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EQS-News: Daldrup & Söhne AG
/ Schlagwort(e): Sonstiges
Verbesserte Rahmenbedingungen für den Geothermiemarkt fördern Wärmewende und bestätigen Geschäftsmodell der Daldrup & Söhne AG
20.01.2026 / 08:30 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Verbesserte Rahmenbedingungen für den Geothermiemarkt fördern Wärmewende und bestätigen Geschäftsmodell der Daldrup & Söhne AG
Pullach / Ascheberg, 20. Januar 2026 – Der deutsche Geothermiemarkt startet mit starken Aussichten in das Jahr 2026. Noch im Dezember 2025 hat der Bundestag das Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG) verabschiedet, zudem können Geothermiebetreiber nun auch über das KfW Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung Risiken aus Geothermiebohrungen umfassender absichern.
„Wir gehen davon aus, dass die Geothermie in Deutschland mittel- bis langfristig deutlich von beiden Instrumenten profitieren wird. Projekte können nicht nur schneller umgesetzt werden, sie werden mit Blick auf die geringeren finanziellen Risiken für Auftraggeber auch kalkulierbarer und damit attraktiver. Dies könnte sich bis 2030 in einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Geothermieprojekten in einer Größenordnung von 100 bis 200 Prozent widerspiegeln“, sagt Andreas Tönies, CEO der Daldrup & Söhne AG.
Ziel des im Deutschen Bundestag beschlossenen GeoBG ist es, Genehmigungs- und Planungsprozesse für Geothermieprojekte klarer, verlässlicher und vorhersehbar auszugestalten. Zentrale Elemente sind unter anderem die Einstufung der Geothermie als „überragendes öffentliches Interesse“ sowie verbindliche Bearbeitungsfristen. Planungs- und Genehmigungsverfahren der Geothermieprojekte werden umfassend digitalisiert, vereinfacht und beschleunigt. So muss beispielsweise die zuständige Behörde innerhalb von 12 Monaten über die Genehmigung entscheiden. Derartige Fristen wurden bis dahin nicht vorgegeben. Bei Geothermieprojekten bis 50 MW kann die Zulassungsfrist sogar auf drei Monate verkürzt werden. Damit konkretisiert das Gesetz wesentliche strukturelle Faktoren, die in der Vergangenheit zu langen Projektlaufzeiten und erhöhter Unsicherheit in der Projektentwicklung führten.
Zudem fiel Ende Dezember 2025 auch der Startschuss für das KfW Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung für Geothermiebohrungen, welches von der KfW in Zusammenarbeit mit der Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) entwickelt wurde. Es unterstützt die Finanzierung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe in Deutschland mit zinsgünstigen Krediten der KfW und sichert gleichzeitig die Fündigkeitsrisiken aus diesen Bohrungen ab. Investoren wie Gemeinden und Kommunen können damit das finanzielle Risiko, einer nicht – oder nicht ausreichend – fündigen Bohrung, um bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten reduzieren. So werden die Projektbetreiber entlastet und der Anreiz zur Nutzung von Erdwärme steigt.
„GeoBG und das KfW Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung bilden zusammen mit der BEW (Bundesförderung effizienter Wärmenetze) ein starkes Paket, das für deutlich mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit im Geothermiemarkt sorgt und die Wärmewende fördert. Diese von uns erwartete Entwicklung bestätigt die strategische Ausrichtung der Daldup & Söhne AG und liefert ein solides Fundament für das von uns prognostizierte Wachstum“, ergänzt Andreas Tönies.
Weitere Informationen zum Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG) sowie zum KfW Finanzierungsinstrument mit integrierter Fündigkeitsversicherung unter:
Neue Förderung von Tiefengeothermieanlagen zur kommunalen Wärmeversorgung |
KfWDeutscher Bundestag – Bundestag stimmt Geothermie-Beschleunigungsgesetz zu
Hinweis: IR-Roadshows / Konferenzen / Events 2026:
| 4. Febr. | Hamburger Investorentage (HIT), Hamburg |
| 22.-23. Apr. | Münchner Kapitalmarkt Konferenz |
| 29. Mai | Veröffentlichung Konzernjahresfinanzbericht 2025 |
| 11. Juni | Quirin Champions Conference 2026, Frankfurt |
| 31. Aug/01. Sept. | Herbstkonferenz, Frankfurt |
| 30. Sept. | Veröffentlichungen Konzernhalbjahresfinanzbericht 2026 |
| 23.-25. Nov. | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt |
Über die Daldrup & Söhne AG
Die Daldrup & Söhne AG (ISIN: DE0007830572, WKN: 783057) mit einer Unternehmenshistorie von mehr als 75 Jahren ist ein spezialisierter Anbieter von Bohr- und Umweltdienstleistungen und ist unter den führenden Unternehmen in Deutschland positioniert. Die Tätigkeit gliedert sich in die Geschäftsbereiche Geothermie, Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung sowie Environment, Development & Services (EDS). Im Geschäftsbereich Geothermie werden Bohrdienstleistungen sowohl für die oberflächennahe Geothermie (insbesondere Erdwärmesonden für Wärmepumpen), aber vor allem auch Bohrdienstleistungen für die Tiefengeothermie von bis zu 6.000 m erbracht, um die so zugängliche Erdwärme für die Strom- und/oder Wärmegewinnung zu nutzen. Im Geschäftsbereich Rohstoffe und Exploration dienen die von der Daldrup & Söhne AG durchgeführten Bohrungen der Exploration sowie mineralischer Rohstoffe und Erze (z.B. Kupfer und Gold). Dieser Bereich erbringt auch Bohrungen im Rahmen einer sicheren Endlagerfindung atomarer Hinterlassenschaften. Der Geschäftsbereich Wassergewinnung umfasst den Brunnenbau zur Gewinnung von Trink-, Brauch-, Heil-, Mineral-, Kesselspeise- oder Kühlwasser sowie Thermalsole. Der Geschäftsbereich Environment, Development & Services (EDS) umfasst spezielle umwelttechnische Dienstleistungen wie etwa die hydraulische Sanierung von kontaminierten Standorten, die Errichtung von Gas-Absaugbrunnen zur Gewinnung von Deponiegas, die Erstellung von Grundwassergüte-Messstellen oder die Errichtung von Wasserreinigungsanlagen.
Die Aktien der Daldrup & Söhne AG sind im Scale (Teilsegment des Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse) notiert.
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Diese Veröffentlichung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Diese Veröffentlichung und die darin enthaltenen Informationen sind nicht zur direkten oder indirekten Weitergabe in bzw. innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika („USA“), Kanada, Australien oder Japan bestimmt.
Presse- & Investor Relations-Kontakt
Daldrup & Söhne AG
Annette Kohler-Kruse / Frank Ostermair
Fon: +49 (0) 2593 / 95 93 29
E-Mail: [email protected]
Emil-Riedl-Weg 6
82049 Pullach im Isartal
www.daldrup.eu
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26 Kommentare
Die verbindlichen Bearbeitungsfristen sind ein großer Fortschritt. Es bleibt abzuwarten, ob die Behörden diese Fristen auch tatsächlich einhalten können.
Die Fokussierung auf Projekte bis 50 MW ist interessant. Gibt es Pläne, auch größere Projekte in den Geltungsbereich des Gesetzes zu bringen?
Die Tatsache, dass das GeoBG die Geothermie als ‚überragendes öffentliches Interesse‘ einstuft, sollte auch dazu beitragen, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.
Die Digitalisierung der Verfahren ist ein wichtiger Schritt, aber es muss auch sichergestellt werden, dass alle Behörden die notwendige technische Ausstattung haben. Gibt es hier Förderprogramme?
Es ist gut zu sehen, dass das Gesetz die Digitalisierung der Planungs- und Genehmigungsverfahren vorantreibt. Welche konkreten digitalen Tools und Plattformen werden eingesetzt, um die Prozesse zu vereinfachen?
Die Einstufung der Geothermie als ‚überragendes öffentliches Interesse‘ durch das GeoBG ist ein entscheidender Schritt, um die Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Ich frage mich, wie sich diese Priorisierung konkret auf die Bearbeitung von Einwänden von Naturschutzverbänden auswirken wird.
Die Möglichkeit der Risikoreduzierung für Gemeinden ist besonders wichtig, da diese oft nicht über die finanziellen Ressourcen verfügen, um das Risiko einer nicht-fündigen Bohrung zu tragen.
Die Fündigkeitsversicherung der KfW in Zusammenarbeit mit Munich Re ist ein wichtiger Anreiz für Investoren. Wie hoch ist die maximale Fördersumme pro Projekt, und welche Bedingungen müssen erfüllt sein?
Ich finde es positiv, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) an der Entwicklung des KfW-Instruments beteiligt war. Das zeigt ein klares Bekenntnis zur Geothermie.
Die Prognose von Daldrup & Söhne, dass die Nachfrage nach Geothermieprojekten bis 2030 um 100 bis 200 Prozent steigen könnte, ist sehr optimistisch. Welche Annahmen liegen dieser starken Steigerung zugrunde?
Andreas Tönies‘ Aussage zur Kalkulierbarkeit der Projekte durch geringere finanzielle Risiken ist überzeugend. Das ist ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz bei Investoren.
Die Tatsache, dass es bis dahin keine vorgegebenen Fristen für die Genehmigung gab, zeigt, wie dringend eine Reform notwendig war. Das GeoBG scheint hier eine klare Verbesserung zu sein.
Ich bin gespannt, wie sich das GeoBG auf die Entwicklung von Geothermie-Heizwerken in Städten auswirken wird. Das könnte eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung spielen.
Das stimmt, die Nutzung von Geothermie für Fernwärmenetze könnte in vielen Städten eine sinnvolle Ergänzung sein.
Ich hoffe, dass die Digitalisierung der Verfahren nicht zu Lasten des Datenschutzes geht. Es muss sichergestellt werden, dass sensible Daten geschützt sind.
Es wäre wichtig zu wissen, wie die Fündigkeitsversicherung konkret funktioniert und welche Kriterien für die Auszahlung der Mittel gelten. Gibt es hier detaillierte Informationen?
Die Reduzierung des finanziellen Risikos durch die Fündigkeitsversicherung um bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten ist bemerkenswert. Das könnte tatsächlich viele Kommunen dazu bewegen, in Geothermie zu investieren.
Die Kombination aus gesetzlichen Verbesserungen und finanzieller Unterstützung durch die KfW ist ein starkes Signal für die Geothermiebranche. Das könnte die Energiewende beschleunigen.
Absolut, die klare Risikominimierung durch die KfW ist ein entscheidender Punkt, der Investoren anziehen wird.
Die Möglichkeit, bei Projekten bis 50 MW die Zulassungsfrist auf drei Monate zu verkürzen, klingt vielversprechend. Wird diese Beschleunigung auch tatsächlich in der Praxis umgesetzt, oder gibt es hier versteckte Hürden?
Die Prognose einer Verdopplung der Nachfrage bis 2030 ist ambitioniert. Welche Rolle spielen dabei die steigenden Energiepreise und der Klimawandel?
Die Möglichkeit einer 100-prozentigen Absicherung des Fündigkeitsrisikos ist ein echter Gamechanger für die Geothermiebranche. Das könnte viele Projekte erst ermöglichen.
Ich bin gespannt, ob die Kombination aus GeoBG und KfW-Finanzierung tatsächlich zu kürzeren Projektlaufzeiten führt. Bisher waren lange Genehmigungsverfahren ein großes Problem.
Ich bin etwas skeptisch, ob die versprochene Beschleunigung der Genehmigungsverfahren tatsächlich so stark ausfällt. Die Bürokratie in Deutschland ist oft zäh.
Die Unterstützung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe durch die KfW ist ein guter Anfang. Wäre es nicht sinnvoll, auch flachere Bohrungen in den Förderbereich einzubeziehen?
Die Unterstützung durch die KfW und Munich Re ist ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen in die Geothermiebranche zu stärken. Das ist gerade in Zeiten des Klimawandels entscheidend.