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-Konzern verkaufte im vergangenen Jahr 422.510 Lkw und Busse, wie das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einem Rückgang von acht Prozent.

Im für die Schwaben so wichtigen Markt Nordamerika brach der Absatz um 26 Prozent ein. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch 141.814 Fahrzeuge. Der Markt in Nordamerika schwächelt, weil sich Speditionen derzeit beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen. Im vierten Quartal allein gesehen war der Absatzschwund mit 27 Prozent ähnlich hoch wie im Gesamtjahr.

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Die Marke Mercedes-Benz Trucks, die vor allem in Europa und Lateinamerika vertreten ist, verkaufte vergangenes Jahr 159.871 Fahrzeuge und blieb damit auf Vorjahresniveau. Das Segment Trucks Asia steigerte seinen Absatz hingegen um vier Prozent auf 107.055 Einheiten. Auch bei den Bussen zog der Absatz leicht an. Daimler Buses verkaufte mit 26.991 Fahrzeugen zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Hinter dem Nutzfahrzeughersteller liegt ein schwieriges Geschäftsjahr. So sank der Umsatz in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Der Gewinn ging mit einem Minus von 31 Prozent auf rund 1,57 Milliarden Euro deutlich zurück. Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2025 will Daimler Truck Mitte März vorlegen. Dann soll auch eine Prognose für das neue Jahr stehen.

Sparprogramm angekündigt

Der Konzern will wettbewerbsfähiger werden und hat deshalb unter anderem das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken, dafür sollen in Deutschland rund 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. In Nordamerika soll ebenfalls gespart werden. Maßnahmen zur Senkung der Produktionskapazitäten betreffen dort nach früheren Angaben von Finanzchefin Eva Scherer mehr als 2.000 Jobs./rwi/DP/men

Quelle: dpa-AFX

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15 Kommentare

  1. Ein Umsatzrückgang von acht Prozent auf 36,5 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten ist besorgniserregend. Welche konkreten Schritte unternimmt Daimler Truck, um den Umsatz wieder zu steigern und die Profitabilität zu verbessern?

  2. Die Situation in Nordamerika scheint besonders kritisch zu sein. Könnte Daimler Truck alternative Absatzstrategien für diesen Markt in Betracht ziehen, beispielsweise durch die Fokussierung auf spezielle Fahrzeugtypen oder neue Kundengruppen?

    • Das wäre eine sinnvolle Ergänzung zum Sparprogramm. Eine Diversifizierung des Angebots könnte helfen, die Abhängigkeit von den traditionellen Speditionen zu verringern.

  3. Peter Schneider am

    Ein Absatz von 422.510 Lkw und Bussen insgesamt ist immer noch eine beachtliche Zahl, aber der Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist nicht zu ignorieren. Wie sieht Daimler Truck die langfristigen Auswirkungen dieser Entwicklung?

  4. Die leichte Steigerung beim Absatz von Bussen (26.991 Fahrzeuge, +2%) ist ein positiver Trend, aber reicht das aus, um die Verluste im Lkw-Bereich auszugleichen? Es scheint ein unausgewogenes Wachstum zu sein.

  5. Das Sparprogramm „Cost Down Europe“ mit dem Ziel, bis 2030 über eine Milliarde Euro zu sparen, klingt ambitioniert. Sind 5.000 Stellenabbau in Deutschland wirklich die einzige Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen?

  6. Die Tatsache, dass Mercedes-Benz Trucks in Europa und Lateinamerika stabil blieb bei 159.871 Fahrzeugen, während Nordamerika so stark einbrach, deutet auf regionale Unterschiede in der Nachfrage hin. Könnte das eine Verschiebung der Märkte bedeuten?

  7. Jonas W. Schneider am

    Es ist bemerkenswert, dass das Segment Trucks Asia einen Absatzanstieg von vier Prozent auf 107.055 Einheiten verzeichnete. Welche Strategien wurden dort erfolgreich umgesetzt, die sich möglicherweise auf andere Märkte übertragen lassen?

  8. Ich bin gespannt, ob die angekündigten Maßnahmen zur Senkung der Produktionskapazitäten in Nordamerika (über 2.000 Jobs) ausreichen werden, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Es ist ein riskanter Schritt.

  9. Ein Gewinnrückgang von 31 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro ist deutlich spürbar. Wie bewertet Daimler Truck die Auswirkungen der US-Zölle auf diese Entwicklung konkret?

  10. Emma X. Schneider am

    Die Prognose für das neue Jahr, die Daimler Truck Mitte März vorlegen will, ist entscheidend. Ich hoffe, sie berücksichtigen die Unsicherheiten durch die US-Zölle und geben eine realistische Einschätzung.

  11. Jonas Z. Schneider am

    Der Absatzschwund im vierten Quartal mit 27 Prozent bestätigt den negativen Trend in Nordamerika. Gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessern wird, oder ist mit weiteren Rückgängen zu rechnen?

  12. Laura Y. Becker am

    Der Absatzrückgang von 26 Prozent in Nordamerika ist alarmierend; ist dieser Einbruch hauptsächlich auf die Zurückhaltung der Speditionen zurückzuführen oder spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise höhere Zinsen?

  13. Die Zurückhaltung der Speditionen bei der Bestellung neuer Fahrzeuge deutet auf eine pessimistische Wirtschaftserwartung hin. Glaubt Daimler Truck, dass diese Stimmung sich bald ändern wird, oder ist das ein strukturelles Problem?

    • Lea X. Schäfer am

      Das ist eine sehr gute Frage. Die Zinsentwicklung und die allgemeine wirtschaftliche Lage in den USA spielen sicherlich eine große Rolle bei der Investitionsbereitschaft der Speditionen.

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