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Der Goldpreis hat zu Wochenbeginn ein neues Kapitel geschrieben: Erstmals überschritt die Notierung die Marke von 5.000 Dollar je Feinunze. Der Höhenflug des Edelmetalls setzt sich damit ungebremst fort. Hintergrund ist eine spürbar gestiegene Nachfrage nach Sicherheit angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und zunehmender fiskalischer Risiken. Aktuelle Krisenherde – von geopolitischen Auseinandersetzungen rund um Grönland über Südamerika bis hin zum Nahen Osten – verstärken die Rolle von Gold als Absicherungsinstrument.
Gold
(ISIN: XC0009655157)
Auch Silber profitierte deutlich vom Umfeld. Der Preis zog kräftig an und wurde zusätzlich durch eine robuste industrielle Nachfrage gestützt. Marktbeobachter führen die Rally bei Edelmetallen auf anhaltende Käufe sowohl institutioneller als auch privater Investoren zurück. Der Goldpreis erreichte am Morgen bei 5.093 Dollar ein neues Allzeithoch, Silber bei 109,46 Dollar.
Für Gold bleibt der Ausblick positiv. Analysten erwarten, dass die starke Nachfrage von Zentralbanken und privaten Anlegern anhält. Auch große Investmentbanken verweisen darauf, dass sich die Nachfragebasis verbreitert hat: Neben klassischen Anlagevehikeln wie ETFs gewinnen physische Käufe vermögender Investoren zunehmend an Bedeutung.
Zentralbanken bleiben dabei ein entscheidender Faktor. Ihre monatlichen Goldkäufe liegen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt, insbesondere Schwellenländer bauen ihre Reserven weiter aus. Entscheidend: Absicherungen gegen makroökonomische und fiskalische Risiken gelten als langfristig – und könnten den Goldpreis auch über 2026 hinaus auf hohem Niveau stabilisieren.
„In den vergangenen drei Jahren haben sich die Sorgen über den langfristigen Schuldenpfad deutlich verstärkt“, sagte John Reade, Chefstratege des World Gold Council. „Am stärksten begegnen mir die Argumente rund um Geldentwertung und Verschuldung bei Family Offices. Dort geht es um den Schutz von Vermögen über Generationen hinweg und weniger um den kurzfristigen Horizont.“
Aktuell notiert der Goldpreis bei 5.072 Dollar und damit gut 17 Prozent über dem Stand vom Jahresanfang. Seit Anfang 2025 hat sich der Goldpreis sogar fast verdoppelt. Hier steht ein Plus von 93 Prozent zu Buche. Charttechnisch stehen die Ampeln weiter auf grün, auch wenn sich die Gefahr etwaiger Rücksetzer nach der Rally zuletzt durchaus erhöht hat. Der vom AKTIONÄR empfohlene Discount-Call mit der WKN MM4M60 liegt mittlerweile mehr als 130 Prozent im Plus. Zudem entwickeln sich die Minenwerte um Barrick, Agnico Eagle & Co extrem stark. Wer breit gestreut auf den Sektor setzen will, liegt beim Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR richtig. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier. Mehr Infos zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Agnico Eagle Mines.
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
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14 Kommentare
Die Verdoppelung des Goldpreises seit Anfang 2025, also ein Plus von 93 Prozent, ist wirklich bemerkenswert. Das zeigt, wie stark das Vertrauen in traditionelle Anlagen schwindet und wie sehr Gold als sicherer Hafen gesucht wird.
Der Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR scheint eine gute Möglichkeit zu sein, breit gestreut in den Goldsektor zu investieren. Ich werde mir das mal genauer ansehen.
Die Aussage von John Reade vom World Gold Council, dass Family Offices vor allem den langfristigen Schutz ihres Vermögens suchen, klingt plausibel. Das erklärt, warum gerade physisches Gold an Bedeutung gewinnt, im Gegensatz zu kurzfristigen Spekulationen.
Die Sorge um den langfristigen Schuldenpfad, die in den letzten drei Jahren zugenommen hat, ist verständlich. Gold könnte tatsächlich eine sinnvolle Absicherung gegen eine mögliche Geldentwertung sein.
Absolut. Gerade in Zeiten hoher Staatsverschuldung und steigender Inflation ist es klug, einen Teil des Vermögens in Gold anzulegen.
Es ist bemerkenswert, dass der Goldpreis die 5.000-Dollar-Marke geknackt hat. Das unterstreicht die wachsende Bedeutung von Gold als Wertspeicher in unsicheren Zeiten.
Ich frage mich, ob die starken Goldkäufe der Zentralbanken, die laut Artikel über dem langjährigen Durchschnitt liegen, nicht auch eine Art von ’self-fulfilling prophecy‘ darstellen. Fördern sie den Preisanstieg, den sie eigentlich durch ihre Käufe sichern wollen?
Ein Plus von über 130 Prozent beim vom AKTIONÄR empfohlenen Discount-Call (WKN MM4M60) ist eine starke Performance. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass solche Hebelprodukte auch mit hohen Risiken verbunden sind.
Die geopolitischen Spannungen rund um Grönland, Südamerika und den Nahen Osten werden als Haupttreiber für die Goldrallye genannt. Wie nachhaltig ist dieser Effekt, wenn sich diese Krisenherde beruhigen?
Die Entwicklung der Minenwerte von Barrick und Agnico Eagle ist ein gutes Zeichen für den gesamten Sektor. Könnte das ein Indikator für weitere Kursgewinne bei Gold sein?
Ich bin etwas skeptisch, ob der Goldpreis auch über 2026 hinaus auf hohem Niveau stabilisiert werden kann. Die langfristige Entwicklung hängt stark von der globalen Wirtschaftslage und der Geldpolitik der Zentralbanken ab.
Das stimmt, die Geldpolitik ist ein entscheidender Faktor. Wenn die Zinsen steigen, könnte das Gold unattraktiver machen, da es keine Zinsen abwirft.
Die Tatsache, dass der Goldpreis seit Jahresanfang um 17 Prozent gestiegen ist, zeigt, dass die Rallye nicht nur auf kurzfristige Ängste zurückzuführen ist. Es scheint eine tiefgreifendere Verschiebung in der Anlegerstimmung zu geben.
Der Anstieg des Silberpreises auf 109,46 Dollar ist interessant, besonders da er durch die industrielle Nachfrage zusätzlich gestützt wird. Ist das ein Zeichen dafür, dass auch andere Industriemetalle bald profitieren könnten?