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„Wenn wir dieses und das letzte Hinrundenspiel gegen Werder Bremen gewinnen, hätten wir 38 Punkte. Das wäre gleichbedeutend mit einer der besten Hinrunden aller Zeiten unseres Vereins. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Kehl im Interview der Deutschen Presse-Agentur.
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Nur müssen die beiden Spiele am Freitag und am kommenden Dienstag nach der Rückkehr aus dem Trainingslager aus Marbella am Donnerstag erst gespielt werden. Fraglich ist in Frankfurt noch der Einsatz von Stammkeeper Gregor Kobel, der erkrankt frühzeitig aus Marbella abgereist war.
Problemzone Offensive: Erst 26 Tore, Guirassy in der Formkrise
In Andalusien hatte sich der BVB zuletzt abgeschottet, um vor allem an der Offensive zu arbeiten. „Wir sind alle froh, dass wir als Zweiter in die Pause gegangen sind, aber es gibt definitiv Verbesserungspotenzial“, sagte Nationalspieler Felix Nmecha. Obwohl die Dortmunder saisonübergreifend nur eines der vergangenen 23 Ligaspiele verloren, sich unter Kovac vor allem defensiv stabilisiert haben und die Fitness deutlich besser wurde, gab es zuletzt wieder Kritik an der Spielweise, teilweise gar aus den eigenen Reihen.
„Was in der öffentlichen Bewertung aus meiner Sicht wirklich ein wenig untergeht, ist die Entwicklung, die diese Mannschaft seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres genommen hat“, sagte Kehl dazu, benannte aber auch die Verbesserungspotenziale: „Was die Torausbeute mit 26 Toren in der Bundesliga angeht, können wir uns sicherlich steigern und die Spiele frühzeitiger und deutlicher entscheiden.“
Die Hoffnungen ruhen dabei insbesondere auch auf einer Leistungssteigerung von Serhou Guirassy. Die laut Kovac Dortmunder „Lebensversicherung“ lieferte bislang zu wenig und schoss erst fünf Tore. Dass gerade vom Guineer mehr kommen muss, machte Kehl deutlich. „Serhou ist mit seiner bisherigen Saison aber garantiert auch nicht zu 100 Prozent zufrieden. Trotzdem wissen wir, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist. Wir hoffen natürlich, dass er seinen Flow wieder aufnimmt“, sagte der 45-Jährige, der auf eine Explosion in der zweiten Saisonhälfte setzt – „so wie in der vergangenen Saison“.
SGE legt im Angriff nach, der BVB will niemanden mehr holen
Am Freitag könnte das Stürmer-Duell mit Frankfurts Winter-Zugang Younes Ebnatoulib im Fokus stehen. Den Zweitliga-Knipser holten die Frankfurter für acht Millionen Euro aus Elversberg. Der 22 Jahre alte gebürtige Frankfurter sollte angesichts der verletzungsbedingten Ausfälle von Nationalspieler Jonathan Burkardt und des Ex-Dortmunders Michy Batshuyai in der Startelf stehen. Beim BVB dürften die Fans dagegen erstmals seit vier Jahren vergeblich auf einen Winter-Zugang hoffen.
Das, was besser werden muss, sollen Kovac und sein Team aus sich heraus schaffen. „Wir wollen in der Liga Platz zwei festigen, das ist unser Anspruch“, sagte Kehl zu den Zielen bis zum Sommer. Aus im DFB-Pokal und neun Zähler Rückstand auf die Bayern – es droht wieder ein titelloses Jahr. Dennoch formulierte Kehl Anforderungen: „möglichst schnell die Champions League klarmachen, um die Planungen für die neue Saison in allen Bereichen frühzeitig vorantreiben zu können“ und in der Champions League mindestens das Achtelfinale schaffen, notfalls „packen wir das über die Playoff-Runde“ meinte Kehl. Im Januar stehen noch die kniffligen Vorrundenspiele gegen Inter Mailand und bei Tottenham Hotspur an.
Besser werden muss auch die Außendarstellung. In der Hinrunde sorgten immer mal wieder Ego-Trips der Spieler auf dem Spielfeld für Wirbel. Insbesondere Guirassy und Karim Adeyemi reagierten etwa ungehalten auf Auswechslungen. Adeyemi wurde für seinen Ausraster beim 2:0 gegen Gladbach kurz vor Weihnachten gar mit einer fünfstelligen Geldstrafe belegt. „Wir haben das mit den Spielern und auch der gesamten Mannschaft klar besprochen, dass wir das so nicht mehr sehen wollen“, sagte Kehl deutlich.
Wann entscheidet sich die Schlotterbeck-Zukunft?
Belastend könnte in der zweiten Saisonhälfte insbesondere die Diskussionen über die Zukunft von Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck werden, auch wenn Kehl „keinen unmittelbaren Einfluss auf das Tagesgeschäft“ sieht. Schlotterbecks Vertrag läuft noch bis 2027, doch sollte der 26-Jährige nicht vorzeitig verlängern, müsste ihn der BVB im Sommer verkaufen, um noch eine adäquate Ablöse zu bekommen.
„Wir sind seit geraumer Zeit in guten und vertrauensvollen Gesprächen und es wird zu gegebener Zeit eine Entscheidung geben. Das wird sicher nicht erst irgendwann im Sommer der Fall sein, darüber sind sich alle Beteiligten auch einig“, sagte Kehl, gestand aber auch, dass dem BVB freilich die Hände gebunden sind: „Wir können niemanden zwingen, einen langfristigen, gut dotierten Vertrag bei Borussia Dortmund zu unterschreiben.“/lap/DP/jha
Quelle: dpa-AFX
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25 Kommentare
23 ungeschlagene Ligaspiele sind beeindruckend, aber Tore gewinnen Spiele. Dortmund muss dringend an seiner Effizienz im Angriff arbeiten.
Die Entscheidung, trotz des offensiven Problems niemanden im Winter zu holen, wirkt riskant. Kann Kovac wirklich aus dem vorhandenen Personal mehr herausholen?
Die Erwartungen an Guirassy sind enorm, aber er scheint unter Druck zu stehen. Vielleicht braucht er eine Pause, um wieder zu sich selbst zu finden.
Ich bin gespannt, ob Niko Kovac es wirklich schafft, die Offensive zu entfesseln. Nur 26 Tore in der Bundesliga sind für einen Verein wie Dortmund definitiv zu wenig.
Das Duell Guirassy gegen Ebnatoulib am Freitag wird sicher ein spannender Aspekt des Spiels sein. Es zeigt, wie unterschiedlich die Vereine auf ihre offensiven Probleme reagieren.
Es wäre wirklich ein starkes Signal, wenn Dortmund sowohl gegen Frankfurt als auch gegen Bremen gewinnen könnte und somit 38 Punkte in der Hinrunde erreichen würde.
Kobels Erkrankung ist natürlich ungünstig. Ein sicherer Rückhalt im Tor ist gerade in der Anfangsphase so wichtig für das Team.
Es ist gut, dass Kehl die Verbesserungspotenziale offen anspricht. Das zeigt Ehrlichkeit und den Willen, sich weiterzuentwickeln.
Es ist fraglich, ob Guirassy wirklich die ‚Lebensversicherung‘ ist, wenn er bisher nur fünf Tore erzielt hat. Vielleicht braucht er einfach mehr Vertrauen und Spielzeit.
Die Tatsache, dass der BVB trotz defensiver Stabilität und nur einer Niederlage in den letzten 23 Ligaspielen kritisiert wird, zeigt den hohen Anspruch an die Offensive.
Die Aussage von Kehl, dass 38 Punkte nach der Hinrunde eine der besten Leistungen der Vereinsgeschichte wären, klingt optimistisch, aber auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie stabil die Mannschaft inzwischen ist.
Ich bin gespannt, wie sich die Fitness der Spieler nach dem Trainingslager auswirken wird. Eine bessere körperliche Verfassung könnte die Grundlage für mehr offensive Durchschlagskraft sein.
Ich frage mich, ob die Trainingslager-Atmosphäre in Marbella wirklich ausreicht, um Guirassy wieder in Form zu bringen. Manchmal braucht ein Stürmer einfach ein Erfolgserlebnis im Spiel.
Die Tatsache, dass der BVB sich abgeschottet hat, um an der Offensive zu arbeiten, zeigt, wie ernst die Lage ist. Man scheint sich der Problematik bewusst zu sein.
Nmecha hat Recht, die Pause war wichtig, aber die Erwartungen an die zweite Saisonhälfte sind jetzt enorm hoch. Die Offensive muss liefern!
Kehl scheint sehr auf die defensive Stabilität zu setzen, was nach dem turbulenten letzten Jahr nachvollziehbar ist. Aber ohne Tore wird das auch nichts.
Ich bin etwas skeptisch, ob die Mannschaft wirklich so ‚froh‘ ist, dass sie als Zweiter in die Pause gegangen sind, wenn man bedenkt, dass die Offensive so sehr hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.
Die Erwähnung der 23 Ligaspiele ohne Niederlage ist zwar positiv, lenkt aber von der eigentlichen Schwachstelle ab: der mangelnden Torausbeute.
Ich hoffe, dass die Arbeit in Marbella wirklich Früchte trägt und die Offensive des BVB im Spiel gegen Frankfurt deutlich verbessert zur Sache geht.
Die Entscheidung, keine Verstärkung für die Offensive zu holen, könnte sich als Fehler erweisen, wenn Guirassy weiterhin nicht liefert und andere Spieler nicht überzeugen.
Die Aussage, dass Guirassy mit seiner bisherigen Saison nicht zufrieden sein kann, ist eine Untertreibung. Fünf Tore sind für einen Stürmer seiner Qualität viel zu wenig.
Die 8 Millionen Euro, die Frankfurt für Ebnatoulib ausgegeben hat, sind eine klare Ansage. Sie wollen im Angriff nachlegen, während Dortmund auf interne Lösungen setzt – ein interessanter Kontrast.
Ich finde es gut, dass Kehl die Entwicklung der Mannschaft seit dem Frühjahr 2023 hervorhebt. Das gibt den Spielern Rückenwind und zeigt, dass die Arbeit Früchte trägt.
Die Kritik an der Spielweise, auch aus den eigenen Reihen, ist ein Warnsignal. Kovac muss die richtigen Stellschrauben finden, um die Offensive wieder zum Laufen zu bringen.
Die Hoffnung auf eine ‚Explosion‘ in der zweiten Saisonhälfte, wie im letzten Jahr, ist verständlich, aber man sollte sich nicht darauf verlassen. Proaktives Handeln ist wichtig.