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Die Lage: Geopolitische Unsicherheiten befeuern Goldpreis, US-Dollar-Schwäche sorgt für Support!

Bestimmendes Thema beim Goldpreis bleibt die weiterhin angespannte geopolitische Gemengelage. So steht trotz der von den USA vorangetriebenen Friedensverhandlungen im Russland-Ukraine-Konflikt eine endgültige Einigung in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Konflikt weiterhin aus, wobei die Kampfhandlungen zwischen den Kriegsparteien mit unvermittelter Härte weiter fortgesetzt werden. Auch der überraschende US-Angriff auf Venezuela Anfang des neuen Jahres 2026 dürfte nicht nur die ohnehin angespannte Lage in Lateinamerika weiter destabilisieren, weshalb Gold als Krisenwährung weiterhin gefragt bleiben dürfte. Support kommt für Gold auch von der Währungsseite. Nachdem die US-Notenbank die Leitzinsen im Dezember erneut gesenkt hatte, gab der Greenback gegenüber anderen Leitwährungen wie dem Euro weiter nach. Da Gold wie andere Industrie- und Edelmetalle in US-Dollar gehandelt wird, verbilligt sich der Kauf des gelben Edelmetalls für Käufer außerhalb des US-Dollarraums, was die Nachfrage vor allem in China und Indien weiter ankurbeln dürfte.

Die Perspektive: Goldnachfrage bleibt weiter hoch, Zentralbanken weiter auf der Käuferseite!

Angesichts der weiterhin bestehenden Inflationsgefahren und der angespannten geopolitischen Gemengelage steht Gold nicht nur bei Privatanlegern, sondern auch bei institutionellen Investoren weiterhin hoch im Kurs. Trotz Rekordnotierungen beim gelben Edelmetall bleibt die Goldnachfrage ungebrochen hoch. Laut einer Statistik des World Gold Councils verzeichneten Gold-ETF´s allein im November 2025 Mittelzuflüsse in Höhe von 5,2 Mrd. USD. Besonders deutliche Mittelzuflüsse bei Gold-ETF´s waren mit knapp 2,2 Mrd. USD in China zu verzeichnen, während in Nordamerika Mittelzuflüsse in Höhe von rund 1 Mrd. USD ausgewiesen wurden. Auch in Europa blieb Gold im November vergangenen Jahres bei den Investoren weiterhin gefragt, wobei hier Mittelzuflüsse über knapp 978 Mio. USD ausgewiesen wurden. Auch die internationalen Zentralbanken bleiben bei Gold weiter auf der Käuferseite, wobei sich die Goldkäufe im November laut einer Erhebung des World Gold Councils auf insgesamt rund 53 Tonnen beliefen, was einem Anstieg von 36% gegenüber dem Vormonat entspricht. Mit 16 Tonnen Gold war die National Bank of Poland Spitzenreiter im November, während die Central Bank of Brazil 15 Tonnen erwarb. Auch Uzbekistan (9 Tonnen), Indonesien (4 Tonnen), die Türkei (3 Tonnen) sowie die Peoples Bank of China (1 Tonne) stockten ihre Goldbestände im November weiter auf. Mittelfristig dürfte die Goldnachfrage der internationalen Zentralbanken trotz der rekordhohen Goldpreisnotierungen weiter hoch bleiben. So hatte beispielsweise Alexsander Vucic, Notenbankchef in Serbien, angekündigt, dass die National Bank of Serbia ihre Goldreserven bis 2030 von derzeit 52 auf insgesamt 100 Tonnen aufstocken wird.

Trading-Taktik: Gold absolvierte Ende Dezember vergangenen Jahres eine mehrtägige Zwischenkorrektur vom Rekordhoch bei 4.500 USD. Nachdem zuletzt Rücksetzer im Bereich oberhalb der Marke von 4.300 USD mit Käufen beantwortet wurden, präsentierte sich Gold zuletzt wieder deutlich fester und rangiert knapp unter seinem Allzeithoch bei 4.510 USD. Nach Abschluss der Konsolidierung sollte Gold nun zeitnah mit dem Breakout auf ein neues 52-Wochenhoch die Trendfortsetzung ins Visier nehmen. Es bietet sich an, bestehende Long-Positionen mit einem Stop-Loss im Bereich der Marke von 4.000 USD abzusichern.

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Rohstoffs Gold Future Contract (Basiswert) könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment der Endlos-Turbo Long der DZ BANK (WKN: DU3YZ3) auf den Gold Future Contract-Rohstoff anbieten. Der Endlos-Turbo Long richtet sich an Anleger, die überproportional (gehebelt) an einer Kursentwicklung des Gold-Future Contract-Rohstoffs oberhalb der Knock-Out-Barriere partizipieren möchten. Die Partizipation wirkt dabei in beide Richtungen, d.h. man partizipiert gehebelt an allen Kursentwicklungen (negativen wie positiven) des Basiswerts. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert der Endlos-Turbo Long auf kleinste Kursbewegungen. Sollte der Kurs des Gold Future Contract-Rohstoffs an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit des Endlos-Turbo Long auf oder unter der Knock-Out-Barriere notieren (Knock-Out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo wertlos. Die Barriere, die stets dem aktuellen Basispreis entspricht, und der Basispreis selbst werden jeden Tag angepasst. Der Endlos-Turbo Long auf den Rohstoff des Basiswerts Gold Future Contract hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann den Endlos-Turbo Long an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen. Nach Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern zuvor kein Knock-out-Ereignis eintritt, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem EUR-Gegenwert der Differenz zwischen Kurs der Aktie des Basiswerts Gold Future Contract am jeweiligen Einlösungstermin bzw. ordentlichen Kündigungstermin und Basispreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis von 0,1.

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger, wenn der Kurs des Rohstoffs auf den Basiswert Gold Future Contract zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihre Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 07.01.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion

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12 Kommentare

  1. Jonas Schneider am

    Die Statistik des World Gold Council, die 5,2 Milliarden USD an Zuflüssen in Gold-ETFs im November 2025 ausweist, ist bemerkenswert; ist dieser Trend auch in den darauffolgenden Monaten anhaltend?

    • Gute Frage! Die anhaltende geopolitische Unsicherheit scheint diese Zuflüsse weiterhin zu stützen, aber die Zinsentwicklung könnte ein Faktor sein.

  2. Emma Schneider am

    Die Erwähnung des US-Angriffs auf Venezuela im Jahr 2026 ist überraschend und wirft die Frage auf, welche konkreten Auswirkungen dies auf die Goldnachfrage in Südamerika haben wird, da die Region dadurch weiter destabilisiert wird.

  3. Die Kombination aus geopolitischen Risiken und der Dollar-Schwäche scheint eine perfekte Grundlage für einen neuen Allzeithoch beim Goldpreis zu schaffen. Ich bin gespannt, ob die Prognosen eintreffen werden.

  4. Die unterschiedlichen Zuflüsse in Gold-ETFs zwischen China (2,2 Mrd. USD) und Nordamerika (1 Mrd. USD) im November 2025 sind interessant. Spiegelt das unterschiedliche Risikobewertungen oder Anlagepräferenzen wider?

  5. Jonas Schäfer am

    Die Leitzinssenkung der US-Notenbank im Dezember und die daraus resultierende Dollar-Schwäche scheinen Gold tatsächlich einen Schub zu geben, wie im Artikel beschrieben. Wie stark wird dieser Effekt voraussichtlich sein, wenn die Zinsen weiter sinken?

  6. Ich finde es bemerkenswert, dass Zentralbanken wie Serbien ihre Goldreserven bis 2030 deutlich erhöhen wollen – von 52 auf 100 Tonnen. Das zeigt ein langfristiges Vertrauen in Gold als Wertanlage.

    • Absolut. Es ist ein klares Signal, dass Zentralbanken Gold als Absicherung gegen Währungsrisiken und geopolitische Spannungen betrachten.

  7. Karl Schneider am

    Es ist faszinierend, dass die National Bank of Poland im November mit 16 Tonnen die meisten Goldkäufe getätigt hat. Gibt es eine offizielle Begründung für diese massive Aufstockung der Reserven?

  8. Peter Schäfer am

    Angesichts der anhaltenden Kämpfe in der Ukraine, die im Artikel erwähnt werden, ist es wenig überraschend, dass Gold als sicherer Hafen weiterhin gefragt ist. Wann könnte man mit einer Entspannung der Lage rechnen, die den Goldpreis beeinflussen könnte?

  9. Die 36%ige Steigerung der Goldkäufe durch Zentralbanken im November im Vergleich zum Vormonat ist ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung von Gold in der globalen Finanzlandschaft.

  10. Die Tatsache, dass der Goldpreis trotz Rekordnotierungen nicht an Nachfrage verliert, deutet auf eine tieferliegende Angst vor wirtschaftlicher Instabilität hin, die über kurzfristige Preisschwankungen hinausgeht.

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