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  • HUGO BOSS AG – WKN: A1PHFF – ISIN: DE000A1PHFF7 – Kurs: 35,860 € (XETRA)

Kurz vor der Vorlage der Jahresbilanz am morgigen Dienstag streichen die Metzinger ihre Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat der Hugo Boss AG wollen der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025 lediglich die gesetzliche Mindestdividende von 0,04 EUR je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr hatte der Modekonzern noch 1,40 EUR je Aktie ausgeschüttet.

Gleichzeitig kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 200 Mio. EUR an. Das Programm soll bis spätestens 31. Dezember 2027 laufen und aus der laufenden Free-Cashflow-Generierung finanziert werden. Die erworbenen Aktien plant Hugo Boss einzuziehen. Dadurch sinkt die Zahl der ausstehenden Anteile, was den Gewinn je Aktie rechnerisch erhöhen kann.


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Ausschüttungspolitik wird neu ausgerichtet

Mit dem Schritt verschiebt der Modekonzern seine Ausschüttungspolitik deutlich. Während bisher die Dividende im Zentrum der Kapitalrückführung stand, sollen künftig Aktienrückkäufe eine größere Rolle spielen.

Nach Unternehmensangaben sollen Dividende und Aktienrückkäufe zusammen über den Zeitraum bis Ende 2027 eine durchschnittliche jährliche Aktionärsrendite ermöglichen, die in etwa dem Ausschüttungsniveau des Geschäftsjahres 2024 entspricht. Gleichzeitig betont das Management die größere finanzielle Flexibilität, die dieser Ansatz biete und die langfristige Wertschaffung unterstützen solle.

Die Entscheidung fällt in einer Phase niedriger Erwartungen am Markt. Analysten hatten ihre Prognosen zuletzt bereits deutlich zurückgenommen. Laut einer Studie von Deutsche Bank Research sind die Konsensschätzungen für das Jahr 2026 seit dem Strategie-Update Anfang Dezember spürbar gesunken.

Fazit: Der Strategiewechsel von Hugo Boss hin zu Aktienrückkäufen ergibt rechnerisch durchaus Sinn. Es fallen keine Steuern an und Aktionäre profiteren von einem höheren Gewinn pro Aktie. Doch zahlreiche Investoren setzen weiterhin auf eine verlässliche Dividende. Diese dürften mit dem Schritt zunächst verschreckt werden. Entscheidend werden nun die Zahlen und der Ausblick sein, die das Unternehmen morgen vorlegt. Die Erwartungen am Markt sind zwar inzwischen deutlich gesunken, dennoch wird es für den Konzern nicht einfach werden, positiv zu überraschen. Anleger sollten daher den morgigen Tag zunächst abwarten.

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