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- Dycom Industries Inc. – WKN: 877158 – ISIN: US2674751019 – Kurs: 341,190 $ (NYSE)
Dycom baut, erweitert und wartet Telekom‑Netze in den USA: Glasfaser in Straßen und Häuser, Funkstandorte, Kabel- und Versorgungsleitungen. Vor allem im Auftrag großer Carrier, Kabelnetzbetreiber und Versorger. Quasi so wie Ciena kommen sie aus dem Telco-Sektor. Geld verdienen sie, indem sie diese Projekte als Dienstleister planen, bauen und über langfristige Rahmenverträge betreiben; die Erlöse kommen also aus Bau- und Serviceaufträgen.
Von KI profitiert Dycom, weil dafür riesige Rechenzentren und extrem leistungsfähige Datenleitungen gebraucht werden. Genau diese Glasfasertrassen und die elektrische Infrastruktur in und zu den Datenzentren baut Dycom zunehmend, insbesondere nach der Übernahme von Power Solutions.
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Rekordquartal
Im Q3 setzt Dycom 1,452 Milliarden Dollar um. Das sind gut 14 % mehr als vor einem Jahr. Nicht nur Zukäufe treiben das, sondern auch das Stammgeschäft. Organisch liegt das Wachstum bei 7,2 %. Treiber sind drei große Themen: Glasfaser bis in die Wohnung. Projekte für Hyperscaler, die ihre Rechenzentren mit Glasfasertrassen anbinden, über lange Strecken und im Campus selbst. Und dazu Wireless-Ausbau plus klassischer Service und Wartung.
Auf der Ertragsseite sieht es noch besser aus. Das bereinigte EBITDA steigt auf 219 Millionen Dollar. Das sind knapp 29 % mehr als im Vorjahr. Die Marge klettert auf 15,1 % und damit fast 2 ppt nach oben. Beim Gewinn je Aktie legt Dycom ebenfalls kräftig zu. GAAP-EPS: 3,63 Dollar, nach 2,37 Dollar im Vorjahr. Übers Jahr gerechnet kommen 9,05 Dollar je Aktie zusammen, statt 6,81 Dollar im Vorjahr. Das Gewinnwachstum liegt also deutlich über dem Umsatzzuwachs.
Cash ist König: DSO runter, Free Cashflow rauf
Beim Cashflow liefert Dycom dieses Quartal ein Brett. Der operative Cashflow liegt bei 220 Millionen Dollar. Das liegt nicht nur an höheren Gewinnen, sondern auch am Working Capital. Die Forderungslaufzeit DSO sinkt von 119 auf 105 Tage. 14 Tage Verbesserung. Das heißt: Geld kommt deutlich schneller rein. Dycom nutzt den starken Cashflow, um Schulden zurückzuführen. Die Nettoverschuldung fällt auf gut 835 Millionen Dollar, während die Liquidität auf über 700 Millionen steigt. Das verschafft Luft. Wichtig, wenn demnächst eine fast 2-Milliarden-Übernahme bezahlt werden muss.
Backlog: Volle Auftragsbücher, viel wiederkehrendes Geschäft
Der Backlog klettert auf 8,2 Milliarden Dollar, ein Rekordwert. Das Entscheidende: Fast 5 Milliarden Dollar davon sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate umgesetzt werden. Das gibt hohe Sichtbarkeit. Spannend sind vor allem die vielen langfristigen Service- und Wartungsverträge.
Dycom baut also nicht nur Netze, sondern hält sie auch am Laufen. Nach dem Quartalsende hat das Unternehmen zusätzliche Vereinbarungen über mehr als 500 Millionen Dollar abgeschlossen, die im vierten Quartal in den Backlog laufen.
Auf der Kundenseite ist Dycom weiter stark diversifiziert, aber klar im Telekom-Cluster. AT&T und Lumen machen jeweils mehr als 10 % des Umsatzes aus. AT&T liegt bei rund 362 Millionen Dollar, Lumen bei 170 Millionen. Weitere Schwergewichte mit mehr als 5 % sind Charter, Comcast, Frontier, Brightspeed und Verizon.
Wachstumstreiber: FTTH, BEAD und Hyperscaler
Glasfaser bis ins Haus ist laut Dycom noch lange nicht durch. Wenn man die Ausbaupläne der Kunden aufaddiert, geht es um etwa 120 bis 125 Millionen Haushalte in den USA, die über Glasfaser erreichbar werden sollen. Viele Programme laufen noch Jahre, einige Kunden erhöhen die Schlagzahl sogar.
Das BEAD-Programm ist ein staatlicher Fördertopf für schnellere Internetnetze, aus dem über mehrere Jahre rund 18 Milliarden Dollar in neue Glasfaser- und Kabelnetze fließen sollen. Ein großer Auftrags-Pool, aus dem sich Dycom bedienen kann. Viele Genehmigungen sind schon durch, der CEO rechnet mit ersten echten BEAD-Umsätzen ab dem Q2 2027 und verweist auf bereits über 500 Millionen Dollar an mündlichen Zusagen (nicht im Backlog), die zeigen, dass Dycom voraussichtlich einen ordentlichen Teil dieses Kuchens abbekommt.
Und dann sind da noch die Hyperscaler und KI. Dycom hat vor ein paar Quartalen ein Datenzentrum-TAM von 20 Milliarden Dollar für Glasfaser rund um AI-Rechenzentren in den Raum gestellt. Das bleibt stehen. Was sich jetzt ändert: Mit der Power-Solutions-Übernahme kommt der elektrotechnische Innenausbau der Rechenzentren obendrauf. Dycom ist dann sowohl für die Glasfasertrassen draußen als auch für die elektrische Infrastruktur drinnen im Spiel.
Power Solutions: Der große Schritt ins Datacenter-Gebäude
Dycom kauft Power Solutions für 1,95 Milliarden Dollar. Rund 293 Millionen werden in Dycom-Aktien bezahlt, der Rest in Cash. Power Solutions setzt etwa 90 % seines Umsatzes mit Rechenzentren um. Für 2025 wird der Umsatz auf rund 1 Milliarde Dollar geschätzt, mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 15 % pro Jahr seit 2020. Die Adjusted-EBITDA-Margen liegen im mittleren bis hohen Zehnerbereich. Dycom kalkuliert mögliche Synergien weder im Kaufpreis noch in der Guidance ein, was Spielraum nach oben lässt.
Dycom nutzt vorhandene Cash-Bestände, nimmt aber auch gut Schulden auf. Pro-forma wird die Nettoverschuldung dann aber immer noch unter 3x des EBITDA liegen. Das Management rechnet damit, diesen Wert innerhalb von 12 bis 18 Monaten wieder Richtung 2x EBITDA zu drücken. Aber bei dem starken Cash-Conversion-Cycle und der zügigen Cashgenerierung geht das.
Aber die Übernahme wird 2027 rund 185 Millionen Dollar an nicht zahlungswirksamer Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte verursachen (verzerrt das EPS). Diese Summe sinkt danach jedes Jahr. Dycom führt deshalb ab dem vierten Quartal ein Non-GAAP-EPS ein, das genau diese Abschreibungen herausrechnet. GAAP-EPS wird dadurch optisch gedrückt, der Cashflow aber nicht.
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Guidance
Auf Gesamtjahressicht hebt Dycom den Ausblick deutlich an. Der Umsatz soll nun zwischen 5,35 und 5,425 Milliarden Dollar landen. Das ist ein Wachstum von 14-15 % gegenüber dem Vorjahr. Wichtig: In diesen Zahlen steckt noch nichts von Power Solutions.
Das vierte Quartal ist saisonal. Dycom rechnet mit 1,26 bis 1,34 Milliarden Dollar Umsatz und einem bereinigten EBITDA zwischen 140 und 155 Millionen. Das GAAP-EPS soll zwischen 1,30 und 1,65 Dollar liegen. Die Spanne ist hier bewusst weiter. Winterwetter, Feiertage und die Geschwindigkeit großer Programme sind schwerer zu prognostizieren als im Sommerquartal. 2026 hat außerdem eine Besonderheit: Es gibt eine 53. Woche. Die fällt in das ohnehin schon anspruchsvolle vierte Quartal. Mehr Tage bedeuten theoretisch mehr Potenzial, aber mit winterlichen Einschränkungen ist das kein einfacher Bonus.
Fazit
Die Story von Dycom wird durch die Übernahme komplexer, aber auch spannender. Hier hat man ein Kerngeschäft, das auf mehrere Jahre gut sichtbar wächst. Und dann gibt es durch die Übernahme einen großen, aber kontrolliert strukturierten Sprung in ein weiteres Wachstumsfeld, Datacenter-Elektrotechnik.
Die Kehrseite: Dycom wird zyklischer, weil es jetzt noch stärker an Capex-Entscheidungen von Hyperscalern und Netzbetreibern hängt. Und steigende Zinsen plus höhere Verschuldung erhöhen die Sensitivität gegenüber einem Abschwung. Daher ist es wichtig, die Entwicklung von Backlog, DSO, Margen und Verschuldung in den nächstenQuartalen sehr aufmerksam zu verfolgen.
Im Moment spricht vieles dafür, dass Dycom die aktuell hohe Nachfrage in nachhaltige Ertragskraft ummünzt. Ich finde die Story sehr spannend. Chart bestätigt meine Sicht.
Viel Erfolg wünscht Euch Valentin
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15 Kommentare
Die Verbesserung der Forderungslaufzeit (DSO) von 119 auf 105 Tage deutet auf ein effizienteres Forderungsmanagement hin – das ist ein gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit des Unternehmens.
Ich finde es positiv, dass Dycom nicht nur von Übernahmen profitiert, sondern auch ein organisches Wachstum von 7,2% verzeichnen kann, insbesondere durch den Ausbau von Glasfasertrassen für Hyperscaler.
Das Angebot, das Webinar als Teil des AktienPuls360 Premium-Service zu erhalten und gleichzeitig 20% Rabatt auf das Jahresabo zu sichern, ist eine attraktive Möglichkeit für Investoren.
Die Ankündigung des Webinars am 5. Januar 2026 mit Rocco Gräfe und Valentin Schelbert klingt interessant, allerdings ist der reguläre Preis von 49,99 Euro ziemlich hoch.
Die Aussage, dass Dycom vom Bedarf an Rechenzentren und leistungsfähigen Datenleitungen durch KI profitiert, erscheint logisch, aber wie hoch ist der tatsächliche Anteil der KI-bezogenen Projekte am Gesamtumsatz?
Die steigenden Gewinne und der gleichzeitig sinkende DSO von 119 auf 105 Tage zeigen eine exzellente Effizienzsteigerung bei Dycom.
Die Übernahme von Power Solutions scheint strategisch sinnvoll zu sein, um die elektrische Infrastruktur für Datenzentren besser bedienen zu können. Gibt es hierzu bereits konkrete Synergieeffekte?
Die Betonung auf den Ausbau der Wireless-Infrastruktur ist wichtig, da 5G und zukünftige Mobilfunkstandards weiterhin treibende Kräfte sein werden. Wie diversifiziert ist Dycom hier aufgestellt?
Ein EBITDA-Anstieg um knapp 29% auf 219 Millionen Dollar ist eine starke Leistung, besonders in Verbindung mit der verbesserten Marge von 15,1%.
Ich frage mich, ob die Projekte im Bereich Glasfaser bis in die Wohnung (FTTH) die gleiche Rentabilität aufweisen wie die Anbindung von Hyperscalern, da dies unterschiedliche Anforderungen mit sich bringt.
Die Strategie, sowohl Bau- als auch Serviceaufträge langfristig zu betreuen, klingt nach einem soliden Geschäftsmodell, das für stabile Erträge sorgen kann.
Ich bin etwas skeptisch, ob Dycom das hohe Wachstumstempo von 14% im nächsten Quartal halten kann, da die Konkurrenz im Bereich der Telekommunikationsinfrastruktur zunimmt.
Die Erwähnung des Umsatzes von 1,452 Milliarden Dollar im Q3 ist beeindruckend, aber wie nachhaltig ist dieses Wachstum wirklich, wenn man bedenkt, dass ein Teil davon auf Zukäufe zurückzuführen ist?
Angesichts des Fokus auf den Telco-Sektor ist es klug, sich durch KI-bezogene Infrastrukturprojekte breiter aufzustellen, um zukunftsfähig zu bleiben.
Der Gewinn je Aktie (GAAP-EPS) hat sich von 2,37 auf 3,63 Dollar verbessert – ein deutlicher Zugewinn für die Aktionäre. Aber wie sieht es mit der Dividendenausschüttung aus?