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  • Hapag-Lloyd AG – WKN: HLAG47 – ISIN: DE000HLAG475 – Kurs: 114,100 € (XETRA)

Nun richtet sich der Blick des 85-jährigen Reeders offenbar auf ein Ziel, das in Hamburg bislang als kaum angreifbar gilt: Hapag-Lloyd.

Nach Informationen des manager magazins sondiert Aponte seit Längerem Möglichkeiten, beim deutschen Rivalen einzusteigen und auf Sicht die Mehrheit zu übernehmen. Hapag-Lloyd selbst will sich dazu nicht äußern. Doch schon die Möglichkeit eines solchen Vorstoßes zeigt, wie stark sich die Machtverhältnisse in der globalen Containerschifffahrt verschoben haben. MSC ist längst die größte Containerreederei der Welt, Hapag-Lloyd bleibt als Nummer fünf der Branche strategisch hochattraktiv.

Apontes Luxusproblem

Der MSC-Patron verfügt über gewaltige Mittel. Während der Pandemie erzielten die großen Containerreedereien Rekordgewinne. Aponte hat diese Mittel seither konsequent in Expansion umgewandelt. 2024 stieg MSC mit 49,9 % bei der Hamburger Hafengesellschaft HHLA ein, zuletzt kaufte der Konzern eine Flotte von Öltankern hinzu. Auch eine Beteiligung am Billigflieger Easyjet wurde geprüft, wohl mit Blick auf die wachsende Kreuzfahrtsparte.

Hapag-Lloyd wäre allerdings ein Deal anderer Größenordnung. Die Hamburger Reederei ist nicht nur ein traditionsreicher deutscher Konzern, sondern auch ein zentraler Akteur im europäischen Logistikgefüge. Ein Einstieg von MSC hätte daher auch industriepolitisches Gewicht.



Auf den ersten Blick wirkt Hapag-Lloyd gut geschützt. Die beiden wichtigsten Ankeraktionäre, Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV, halten jeweils rund 30 % des Kapitals. Beide Seiten sind durch einen Aktionärspakt verbunden, der sie zum Festhalten an ihrem Investment und zu gemeinsamer Stimmrechtsausübung verpflichtet. Die Vereinbarung wurde bis Ende 2030 verlängert.

Die mögliche Schwachstelle liegt in Chile

Aponte scheint dennoch auf eine Öffnung zu setzen. Nach Darstellung des manager magazins richtet sich sein besonderes Augenmerk auf die chilenische Seite. Dort haben sich bei Quiñenco, der Muttergesellschaft von CSAV, zuletzt die Machtverhältnisse verändert. Der langjährige CEO Francisco Pérez Mackenna wechselte in die Politik und wurde chilenischer Außenminister. Sein Nachfolger Macario Valdés Raczynski gilt dem Bericht zufolge als nüchterner Finanzmanager, der weniger emotional an der Schifffahrt hängt.

Zugleich hat sich Quiñenco-Patriarch Andrónico Luksic Craig aus dem operativen Einflussbereich zurückgezogen. Damit könnte eine neue Generation von Entscheidern stärker nach Renditegesichtspunkten auf das Beteiligungsportfolio blicken. Für Aponte wäre das eine mögliche Eintrittspforte. Ein attraktives Angebot könnte in Santiago zumindest die Frage aufwerfen, ob die Beteiligung an Hapag-Lloyd weiter strategisch unverzichtbar ist.

Aber selbst bei einem Verkauf der chilenischen Beteiligung wäre der Weg zur Kontrolle über Hapag-Lloyd nicht frei. Klaus-Michael Kühne gilt als langfristig denkender Investor mit starkem Interesse am Standort Hamburg. Zudem halten Investoren aus Katar und Saudi-Arabien zusammen 22,5 % an Hapag-Lloyd. Erst wenn mehrere Ankeraktionäre ihre Positionen überdenken würden, entstünde eine realistische Machtoption für MSC.

Doch Aponte agiert nicht unter Zeitdruck. Ende vergangenen Jahres übertrug er die Mehrheit seiner MSC-Anteile an seine Kinder Diego und Alexa Aponte. Beide spielen Schlüsselrollen im Konzern: Diego Aponte im operativen Geschäft, Alexa Aponte als Finanzchefin. Branchenkenner sehen beide klar auf der Expansionslinie ihres Vaters.

Fazit: Der Bericht des manager magazins zeigt keinen unmittelbar bevorstehenden Übernahmedeal, aber eine relevante Verschiebung. Hapag-Lloyd ist durch seine Aktionärsstruktur weiter stark abgesichert. Doch MSC verfügt über Kapital, Geduld und Expansionswillen. Genau diese Kombination macht den Vorstoß besonders: Noch steht die Mauer, aber Aponte sucht offenbar bereits nach dem ersten losen Stein.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 18,63 17,77 18,21
Ergebnis je Aktie in EUR 5,18 -1,51 -2,44
KGV 22
Dividende je Aktie in EUR 3,00 2,00 2,00
Dividendenrendite 2,59% 1,72% 1,72%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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