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  • Palantir Technologies Inc. Registered Shares o.N. – WKN: A2QA4J – ISIN: US69608A1088 – Kurs: 129,167 $ (Nasdaq)

Darin vergleicht er das Unternehmen sinngemäß mit dem Märchen vom Kaiser ohne Gewand und schreibt zugespitzt, „Kaiser Palantir hat keine Kleider“. Seine zentrale These lautet: „PLTR ist kein KI-Unternehmen“.

Im Zentrum seiner Argumentation steht die Artificial Intelligence Platform, kurz AIP. Die sogenannten Reasoning-Fähigkeiten seien „systematisch unzuverlässig“. Palantir präsentiere sich als hochmargiges Softwarehaus, agiere jedoch faktisch wie eine beratungsintensive Organisation mit erheblichem Personalaufwand und engen Kundenbindungen.

Burry stellt damit nicht nur die technologische Substanz infrage, sondern auch die strukturelle Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Die hohen Bruttomargen spiegelten aus seiner Sicht nicht die operative Realität wider. Das Unternehmen erscheine eher wie ein spezialisiertes Beratungsunternehmen mit Software-Komponente als wie eine klassische Plattform mit Netzwerkeffekten.

Zugleich ordnet er seine Kritik in eine breitere Skepsis gegenüber dem gesamten KI-Zyklus ein. Die Branche leide unter massiver Überinvestition in Rechenzentren, potenziellen Abschreibungen auf Infrastruktur und einer generellen Überbewertung. Palantir sei ein besonders exponiertes Beispiel dieses Trends.


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Bewertung im Fadenkreuz

Burry beziffert den fairen Wert der Aktie je nach Szenario auf 46 bis 60 USD. Bei Kursen von über 120 USD entspreche dies einem potenziellen Rückschlag von bis zu zwei Dritteln. Das aktuelle Bewertungsniveau sei, so seine implizite Botschaft, Ausdruck kollektiver Euphorie statt rationaler Fundamentalanalyse.

Seine Skepsis bleibt nicht theoretisch. Burry hält eine große Put-Options-Position gegen Palantir, rund 50.000 Kontrakte mit einem Nominalwert nahe 1 Mrd. USD. Bereits Anfang Februar hatte er auf X ein mögliches Schulter-Kopf-Schulter-Muster im Chart identifiziert und angekündigt: „Ich arbeite an etwas zu PLTR“. Der Essay folgte wenig später.

Nach der Veröffentlichung reagierte auch der Markt spürbar. Die Palantir-Aktie gab mehrere Prozentpunkte nach und rutschte zeitweise deutlich ins Minus. Ob dieser Rückgang primär dem allgemeinen Abverkauf im Technologiesektor geschuldet war oder direkt auf Burrys Attacke zurückgeht, lässt sich jedoch kaum bestimmen. In einem nervösen Marktumfeld überlagern sich die fundamentale Kritik, charttechnische Signale und sektorweite Ausverkäufe.

Fundamental stark oder doch nur ein Hype?

Befürworter halten dagegen: Die Analysten von DA Davidson verweisen auf das beschleunigte Umsatzwachstum, steigende Margen und robuste Cashflows. Wenn Palantir keinen realen Mehrwert liefere, wie lasse sich dann erklären, dass das Unternehmen schneller wächst als viele etablierte Softwareanbieter ähnlicher Größe.

Palantir integriert Datenquellen, modelliert Geschäftsprozesse und implementiert KI in operativen Systemen, die für Kunden geschäftskritisch sind. Genau diese Kombination aus Technologie und Implementierung gilt laut Anhängern als Wettbewerbsvorteil. Während große Plattformanbieter die Infrastruktur liefern, positioniert sich Palantir als operativer Integrator.

Die Wahrheit dürfte zwischen den Extremen liegen. Historische Verluste von insgesamt rund 3,96 Mrd. USD bis Mitte 2020 und großzügige Aktienvergütungen sind Teil der Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen operativ gewandelt und arbeitet jetzt nachhaltig profitabel.

Fazit: Burrys Essay zwingt Investoren, die Substanz hinter dem KI-Etikett zu prüfen. Operativ spricht derzeit eindeutig mehr für Palantir, auch wenn es über die Bewertung sicherlich den größten Streit gibt. Das Unternehmen begleitet von jeher etwas Mystisches, weil viele Projekte im Geheimen laufen. Das gibt auch Spielraum für Angriffe, wie Burry sie jetzt abgefeuert hat.

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