerts ist besonders wichtig.

  9. Es ist interessant, dass Aktienanleihen oft zweistellige Zinssätze bieten, die mit anderen Finanzprodukten kaum zu erreichen sind. Aber wie hoch sind diese Zinsen im Vergleich zu den potenziellen Gewinnen einer direkten Aktienanlage in einem Bullenmarkt?

  10. Der Artikel erwähnt, dass Anleger bei Kursen unter dem Basispreis Aktien anstelle des Nominalbetrags erhalten. Das klingt riskant, aber die Zinszahlungen sollen als Puffer dienen. Wie genau berechnet man diesen Puffer, um den tatsächlichen Verlust zu ermitteln?

  11. Der Artikel erklärt, dass Aktienanleihen in seitwärts tendierenden Märkten vorteilhaft sind. Aber wie verhält es sich, wenn der Markt stark steigt? Übertreffen dann die potenziellen Gewinne aus einer direkten Aktienanlage die Zinsen der Anleihe deutlich?

    • Das ist eine berechtigte Frage. Bei stark steigenden Märkten ist ein Direktinvestment in der Regel profitabler, da man sowohl von Kursgewinnen als auch von Dividenden profitiert.

  12. Jonas F. Hoffmann am

    Der Artikel betont, dass Aktienanleihen bei seitwärts tendierenden Märkten lohnend sein können, da sie dann Gewinne erzielen, während Direktinvestitionen stagnieren würden. Könnte das sie zu einer guten Ergänzung für ein diversifiziertes Portfolio machen, besonders in unsicheren Zeiten?

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