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Die am Morgen veröffentlichten Konjunkturdaten lieferten keine Impulse. Die Gesamtproduktion in Deutschland war im Juni wie erwartet leicht gestiegen. „Dies ändert aber nichts daran, dass sich die Industrieproduktion auf niedrigem Niveau unter Schwankungen seitwärts bewegt“, kommentierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. „Wegen des Niedrigwassers im Rhein dürfte sich daran im Sommer nichts ändern.“ Die geplanten Reformen der Bundesregierung änderten kaum etwas an der „gebeutelten Standortqualität“ Deutschlands.
Im weiteren Tagesverlauf dürfte sich das Interesse stärker auf US-Daten richten, die am frühen Nachmittag auf dem Programm stehen. „Den Takt gibt heute der US-Arbeitsmarktbericht vor“, heißt es in einem Marktkommentar der Dekabank. Ein starker Bericht würde die Markterwartungen an eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im weiteren Verkauf des Jahres stützen. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins unverändert gehalten.
Zudem bleibt der Blick der Märkte weiter auf den Iran-Krieg gerichtet. Der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen droht eine Friedenslösung im Iran-Krieg zu erschweren. In der Nacht wurden nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt. US-Präsident Donald Trump geht dagegen nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg „ziemlich bald“ enden und eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus bevorstehen könnte.
„Die Verhandlungen dauern zwar an, bei Marktteilnehmern schwindet aber die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage und baldige Öffnung der Straße von Hormus“, kommentierten die Experten der Helaba. Die Ölpreise seien daher wieder gestiegen. „Noch können die Inflationssorgen als gedämpft bezeichnet werden und Marktteilnehmer sind sich nicht sicher, ob die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank im September die Leitzinsen erhöhen werden“, so die Experten der Landesbank Helaba./jsl/jkr/mis
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