Die Lage: Nahost-Konflikt stützt den Goldpreis!

Der Nahost-Konflikt bestimmt weiterhin das Geschehen an den internationalen Leitbörsen, wobei Gold als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten nach dem erneuten Aufflammen der Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA ebenfalls wieder in den Fokus der Investoren rückte. Zwar haben sich die Konfliktparteien auf eine Aussetzung der Kampfhandlungen verständigt. Da eine Einigung über kritische Fragen wie eine endgültige Freigabe der Straße von Hormus trotz informeller Gespräche zwischen den USA und dem Iran aufgrund der festgefahrenen Verhandlungspositionen beider Konfliktparteien zunehmend unwahrscheinlicher wird, dürfte Gold auch weiterhin von seinem Nimbus als Krisenwährung profitieren.

 

Die Perspektive: US-Dollar-Schwäche stützt, Zentralbanken weiter auf der Käuferseite!

Neben den bestehenden Unsicherheiten auf der Währungsseite konnte der Goldpreis zuletzt vor allem von abebbenden US-Inflationssorgen profitieren. So hatten unter anderem ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli sowie ein schwächer als erwarteter Anstieg bei den US-Erzeugerpreisen für Support gesorgt, zumal viele Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die US-Notenbank die Leitzinsen trotz der nach wie vor hohen Ölpreise im weiteren Jahresverlauf stabil halten wird. Entsprechend kam auch der US-Dollar zuletzt gegenüber dem Euro etwas deutlicher unter Druck, was für zusätzlichen Rückenwind beim Goldpreis sorgte. Da Gold wie andere Industrie- und Edelmetalle in US-Dollar gehandelt wird, verbilligt sich der Kauf von Gold außerhalb des US-Dollarraums, was vor allem in Indien und China für steigende Goldkäufe bei Privatanlegern und institutionellen Investoren gesorgt hatte. So verzeichneten die größten Gold-ETF´s in China im Juli erstmals seit mehreren Monaten laut dem World Gold Council wieder Nettomittel-Zuflüsse in Höhe von umgerechnet rund 744 Mio. USD. Auch die internationalen Zentralbanken standen zuletzt bei Gold weiterhin auf der Käuferseite. Laut einer Erhebung des World Gold Councils haben die internationalen Zentralbanken in Q2 Käufe im Gesamtvolumen von 288,9 Tonnen Gold (+62%) getätigt, womit ein neuer Rekordwert markiert wurde. Vor allem die National Bank of Poland (+51 Tonnen) und China (+33 Tonnen) stockten ihre Goldbestände dabei erneut kräftig auf.

 

Trading-Taktik: Der Goldpreis präsentierte sich nach dem Breakout aus der mehrwöchigen Seitwärtsrange oberhalb der Marke von 4.000 USD Anfang August deutlich fester und konnte im Anschluss seine Aufwärtsbewegung nach dem Überwinden der Marke von 4.250 USD dynamisch fortsetzen. Nachdem der Goldpreis nach dem dynamischen Kursanstieg seit Anfang August oberhalb der Marke von 4.370 USD konsolidierte, sollte nun der Breakout aus der knapp einwöchigen Seitwärtsrange bei 4.400 USD die übergeordnete Trendfortsetzung einleiten. Es bietet sich daher an, den Stop-Loss bei Long-Positionen im Bereich der Marke von 4.200 USD abzusichern.

 

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Rohstoffs Gold Future Contract (Basiswert) könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment der Endlos-Turbo Long der DZ BANK (WKN: DN38TP) auf den Gold Future Contract-Rohstoff anbieten. Der Endlos-Turbo Long richtet sich an Anleger, die überproportional (gehebelt) an einer Kursentwicklung des Gold-Future Contract-Rohstoffs oberhalb der Knock-Out-Barriere partizipieren möchten. Die Partizipation wirkt dabei in beide Richtungen, d.h. man partizipiert gehebelt an allen Kursentwicklungen (negativen wie positiven) des Basiswerts. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert der Endlos-Turbo Long auf kleinste Kursbewegungen. Sollte der Kurs des Gold Future Contract-Rohstoffs an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit des Endlos-Turbo Long auf oder unter der Knock-Out-Barriere notieren (Knock-Out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo wertlos. Die Barriere, die stets dem aktuellen Basispreis entspricht, und der Basispreis selbst werden jeden Tag angepasst. Der Endlos-Turbo Long auf den Rohstoff des Basiswerts Gold Future Contract hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann den Endlos-Turbo Long an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen. Nach Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern zuvor kein Knock-out-Ereignis eintritt, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem EUR-Gegenwert der Differenz zwischen Kurs der Aktie des Basiswerts Gold Future Contract am jeweiligen Einlösungstermin bzw. ordentlichen Kündigungstermin und Basispreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis von 0,1.

 

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger, wenn der Kurs des Rohstoffs auf den Basiswert Gold Future Contract zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihre Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 18.08.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK

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