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– ©iStock

LONDON (dpa-AFX) – Die Ölpreise haben sich zum Wochenbeginn kaum vom Fleck bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Montagmorgen nach dem langen Feiertagswochenende in den USA zuletzt 72,01 US-Dollar, das waren 0,15 Prozent weniger als vor dem Wochenende. Am Freitag hatte es einen dünnen Handel gegeben aufgrund des Feiertags zur Unabhängigkeit in den USA am Samstag.

Für dich zusammengefasst:

Die Öl-Notierungen haben damit bisher kaum auf die neuesten Nachrichten der Opec+ reagiert. Wie am Sonntag mitgeteilt wurde, will das Ölkartell mehr Öl (Rohöl) in den Markt pumpen. Im August werde die Produktion um täglich 188.000 Barrel (je 159 Liter) ausgeweitet, teilte eine Kerngruppe aus sieben Staaten mit. Zugleich behielten sich die Länder vor, den Produktionszuwachs je nach Marktsituation zu beschleunigen, auszusetzen oder rückgängig zu machen, hieß es.

Im zweiten Quartal war der zwischenzeitlich stark gestiegene Preis für Brent-Rohöl am Ende um 30 Prozent gefallen, nachdem Washington und Teheran ein vorläufiges Friedensabkommen geschlossen hatten. Dieses machte den Weg für eine zügige, wenn auch noch unvollständige Normalisierung des Verkehrs durch die Straße von Hormus frei. Vor diesem Hintergrund gehen nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg mehrere Wall-Street-Banken davon aus, dass die Preise in der zweiten Jahreshälfte weiter fallen könnten. Experten von der Citigroup halten einen Rückgang bis auf 60 US-Dollar je Barrel bis zum Jahresende für möglich.

OPEC-Länder, die besonders stark unter dem Krieg gelitten haben, seien nun beim Wiederaufbau ihrer Produktion und Ausfuhren, schrieben Analysten von RBC Capital Markets in einer Studie. Allerdings gebe es nur eine geringe Bereitschaft, einen von der Angebotsseite ausgelösten Preissturz zu riskieren./stk/mis

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