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Auf dem Investorentag in New York machte Vorstandschef Cristiano Amon klar, dass Qualcomm nicht länger nur vom nächsten Handyzyklus abhängig sein will. Die Botschaft lautet: Künstliche Intelligenz soll künftig überall laufen, und Qualcomm will an möglichst vielen Stellen der Wertschöpfungskette verdienen.

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Amon erinnerte daran, dass er vor fast genau fünf Jahren den Vorstandsvorsitz übernommen hatte. Damals begann Qualcomm, sich aus der engen Abhängigkeit vom Mobilfunkgeschäft zu lösen. Heute sieht das Management diesen Umbau als abgeschlossen genug an, um das nächste Kapitel aufzuschlagen. Aus dem ehemals stark auf Smartphones fokussierten Halbleiterkonzern soll ein breit aufgestellter Anbieter für KI-Rechenleistung, Konnektivität und Plattformsoftware werden.

Der finanzielle Anspruch ist entsprechend hoch. Finanzchef Akash Palkhiwala stellte für das Geschäftsjahr 2029 Umsätze von 40 Mrd. USD außerhalb des klassischen Smartphone-Geschäfts in Aussicht. Vor 18 Monaten hatte Qualcomm für diese Bereiche noch 22 Mrd. USD genannt. Das entspricht einer nahezu verdoppelten Zielmarke und einem erwarteten jährlichen Wachstum von 40 % zwischen 2025 und 2029. Zugleich soll der Gewinn je Aktie bis 2029 auf mehr als 18 USD steigen. Langfristig sieht das Management sogar die Chance, den Konzernumsatz auf 100 Mrd. USD zu skalieren.

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