Enapter hat seine AEM-Stack-Fertigung bislang selbst betrieben. Das ändert sich: Beim chinesischen Partner Runqing Hydrogen Technology in Shenzhen läuft seit Mitte August eine eigens eingerichtete Produktionslinie, auf der Stacks für Enapter-Elektrolyseure im Megawattbereich gefertigt werden.
WKN A255G0 · ISIN DE000A255G02
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 21. August 2026
Erste fertige Einheiten stehen bereits zur Auslieferung bereit. Nach dem laufenden Anlauf soll die volle Produktionsleistung innerhalb weniger Wochen erreicht werden. Die Kapazitäten sind so ausgelegt, dass Enapter die Stückzahlen flexibel an die Nachfrage anpassen kann.
Für Aktionäre ist vor allem ein Punkt relevant: Enapter erwartet, dass die niedrigere Fixkostenbasis ab 2027 spürbar positiv auf das Ergebnis wirkt. Wer bisher eigene Produktionsanlagen betreibt, trägt hohe Kosten unabhängig davon, wie viel tatsächlich produziert wird. Durch die Verlagerung zu einem externen Partner entfällt ein Teil dieses fixen Kostenblocks.
Runqing gehört zur Runshihua-Gruppe, die nach Angaben von Enapter zu den führenden Cleantech-Unternehmen Chinas zählt. Die Gruppe verfügt nach eigenen Angaben über vollautomatisierte Produktionsanlagen und Wasserstoff-Know-how. Enapter hatte die Neuausrichtung auf ein sogenanntes Asset-light-Modell – also auf weniger eigene Anlagen und mehr Partnerfertigung – Anfang August angekündigt.
CEO Jürgen Laakmann sagte, in kurzer Zeit seien die Voraussetzungen für eine skalierbare Serienfertigung geschaffen worden. Konkrete Zahlen zu Kostenentlastung oder Produktionsvolumen nannte das Unternehmen nicht.
Die Enapter-Aktie schloss am 21. August bei 1,01 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund drei Prozent zu, bei einem mittleren Tagesumsatz von rund 47.600 Euro.
Offen bleibt, wie sich die Nachfrage nach Elektrolyseuren im Megawattbereich tatsächlich entwickelt – davon hängt ab, ob die neu geschaffenen Kapazitäten in Shenzhen auch ausgelastet werden.
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