Bis zu fünf Prozent des Grundkapitals will CANCOM SE in den kommenden Monaten vom Markt nehmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben das Programm gemeinsam beschlossen – die rechtliche Grundlage legte die Hauptversammlung im Juni.
WKN 541910 · ISIN DE0005419105
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 1. September 2026
CANCOM darf bis zu 1.436.985 eigene Aktien erwerben, jeweils ausschließlich über die Börse. Das Zeitfenster reicht vom 7. September bis längstens zum 31. Dezember 2026. Den Kaufpreis begrenzt eine Preisregel: Er darf den Dreitagesdurchschnitt der Schlussauktionspreise im XETRA-Handel weder um mehr als zehn Prozent über- noch unterschreiten.
Abgewickelt wird das Programm über ein beauftragtes Wertpapierhaus oder Kreditinstitut, das seine Kaufentscheidungen eigenständig trifft, ohne Einfluss von CANCOM. Diese Struktur entspricht den europäischen Safe-Harbour-Regelungen, die sicherstellen sollen, dass Rückkäufe nicht zur Kursmanipulation genutzt werden können.
Wozu die Aktien nach dem Erwerb verwendet werden sollen, ließ CANCOM offen. Die Mitteilung nennt lediglich alle rechtlich zulässigen Zwecke – konkrete Angaben zu einer möglichen Einziehung, einer Mitarbeiterbeteiligung oder einem anderen Verwendungszweck fehlen. Alle Transaktionen sollen wöchentlich auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht werden.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 22,50 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund 2,3 Prozent zu.
Ob das Programm vollständig ausgeschöpft wird, hängt vom Kursverlauf und der Marktliquidität bis zum Jahresende ab.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

