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Im dritten Geschäftsquartal stieg der Umsatz auf 17,19 Mrd. USD und lag damit über den Erwartungen von 16,91 Mrd. USD. Zugleich sprang der Bestand an verbleibenden Leistungsverpflichtungen, der für künftige vertraglich gesicherte Umsätze steht, um 325 % auf 553 Mrd. USD. Für das laufende vierte Quartal stellt Oracle einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,96 bis 2,00 USD in Aussicht. Der Markt quittierte das mit einem Kurssprung von gut 8 % nachbörslich.

Noch wichtiger als die Quartalszahlen ist jedoch der Blick nach vorn. Oracle hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Mrd. USD an und liegt damit klar über den bisherigen Analystenschätzungen von 86,6 Mrd. USD. Das Signal ist eindeutig: Das Management versteht den aktuellen Nachfrageboom rund um KI-Rechenzentren nicht als kurzfristige Übertreibung, sondern als strukturelle Wachstumsphase, die weit über das laufende Jahr hinausreichen soll.

Damit adressiert Oracle genau den neuralgischen Punkt der Investmentstory. Der Konzern investiert aggressiv in Rechenzentren, Stromkapazitäten und Hochleistungsinfrastruktur, finanziert diesen Ausbau aber in erheblichem Umfang über Fremdkapital. Die entscheidende Frage lautete deshalb bislang, ob aus dem hohen Kapitaleinsatz rasch genug belastbare Erträge werden. Nach diesem Quartal fällt es schwerer, daran zu zweifeln.

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