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(neu: Kursreaktion nach US-Börsenstart)

SANTA CLARA (dpa-AFX) – Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst. Die Umsatzprognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street: Die Intel-Aktie sackte kurz nach US-Handelsstart am Freitag um mehr als 16 Prozent auf rund 45,51 Dollar ab und war mit Abstand größter Verlierer im technologielastigen Index Nasdaq 100 . Allerdings hatte das Papier in den vergangenen Wochen einen steilen Kursanstieg hingelegt.

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Seit dem Jahreswechsel steht nach den jüngsten Verlusten nun noch ein Kursgewinn von rund 23 Prozent zu Buche. Zum Börsenschluss am Donnerstag waren es noch rund 47 Prozent gewesen.

Auch für den Branchenexperten Harlan Sur von der US-Bank JPMorgan war der Kursanstieg der vergangenen Wochen zu viel des Guten. Er hob sein Kursziel in einer Studie vom Freitag zwar an, allerdings nur von 30 auf 35 US-Dollar. Seine Einstufung für die Aktie lautet weiterhin auf „Underweight“. Die jüngsten Kennzahlen des Halbleiterkonzerns fand er zwar besser als erwartet. Der Ausblick des Managements auf das laufende Jahr habe jedoch enttäuscht.

Intel-Finanzchef David Zinsner sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, es brauche unter anderem Zeit, die Produktionskapazitäten bei der neuen Chipgeneration von Intel hochzufahren. In dieser Situation wolle das Unternehmen in den kommenden Monaten bevorzugt die starke Nachfrage nach Technik für Rechenzentren bedienen. Der Konzern habe den Bedarf in dem Bereich bei seinen Planungen unterschätzt.

Analyst Jay Goldberg von Seaport Research verwies im US-Sender CNBC auch auf die Knappheit bei Speicherchips, wegen der weniger PCs mit Intel-Chips gebaut werden könnten. Grund für die Engpässe ist, dass der Bedarf an Speicher für KI-Rechenzentren die Produktionskapazitäten strapaziert.

Im vergangenen Quartal übertraf Intel noch die Erwartungen der Analysten trotz eines Umsatzrückgangs und roter Zahlen. Die Erlöse fielen im Jahresvergleich um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich gab es einen Verlust von 591 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 126 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Intel versucht unter dem seit knapp einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen und gab dafür unter anderem die Pläne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im August bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen. Der Intel-Aktienkurs verdoppelte sich seitdem.

Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren./so/stw/DP/

Quelle: dpa-AFX

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23 Kommentare

  1. Ein Verlust von 591 Millionen Dollar im letzten Quartal ist zwar nicht überraschend angesichts der Krise, aber dennoch besorgniserregend. Wie lange kann Intel solche Verluste verkraften?

  2. Jonas S. Schäfer am

    Die Aussage von Intel-Finanzchef David Zinsner, dass die Hochfahrzeit der neuen Chipgeneration Zeit benötigt, klingt nach einem vorsichtigen Management. Könnte das ein Zeichen dafür sein, dass die Probleme tiefer liegen als erwartet?

  3. Die Subventionen von Präsident Trump scheinen kurzfristig geholfen zu haben, aber sie lösen nicht die grundlegenden Probleme von Intel. Das Unternehmen muss sich neu erfinden.

  4. Die Priorisierung der Rechenzentren-Technik ist verständlich, da Intel hier offenbar die Nachfrage unterschätzt hat. Aber wie wirkt sich das auf die Verfügbarkeit von Chips für andere Bereiche aus, beispielsweise für PCs?

  5. Die Knappheit an Speicherchips, die Jay Goldberg von Seaport Research anspricht, ist ein kritischer Punkt. Wenn weniger PCs gebaut werden können, könnte das die gesamte PC-Branche belasten.

  6. Nvidia hat Intel im Bereich der KI-Chips überholt, das ist eine klare Warnung. Welche konkreten Maßnahmen plant Intel, um hier wieder aufzuholen?

  7. Der Verzicht auf das Werk in Magdeburg ist eine mutige, aber riskante Entscheidung. Welche langfristigen Konsequenzen hat dieser Schritt für Intels Präsenz in Europa?

  8. Lukas Schneider am

    Lip-Bu Tan steht vor einer enormen Herausforderung, Intel aus der Krise zu führen. Sind Kostensenkungen allein ausreichend, um die Probleme zu lösen?

  9. Die Verdoppelung des Aktienkurses seit August ist beeindruckend, aber auch fragil, wenn man die aktuellen Probleme betrachtet. War dieser Anstieg rein spekulativ?

  10. Die Entwicklung ist enttäuschend, aber ich erinnere mich an Zeiten, in denen Intel den Halbleitermarkt dominierte. Gibt es noch eine Chance für eine Renaissance?

  11. Die Konzentration auf Rechenzentren könnte eine kluge Strategie sein, da dieser Markt weiterhin stark wächst. Aber Intel darf das PC-Geschäft nicht vernachlässigen.

  12. Ich bin gespannt, wie sich die Situation im Laufe des Jahres entwickelt. Die Umsatzprognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar wird ein wichtiger Indikator sein.

  13. Die Entwicklung des Aktienkurses ist ein Spiegelbild der Unsicherheit über Intels Zukunft. Es bleibt abzuwarten, ob Lip-Bu Tan das Ruder herumreißen kann.

  14. Laura E. Weber am

    Das Kursziel von JPMorgan wurde zwar angehoben, aber die Einstufung ‚Underweight‘ deutet auf anhaltenden Pessimismus hin. Welche Faktoren sprechen aus Sicht von Harlan Sur gegen eine Investition in Intel?

  15. Die Entscheidung, zuerst die Nachfrage der Rechenzentren zu bedienen, ist strategisch nachvollziehbar, aber ich befürchte, dass dies zu weiteren Lieferengpässen im PC-Bereich führen wird.

  16. Der Kurssturz von über 16% nach Bekanntgabe der Umsatzprognose ist heftig, aber angesichts des vorherigen Anstiegs von 23% seit Jahresbeginn vielleicht nicht ganz unverdient. Wie nachhaltig ist dieser Abwärtstrend wirklich?

  17. Die Tatsache, dass Intel die Erwartungen trotz Umsatzrückgangs übertreffen konnte, zeigt, dass das Unternehmen noch Potenzial hat. Aber es muss schnell handeln, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

  18. Laura Schneider am

    Ich bin kein Experte, aber die Situation scheint mir sehr komplex. Es gibt viele Faktoren, die Intels Erfolg beeinflussen, und es ist schwer vorherzusagen, wie sich das Unternehmen entwickeln wird.

    • Jonas W. Schäfer am

      Da stimme ich zu. Die Abhängigkeit von externen Faktoren wie Speicherchips und staatlichen Subventionen macht Intel anfällig.

  19. Ich habe vor kurzem einen Intel-Prozessor für meinen PC gekauft und war zufrieden mit der Leistung. Hoffentlich werden die Lieferengpässe nicht dazu führen, dass es schwieriger wird, an Intel-Produkte zu gelangen.

  20. Die Abhängigkeit von Speicherchips für KI-Rechenzentren ist ein wachsendes Problem. Intel sollte seine Lieferketten diversifizieren, um solche Engpässe in Zukunft zu vermeiden.

  21. Die Tatsache, dass der US-Staat nun einen Anteil von rund 10% an Intel hält, wirft Fragen nach der strategischen Ausrichtung des Unternehmens auf. Ist das ein Zeichen für staatliche Unterstützung oder eine Form der Kontrolle?

  22. Es ist bemerkenswert, dass Intel trotz Umsatzrückgangs von 4% im letzten Quartal die Erwartungen der Analysten übertraf. Was hat zu dieser Diskrepanz geführt?

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