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Gold stürzt ab, während der Iran-Krieg tobt – das widerlegt das klassische Dogma vom „sicheren Hafen“ und offenbart ein Paradoxon, das Investoren schockiert. Das traditionelle Vertrauen in Gold bröckelt

Das Unvorstellbare ist geschehen. Gold, das klassische Versicherungsinstrument gegen Chaos und Unsicherheit, fällt ausgerechnet dann, wenn die Unsicherheit im Finanzmarkt neue Höchststände erreicht. Der Iran-Konflikt eskaliert, die Hormuz-Straße ist blockiert, Ölpreise schießen in die Höhe – und Gold verliert massiv an Wert. Das widerspricht allem, was Investoren über sichere Häfen gelernt haben. Oder etwa nicht?

Traditionell steigt Gold, wenn die Welt in Unruhen versinkt. Doch diesmal ist alles anders. Gold fiel von über 5500 US-Dollar pro Unze im Januar auf rund 4100 US-Dollar im März – ein Rückgang von mehr als 25 Prozent. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar verlor Gold weitere 15 Prozent.  Die Frage, die sich Investoren stellen: Ist Gold noch ein sicherer Hafen?

 

Das Paradoxon: Geopolitische Krise, fallende Goldpreise
Die Situation ist verwirrend. Eine geopolitische Krise sollte Gold stärken. Investoren fliehen in sichere Häfen, Gold wird knapp, der Preis steigt. Das ist das Lehrbuch-Szenario. Doch der Iran-Krieg zeigt ein anderes Bild. Die Krisenstimmung, die Gold traditionell stärkt, schwächt es plötzlich ab. Der Grund liegt in einer einfachen Gleichung: Höhere Ölpreise führen zu Energieinflation, die den US-Dollar stärkt und die Zinssätze potenziell nach oben treibt. Und beide Faktoren sind Gift für Gold.

 

 

Gold ist ein inflationäres Vermögenswert – es profitiert von Inflation, wenn diese durch Geldmengen-Expansion entsteht. Aber Energieinflation ist anders. Sie schwächt die Wirtschaft, während sie die Preise treibt. Die Zentralbanken reagieren mit höheren Zinssätzen. Und höhere Zinssätze sind das Gegenteil von dem, was Gold braucht.

Ein höherer Zinssatz bedeutet: Anleger bekommen mehr Rendite auf sichere Staatsanleihen – und brauchen Gold nicht mehr als Versicherung. Gleichzeitig stärkt die Energieinflation den US-Dollar. Warum? Weil Öl in Dollar gehandelt wird. Wenn Ölpreise steigen, steigt die Nachfrage nach Dollar. Ein stärkerer Dollar macht Gold teurer für internationale Käufer – und reduziert die Nachfrage.

HKCM-Analyse: Ist Gold wirklich ein sicherer Hafen?
Gold ist stark, wenn die Krise die richtige Art von Krise ist – nämlich normale zyklische Wirtschaftsschwäche, die zu Geldmengen-Expansion führt, um nach Zeiten der geldpolitischen Straffung neues Wachstum zu stimulieren. Eine geopolitische Krise, die zu Energieinflation und höheren Zinssätzen führt, ist das Gegenteil. Deshalb verliert Gold in diesem Szenario. Im Sinne unseres Primärszenarios jedenfalls hat der Gold-Futures-Kurs mit dem letzten markanteren Peak von Anfang März eine korrektive Aufwärtsbewegung vollendet. Seither verorten wir den Kurs in einem Abwärtsimpuls, wobei aktuell eine Gegenbewegung im Gange ist, die noch Platz bis an den Widerstand bei $4854 hat. Danach dürften weitere Abverkäufe folgen, wo schließlich eine größere Abwärtsbewegung zum Abschluss kommen sollte. Nach diesem markanten Tief rechnen wir mit einer deutlicheren Reaktion nach oben.   
 

 

In unserem Alternativszenario würden die Gold-Futures im weiteren Verlauf über den Widerstand bei $4854 klettern, um ein neues korrektives Hoch auszubauen (Wahrscheinlichkeit: 30%). In diesem Fall würde der Kurs also erst später – aber noch unter der $5626-Marke – wieder nach unten abdrehen.     
 

Leseempfehlung: Willkommen im Gold-Bärenmarkt! (Bitcoin gefällt das)

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6 Kommentare

  1. Interesting update on Gold – sicherer Hafen?: Gold – doch nicht mehr der sichere Hafen? Warum fällt Gold?. Looking forward to seeing how this develops.

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