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Der US-Arbeitsmarkt boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt – und die Börse reagiert verschnupft. Wir blicken auf eine Woche voller Kontraste und neuer Rekordmarken.

Eine gemischte Woche liegt hinter den Aktienmarkt-Händlern. Sie begann mit positiven Vorzeichen. Vor allem Technologieaktien hatten einige der Verluste aus der Vorwoche wieder aufgeholt und wurden dabei von einer positiven Ansage bei Nvidia über die immense Nachfrage nach ihren Chips beflügelt.

Aber auch Titel aus dem breiten Markt wurden fleißig gekauft, sodass der Dow-Jones-Index erstmals die Marke von 50.000 Punkten übertraf. Auch der DAX hatte vor diesem Hintergrund wieder die Marke von 25.000 Punkten überwunden. Edelmetalle stabilisierten sich auf ihrem erhöhten Niveau.

US-Arbeitsmarkt im Fokus: Starke Zahlen, gemischte Gefühle

Unterstützt wurde die kräftige Börse zur Wochenmitte durch starke Konjunkturdaten. Der US-Arbeitsmarkt überraschte mit einem kräftigen Beschäftigungsaufbau im Januar um 130.000 Stellen und lag damit deutlich auf der oberen Seite. Die Arbeitslosenquote sank trotz einer geringeren Partizipationsrate den zweiten Monat in Folge leicht auf nunmehr 4,3 Prozent.

Die Kehrseite einer guten Konjunktur ist eine straffere Geldpolitik, und daher wurde der Höhenflug der Kurse bald durch Bankaktien gestoppt, die unter steigenden Leitzinsen leiden würden.

Favoritenwechsel: Wenn Tech-Aktien erwachsen werden

Im weiteren Wochenverlauf kamen noch andere Misstöne hinzu. Ausgelöst durch schwache Zahlen von Cisco Systems erhielten auch Tech-Aktien wieder einen Dämpfer, der sich zu einem breiteren Abverkauf ausweitete. Dies ist ein Zeichen für den ausgeprägten Favoritenwechsel, der sich an den weltweiten Aktienmärkten abspielt.

Die Technologiewerte werden nicht mehr kollektiv in den Himmel gehoben, sondern mittlerweile deutlich nach ihren unterschiedlichen Geschäftsmodellen unterschieden. Auch werden die Auswirkungen von Innovationen im KI-Bereich auf andere Branchen sehr sorgfältig analysiert, wie die immer noch anhaltende Schwäche bei Softwareunternehmen zeigt. Diese Ausdifferenzierung ist insgesamt ein positives Zeichen, denn sie zeigt, dass der Markt nicht von blinder Euphorie getrieben wird.

Ulrich Kater

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