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BMW voll im Wandel: Der Konzern entwickelt sich vom Autohersteller zum technologieorientierten Riesen mit wachsendem Finanz- und Dienstleistungsgeschäft.

BMW arbeitet an einer tiefgreifenden Neuausrichtung, die weit über die Rolle eines klassischen Fahrzeugherstellers hinausgeht. Hinter dem bekannten Markennamen entsteht ein breit aufgestelltes Technologie‑ und Finanzunternehmen, das seine Strukturen konsequent auf die kommenden Jahrzehnte vorbereitet. Vier zentrale Entwicklungen zeigen, wie umfassend dieser Wandel ausfällt.

BWM-Finanzsparte agiert weltweit und erwirtschaftet Milliardengewinne

Die wirtschaftliche Basis des Konzerns ruht längst nicht mehr allein auf dem Pkw‑Geschäft. Neben den Fahrzeugen tragen mehrere hochprofitable Bereiche zur Stabilität bei. Die Finanzsparte agiert weltweit und erwirtschaftet Milliardengewinne, während das Motorradsegment ebenfalls hohe Renditen erzielt. 

Ein globales Netz aus Produktionsstätten und Forschungszentren bildet das operative Fundament. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass BMW große Investitionen in neue Technologien aus eigener Kraft stemmen kann.

Klare Vorgaben für Produktion und Lieferketten

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigen Wertschöpfungskette. BMW verfolgt das Ziel, die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge deutlich zu reduzieren. Dafür setzt der Konzern auf klare Vorgaben für Produktion und Lieferketten sowie auf einen stärkeren Einsatz recycelter Materialien. 

Dieser Ansatz senkt nicht nur den ökologischen Fußabdruck, sondern reduziert langfristig auch die Abhängigkeit von Rohstoffschwankungen und schafft wirtschaftliche Vorteile.

Alternative für große zentrale Bildschirme

Parallel dazu arbeitet BMW an einer neuen Art der Mensch‑Maschine‑Interaktion. Ab 2026 soll ein breites Head‑up‑Display die Windschutzscheibe als Informationsfläche nutzen. 

Diese Lösung ersetzt große zentrale Bildschirme und bringt wichtige Hinweise direkt in das natürliche Sichtfeld des Fahrers. Das Cockpit wird dadurch aufgeräumter, und die Bedienung rückt näher an die ursprüngliche Idee des konzentrierten Fahrens.

Neue Elektroplattform für hohe Ladeleistungen

Den größten technologischen Schritt markiert jedoch die neue Elektroplattform. Sie basiert auf einer modernen 800‑Volt‑Architektur, nutzt eine neue Batteriegeneration und ermöglicht besonders hohe Ladeleistungen. 

Reichweiten von mehreren hundert Kilometern nach kurzer Ladezeit sollen künftig zum Standard gehören. Damit positioniert sich BMW im Wettbewerb der Elektrofahrzeuge neu und setzt auf eine Architektur, die speziell für den elektrischen Antrieb entwickelt wurde.

Diese Entwicklungen zeigen, wie umfassend BMW seine Zukunft gestaltet. Der Konzern verbindet wirtschaftliche Stärke, nachhaltige Prozesse, neue Bedienkonzepte und eine moderne Elektroplattform zu einer strategischen Gesamtvision. 

Damit entsteht ein Premiumverständnis, das stärker auf Technologie, Effizienz und intelligente Vernetzung setzt als je zuvor.

Von Jörn Schmidt

Das Original zu diesem Beitrag „BMW erfindet sich neu: Warum die Münchner bald kein gewöhnlicher Autobauer mehr sind“ stammt von schmidtisblog.de.

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16 Kommentare

  1. Laura Hoffmann am

    Ich bin gespannt, ob die versprochenen Reichweiten von mehreren hundert Kilometern bei der neuen Elektroplattform auch im realen Fahrbetrieb erreicht werden. Die 800-Volt-Technologie ist zwar vielversprechend, aber die Praxis wird zeigen, ob sie hält, was sie verspricht.

  2. Peter Schäfer am

    Die Tatsache, dass BMW die Strukturen konsequent auf die kommenden Jahrzehnte vorbereitet, zeigt Weitsicht. Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um die digitale Transformation voranzutreiben?

  3. Ich bin etwas skeptisch, ob das Head-up-Display wirklich eine vollständige Alternative zu zentralen Bildschirmen sein kann. Werden dadurch nicht wichtige Informationen zu klein oder unübersichtlich dargestellt?

  4. Die Reduzierung der Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge ist ein kritischer Punkt. Welche konkreten Schritte unternimmt BMW, um die Emissionen bei der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung zu senken?

    • Gute Frage! Die Transparenz der Lieferkette wird hier sicherlich eine große Rolle spielen, um überhaupt die größten Emissionsquellen identifizieren zu können.

  5. Karl T. Schäfer am

    Ich finde den Ansatz, große zentrale Bildschirme durch ein Head-up-Display zu ersetzen, sehr gut. Konzentriertes Fahren ist mir wichtig, und das klingt nach einer sinnvollen Verbesserung der Mensch-Maschine-Schnittstelle ab 2026.

  6. Die Umstellung auf eine 800-Volt-Architektur für die neue Elektroplattform klingt vielversprechend – wird das auch die Kosten für die Batterien signifikant beeinflussen, oder konzentriert sich BMW primär auf die Ladeleistung?

  7. Die Entwicklung eines globalen Produktions- und Forschungsnetzwerks ist beeindruckend. Wie stellt BMW sicher, dass die hohen Qualitätsstandards in allen Standorten eingehalten werden?

  8. BMW scheint sich wirklich breit aufzustellen, weg vom reinen Autobauer. Das Motorradsegment als zusätzliche Einnahmequelle ist ein cleverer Schachzug, um unabhängiger zu sein.

  9. Die Kombination aus wirtschaftlicher Stärke, Nachhaltigkeit und neuen Technologien ist ein starkes Signal. BMW scheint sich gut auf die Zukunft einzustellen und ein echtes Premiumverständnis zu entwickeln.

  10. Ich frage mich, wie die neue Elektroplattform die Produktionskosten im Vergleich zu den aktuellen Elektrofahrzeugen beeinflussen wird. Könnte dies zu günstigeren Preisen für die Kunden führen?

    • Das wäre natürlich wünschenswert! Eine Senkung der Produktionskosten könnte BMW im hart umkämpften Markt der Elektrofahrzeuge einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

  11. Es ist faszinierend, dass die Finanzsparte bereits jetzt Milliardengewinne erwirtschaftet und somit die Investitionen in neue Technologien wie die Elektroplattform ermöglicht. Wie hoch ist der genaue Anteil der Finanzsparte am Gesamtgewinn des Konzerns?

  12. Lea R. Schäfer am

    Die Neuausrichtung auf Technologie und Vernetzung klingt nach einem großen Umbruch. Wird das auch Auswirkungen auf die Unternehmenskultur und die Arbeitsweise der Mitarbeiter haben?

  13. Anna Z. Wagner am

    Die Fokussierung auf recycelte Materialien ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Gibt es bereits konkrete Zahlen, wie hoch der Anteil recycelter Materialien in den aktuellen Modellen ist?

  14. Es ist beruhigend zu sehen, dass BMW die Abhängigkeit von Rohstoffschwankungen reduzieren möchte. Das ist ein wichtiger Aspekt für die langfristige Stabilität des Unternehmens.

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