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Welche Branchen sind vor der KI-Revolution sicher? Diese Frage dominiert gerade die Märkte – mit überraschenden Gewinnern.
Die Angst vor den Folgen von KI ist groß. Praktisch wöchentlich trifft sie eine andere Branche. Fast schon panikartig verkaufen Anleger ihre Aktien. Oft reicht es aus, dass ein KI-Unternehmen einen Blogartikel mit neuen Funktionen und Anwendungen für seine Tools postet. Besonders Software-Aktien zählen zu den Opfern dieses „AI Scare Trades“.
Investoren suchen deshalb jetzt nach Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle nicht durch KI gefährdet oder gar ersetzt werden können. Josh Brown, Chef des US-Vermögensverwalters Ritholtz Wealth Management, hat für diese Aktien einen Namen gefunden, der an der Wall Street schnell die Runde gemacht hat: HALO.
Das Akronym Halo steht dabei für:
- Heavy Assets (Schwere/Physische Anlagen)
- Low Obsolescence (Geringes Veralterungsrisiko)
Während die letzten zehn Jahre von „Asset-Light“-Unternehmen (Software, Plattformen) dominiert wurden, findet jetzt eine massive Flucht in die physische Welt statt. Unternehmen, die in dieses Schema passen, zeichnen sich durch zwei Merkmale aus:
- Physische Barrieren: Sie besitzen Infrastruktur, die Milliarden gekostet hat und Jahrzehnte zum Aufbau brauchte (z. B. Schienen, Pipelines, Strommasten).
- KI-Resistenz: Ihr Kernprodukt ist ein physisches Gut oder eine Dienstleistung vor Ort, die nicht durch ein Sprachmodell ersetzt werden kann.
„KI kann Schokolade nicht überflüssig machen“
Das Kalkül der Halo-Anleger: Eine KI kann zwar einen Roman schreiben oder Code optimieren, aber sie kann keine physische Pipeline bauen oder Zement gießen. Es dauert Jahrzehnte und kostet Milliarden, ein Schienen- oder ein Stromnetz aufzubauen. Eine KI-Konkurrenz kann hier nicht „einfach so“ entstehen. Es ist die Suche nach dem „Unzerstörbaren“ in einer Welt, die durch KI gerade komplett auf den Kopf gestellt wird. Josh Brown fasst es in seinem Podcast so zusammen: „Kein großes Sprachmodell wird Schokolade, Seniorenwohnanlagen, Flugzeuge, Traktoren, Glasfaser- und Bildschirmglas, Asphalt und so weiter überflüssig machen.“
Google Finance
Hohe Bewertung
Kritiker warnen allerdings, dass der HALO-Trade eine „Angst-Blase“ sein könnte. Sollte sich zeigen, dass die KI-Disruption bei Softwarefirmen doch langsamer verläuft als gedacht, könnten die teuer gewordenen HALO-Werte schnell korrigieren. Außerdem passt ein stark steigender Kurs nicht zu den langsam wachsenden Gewinnen, die diesen Geschäftsmodellen immanent sind. Entsprechend ambitioniert sind viele Unternehmen inzwischen bewertet. LBBW-Aktienstratege Uwe Streich fürchtet: „Die Sektorrotation hin zu den HALOs scheint in gewisser Weise auf Sand gebaut zu sein.“
Tatsächlich hat der Branchenindex S&P Energy mit Ölwerten wie Chevron oder Exxon seit Januar 22,55 Prozent zugelegt. Der Index S&P Grundstoffe, zu dem Chemiekonzerne wie Dow und DuPont gehören, gewann 17,2 Prozent. Der S&P-Index für Basiskonsumgüter stieg um 15,4 Prozent – zu diesem Sektor gehören unter anderem Konzerne wie der Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive, der Schokoladenhersteller Hershey’s oder Einzelhandelskonzerne wie Walmart oder Costco.
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Der Text stammt aus dem Angebot von „Money + Mind“, der Börsen-Community von „René will Rendite“. Wenn Sie regelmäßig aktuelle Kommentare zum Börsengeschehen, Anlagetipps und Denkanstöße für mehr Lebensqualität haben wollen, dann werden Sie jetzt Mitglied. Die ersten 30 Tage sind kostenlos! Hier „Money + Mind“ entdecken
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6 Kommentare
Solid analysis. Will be watching this space.
Interesting update on Nun macht an den Märkten der Halo-Trade die Runde. Looking forward to seeing how this develops.
Great insights on News. Thanks for sharing!
Good point. Watching closely.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.