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Der Euro hat am Donnerstag seine Vortagesgewinne leicht ausgebaut. Die erwartete Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed am Vorabend lieferte kaum noch positive Impulse. Dennoch überwand der Euro erstmals seit Mitte Oktober die Marke von 1,17 US-Dollar. Zuletzt lag der Kurs bei 1,1699 Dollar, was einem Anstieg von 0,04 Prozent entspricht.

Die Fed senkte zum dritten Mal in diesem Jahr den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Die Risiken für die Beschäftigung hätten zugenommen, während die Inflation hartnäckig bleibt.

Vor der Fed-Sitzung hatten viele Marktteilnehmer mit einer „falkenhaften“ Zinssenkung gerechnet, also einer Kombination aus Zinssenkung und Signalen für ein langsameres Tempo. Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass die Zinsen seit September um 75 Basispunkte und seit letztem Jahr um 175 Basispunkte gesenkt wurden, und die Funds Rate nun näher am neutralen Niveau liegt.

Der Dollar profitierte nicht, da Powell sich unbeeindruckt von der über dem Ziel liegenden Inflation zeigte. Er betonte, dass die Inflation hauptsächlich aufgrund der Zölle über dem Ziel liege und die Auswirkungen der Zölle im ersten Quartal ihren Hochpunkt erreichen und dann nachlassen dürften.

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16 Kommentare

  1. Peter D. Becker am

    Ein Anstieg des Euro um 0,04 Prozent ist zwar nicht dramatisch, aber er könnte für Exporteure aus der Eurozone spürbar sein. Wie bewerten Unternehmen diesen Wechselkurs-Effekt?

    • Laura Hoffmann am

      Viele kleine und mittelständische Unternehmen sehen sich bei solchen Schwankungen extrem benachteiligt, da sie keine entsprechenden Absicherungsmöglichkeiten haben.

  2. Laura Schneider am

    Die Betonung der Zölle als Hauptursache der Inflation durch Powell lenkt meiner Meinung nach von tieferliegenden strukturellen Problemen ab.

  3. Hans S. Schäfer am

    Die Tatsache, dass der Euro erstmals seit Mitte Oktober die 1,17 Dollar Marke überschreitet, deutet auf eine mögliche Trendwende hin, aber ist dieser Anstieg nachhaltig oder nur eine kurzfristige Reaktion auf die Fed-Entscheidung?

  4. Die Erhöhung der Zinsen um insgesamt 175 Basispunkte seit letztem Jahr ist eine deutliche Reaktion der Fed, aber scheint sie die Inflation tatsächlich einzudämmen, wie die anhaltende Gelassenheit von Powell suggeriert?

  5. Hans Q. Müller am

    Ich frage mich, ob die dritte Zinssenkung in diesem Jahr ausreichend ist, um die Wirtschaft anzukurbeln, oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sein werden, insbesondere im Hinblick auf die globalen Handelsspannungen.

  6. Jonas Hoffmann am

    Ich beobachte den Euro seit einiger Zeit und finde den Sprung auf 1,17 Dollar, trotz der erwarteten Zinssenkung, wirklich bemerkenswert. Das deutet auf eine komplexe Dynamik hin.

  7. Laura Schneider am

    Die Aussage von Powell, dass die Inflation hauptsächlich durch Zölle beeinflusst wird, erscheint mir etwas vereinfacht – sind da nicht auch andere Faktoren wie Löhne und Nachfrage relevant?

  8. Emma Schneider am

    Die Aussage, dass die Funds Rate nun ’näher am neutralen Niveau‘ liegt, ist vage. Was genau bedeutet das für zukünftige geldpolitische Entscheidungen der Fed?

  9. Dass die Märkte nicht auf die Zinssenkung reagiert haben und der Dollar nicht profitierte, spricht doch für ein mangelndes Vertrauen in die Wirksamkeit der Fed-Politik, oder?

  10. Powell erwähnt, dass die Auswirkungen der Zölle im ersten Quartal ihren Höhepunkt erreichen und dann nachlassen sollen. Gibt es eine unabhängige Bestätigung dieser Prognose, oder ist das reine Optimismus?

  11. Die Formulierung ‚gelassen bei Inflation‘ bezüglich Powell ist interessant. Wirkt sich diese Haltung nicht destabilisierend auf die Finanzmärkte aus, da sie fehlende Entschlossenheit signalisiert?

  12. Wenn die Risiken für die Beschäftigung zunehmen, während die Inflation hartnäckig bleibt, wie will die Fed diesen Spagat lösen? Eine reine Fokussierung auf die Zinssenkung scheint mir unzureichend.

  13. Ich finde es bemerkenswert, dass die Märkte mit einer ‚falkenhaften‘ Zinssenkung gerechnet haben, diese aber nicht kam – zeigt das eine wachsende Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität der Fed-Politik?

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