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Der Goldpreis kann zur Wochenmitte zulegen. Den Bullen gelingt es, die Marke von 5.000 Dollar zurückzuerobern. Übergeordnet freilich bleibt das Edelmetall in der Konsolidierung gefangen. Die Frage ist: Geht die Gold-Rally langsam zu Ende? Nein, meint zumindest J.P. Morgan.

Trotz der starken Rally der vergangenen fünf Jahre – mit einem Plus von über 170 % – sieht das Strategenteam von J.P. Morgan keinen Grund, das Ende des Gold-Bullenmarkts auszurufen. Haupttreiber bleibe eine neue Ära geopolitischer Unischerheiten. Hinzu kämen Sorgen vor Währungsabwertung, hohen Haushaltsdefiziten, Inflation und schwächerem Wachstum. Historisch habe sich Gold in Phasen großer geopolitischer Schocks positiv entwickelt und andere Anlageklassen übertroffen.

Zwei Risiken könnten den Aufwärtstrend theoretisch bremsen. Erstens ein Rückgang oder gar Verkäufe durch Notenbanken. Seit dem Ukraine-Krieg 2022 haben sich die Nettozukäufe der Zentralbanken etwa verdoppelt, da viele Länder ihre Reserven stärker vom US-Dollar diversifizieren. Ein Nachlassen dieser strukturellen Nachfrage würde den Markt treffen. Historische Beispiele wie die britischen Goldverkäufe zwischen 1999 und 2002 zeigen, dass koordinierte Verkäufe Preise deutlich drücken können. Derzeit gilt dieses Szenario jedoch als unwahrscheinlich. Schwellenländer halten im Schnitt erst rund 19 Prozent ihrer Reserven in Gold, Industrieländer etwa 47 Prozent. Vor allem China – trotz hoher absoluter Bestände – weist mit rund 8,6 Prozent noch Aufholpotenzial auf. Auch Länder wie Polen, Indien und Brasilien bauen ihre Bestände aus. Umfragen zufolge rechnet 2025 keine Notenbank mit sinkenden globalen Goldreserven.

Das zweite Risiko betrifft Privatanleger. Sie haben Gold verstärkt als Absicherung gegen geopolitische und makroökonomische Risiken gekauft. Zwar kann spekulatives Kapital kurzfristig für starke Schwankungen sorgen, doch das Engagement über Gold-ETFs liegt mit rund 100 Millionen Unzen unter dem Rekord von 2020 und entspricht nur etwa 8 Prozent der Zentralbankbestände. Langfristig dürften Retail-Investoren den Markt daher nicht dominieren.

Quelle: Börsenmedien AG

J.P. Morgan geht davon aus, dass strukturelle Diversifikationstrends bei Investoren und Notenbanken anhalten. Ein schwächerer Dollar, sinkende Realzinsen und anhaltende Unsicherheit bleiben unterstützend. Für 2026 erwartet die Bank weiterhin robuste Zentralbankkäufe von durchschnittlich 585 Tonnen pro Quartal – ein Fundament, das die Rally trotz zwischenzeitlicher Rücksetzer tragen soll.

Während der Goldpreis selbst noch konsolidiert, notieren zahlreiche Aktien von Goldproduzenten wie Agnico Eagle, Endeavour Minining oder auch K92 Mining nahe ihrer Allzeithochs. Die Rally bei den Minenaktien dürfte sich auch 2026 fortsetzen. Doch bei welchen Aktien lohnt der Einstieg? Das erfahren Sie bei Goldfolio, Ihrem Börsendienst für Gold- und Silberaktien. Alle Details: www.goldfolio.de 

Gold
(ISIN: XC0009655157)

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