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Finanzexperte Hendrik Leber erklärt, warum Amerikas neue Unberechenbarkeit der Wirtschaft schadet und Investoren sowie Verbündete weltweit verunsichert.

Der Supreme Court hat die willkürlichen US-Zölle aus dem Jahr 2025 für rechtswidrig erklärt. Die US-Zollbehörde setzt die Erhebung ab sofort aus. Donald Trump reagierte prompt und kündigte im Gegenzug einen Pauschalzoll von 15 Prozent auf sämtliche Importe an.

Länder, mit denen Trump zuvor mühsame „Deals“ ausgehandelt hatte, stehen nun fassungslos vor den Trümmern ihrer Planungen.

Am Ende ist es nicht allein die Höhe der Zölle, die das Wachstum bremst – es ist die fatale Unberechenbarkeit der Wirtschaftspolitik – und eine enorme Ungewissheit.

Die Rückkehr der Gewaltenteilung in den USA

Was gilt denn nun? Die Sache ist im Kern recht einfach: In westlichen Demokratien liegt das Vorrecht zur Erhebung von Steuern und Zöllen beim Parlament. Die Exekutive – also die Regierung – darf sich nur in extremen Ausnahmesituationen kurzzeitig darüber hinwegsetzen.

Im Jahr 2025 schauten die Kammern des US-Kongresses jedoch tatenlos zu, wie sie entmachtet wurden; sie blieben zahnlos. Nun hat die Judikative als dritte Gewalt im Staat diesem Gewaltenmissbrauch einen Riegel vorgeschoben. Der Supreme Court erinnert die Regierung an die verfassungsmäßigen Grenzen ihrer Macht.

Der Ökonom Dr. Hendrik Leber ist Gründer und Geschäftsführer der ACATIS Investment KVG mbH. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.

Unamerikanische Zölle und historische Parallelen

Dabei sollte man eines nicht vergessen: Die Wiege der US-amerikanischen Nation liegt in der „Boston Tea Party“ – einer Revolte gegen die ungerechte Besteuerung durch die Briten. Willkürliche Zölle, wie wir sie 2025 erlebt haben, sind im Kern zutiefst unamerikanisch und widersprechen dem Gründungsgeist der USA.

Dennoch herrscht bei Handelspartnern wie der EU massive Verunsicherung. Die große Frage lautet: Sind die mühsam mit Washington ausgehandelten Abkommen überhaupt noch das Papier wert, auf dem sie stehen?

Gift für Investitionen – das Ende der Verlässlichkeit

Es ist eine uralte Weisheit, dass die Wirtschaft vor allem eines braucht: verlässliche Rahmenbedingungen. Unternehmen müssen die Spielregeln kennen, um langfristig investieren zu können.

Nobelpreisträger Daron Acemoglu betonte bereits, dass Nationen vor allem dann prosperieren, wenn Wirtschaftsakteure sicher sein können, die Früchte ihrer Arbeit auch ernten zu dürfen.

Folgen für Wirtschaft und Wachstum

Wenn diese Verlässlichkeit fehlt, stirbt der Investitionswille. Genau dieses Szenario erleben wir aktuell in den USA. 

Das ständige Hin und Her, das politische Hickhack und die juristischen Kehrtwenden schaden nicht nur den amerikanischen Bürgern, sondern auch ihren engsten Verbündeten.

Hendrik Leber

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