Listen to the article

0:00
0:00

Kernaussagen

🌐 Translate Article

Translating...

📖 Read Along

💬 AI Assistant

🤖
Hi! I'm here to help you understand this article. Ask me anything about the content!
BONN (dpa-AFX) – Ob Gewinnspiel, Energievertrag oder ein ach so sinnvolles Bauprodukt: Die Anzahl der Beschwerden über unerlaubte Telefonanrufe ist das zweite Jahr in Folge gestiegen.

Im vergangenen Jahr seien 39.842 schriftliche Eingaben eingegangen und damit 2.281 mehr als 2024, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Das war ein Plus von sechs Prozent, 2024 hatte die Zunahme bei acht Prozent gelegen. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2021, als die Aufsichtsbehörde 79.702 Beschwerden erreicht hat, ist der aktuelle Jahreswert noch moderat.

boerse.de-Aktien-Ausblick:
Wie es an den Börsen jetzt weitergeht!
Hier gratis anfordern …

Etwa jede fünfte Beschwerde bezog sich auf Gewinnspiele, die am Telefon angepriesen wurden. Etwa bei jeder zehnten ging es um Dienstleistungen, bei jeder elften um einen Strom- oder Gasvertrag und bei jeder zwölften um Bauprodukte.

Manchmal ging es auch um Photovoltaikanlagen, dies aber längst nicht mehr so häufig wie 2024. Den Rückgang in diesem Segment begründet die Bundesnetzagentur mit einer abschreckenden Wirkung: Man habe verstärkt Bußgelder gegen unseriöse Vermarkter von Solaranlagen festgesetzt. Daher gingen die Firmen wohl vorsichtiger vor, so die Behörde.

Vorherige Einwilligung ist bei Werbeanrufen Pflicht

In Deutschland dürfen Werbeanrufe nur getätigt werden, wenn die Angerufenen vorher eingewilligt haben. Die Einwilligung kann später widerrufen werden – klingelt danach trotzdem das Telefon, ist auch das ein Rechtsverstoß. Eine Beschwerde ist unter www.bundesnetzagentur.de/telefonwerbung-beschwerde möglich.

Die Bonner Aufsichtsbehörde verdonnerte die halbseidenen Werbefirmen im vergangenen Jahr zu Bußgeldern von insgesamt 1,1 Millionen Euro; das waren rund 0,3 Millionen Euro weniger als 2024. Erstmals sanktionierte die Behörde auch Verstöße gegen die seit 2021 geltende Vorschrift, Werbeeinwilligungen zu dokumentieren und aufzubewahren.

„Unerlaubte Werbeanrufe schaden Verbraucherinnen und Verbrauchern massiv und sind zugleich ein ernstes Problem für den Wettbewerb in den betroffenen Branchen“, sagte Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller. „Wir gehen weiter mit Nachdruck gegen Unternehmen vor, die unerlaubte Telefonwerbung betreiben.“/wdw/DP/zb

Quelle: dpa-AFX

Den vollständigen Artikel hier lesen

Teilen.

Über boerse.de boerse.de ist Europas erstes Finanzportal und steht seit 1994 für unabhängige Informationen rund um die Themen Börse und Wirtschaft. Das Portal mit Sitz in Rosenheim fokussiert sich auf den langfristigen Vermögensaufbau und ist bekannt für seine Strategie der „Champions-Aktien“. Neben aktuellen Kursdaten bietet boerse.de umfangreiche Analysen, den BCDI-Index und eigene Fonds-Lösungen an.

12 Kommentare

  1. 1,1 Millionen Euro Bußgelder sind eine Hausnummer, aber reicht das wirklich aus, um die Werbefirmen abzuschrecken? Angesichts der hohen Gewinne, die mit solchen Anrufen erzielt werden können, könnte eine deutlich höhere Strafsumme notwendig sein.

  2. Die sechs prozentige Zunahme der Beschwerden im Vergleich zum Vorjahr ist besorgniserregend, auch wenn sie geringer ist als die achtprozentige Zunahme im Jahr 2023. Was sind die Hauptgründe für diesen anhaltenden Trend?

  3. Laura R. Müller am

    Mich wundert, dass die Bußgelder im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, obwohl die Beschwerdezahlen gestiegen sind. Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Wurden weniger Fälle untersucht oder die Strafen geringer ausgefallen?

  4. Die Zahl von fast 40.000 Beschwerden im letzten Jahr ist alarmierend, aber immer noch deutlich unter dem Rekord von 2021 mit fast 80.000. Gibt es eine Erklärung dafür, warum die Beschwerdezahlen trotz des Anstiegs nicht wieder so hoch sind wie damals?

  5. Hans Schneider am

    Die Aufteilung der Beschwerden nach Themen – Gewinnspiele, Dienstleistungen, Verträge, Bauprodukte – ist sehr aufschlussreich. Es zeigt, welche Bereiche besonders problematisch sind und wo die Bundesnetzagentur ihre Ressourcen konzentrieren sollte.

  6. Ich finde es gut, dass die Bundesnetzagentur aktiv gegen diese illegalen Anrufe vorgeht, aber es scheint ein Katz-und-Maus-Spiel zu sein. Die Firmen ändern ihre Methoden ständig, um der Strafverfolgung zu entgehen. Braucht es da nicht noch strengere Gesetze und Kontrollen?

    • Jonas G. Schmidt am

      Das stimmt leider, es ist ein ständiges Anpassen der Strategien nötig. Vielleicht könnte eine europaweite Zusammenarbeit helfen, um die Täter effektiver zu verfolgen.

  7. Peter Hoffmann am

    Dass etwa jede fünfte Beschwerde sich auf Gewinnspiele bezieht, zeigt, wie hartnäckig diese Masche ist. Ich frage mich, ob die Verbraucher hier nicht besser aufgeklärt werden müssten, um solche Anrufe von vornherein zu erkennen.

  8. Es ist gut, dass Klaus Müller betont, dass diese Anrufe nicht nur Verbraucher schädigen, sondern auch den Wettbewerb verfälschen. Das Problem geht also weit über den individuellen Ärger hinaus und betrifft die gesamte Wirtschaft.

  9. Jonas Hoffmann am

    Die Tatsache, dass die Dokumentation von Werbeeinwilligungen nun auch sanktioniert wird, ist ein wichtiger Schritt. Es ist gut, dass die Bundesnetzagentur hier genauer hinsieht, denn oft werden diese Einwilligungen ja auch nur vorgetäuscht.

  10. Es ist positiv zu sehen, dass die Bundesnetzagentur Bußgelder gegen unseriöse Solaranlagen-Vermarkter verhängt hat, was offenbar zu einem Rückgang der Beschwerden in diesem Bereich geführt hat. Könnte man diese Strategie nicht auch auf andere Bereiche, wie beispielsweise Gewinnspiele, ausweiten?

  11. Hans U. Fischer am

    Ich habe selbst kürzlich einen solchen Anruf erhalten, bei dem mir ein Energievertrag angeboten wurde. Es ist wirklich nervig und man fühlt sich regelrecht belästigt. Die Möglichkeit, online Beschwerde einzureichen, ist aber sehr hilfreich.

Einen Kommentar hinterlassen

Exit mobile version