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SAP um Microsoft enttäuschen die hohen Erwartungen – Meta Platforms
überragt

Schwuppdiwupp – und der DAX hatte ein neues Schwergewicht: Siemens! Denn der Kurs der
SAP-Aktie rauschte in den Keller. Bis zu 16 Prozent. Und damit war Europas größter Softwarehersteller den Titel als wertvollstes DAX-Unternehmen los. Auf der anderen Seite zeigt die Reaktion, wie
Enttäuschungen vom Markt abgestraft werden: Hohe Bewertungen, hohe Erwartungen – und gnadenlose Abstrafung, wenn auch nur das Geringste nicht passt!

Das musste auch unser Portfoliowert Microsoft aus dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und
dem Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value erfahren. Die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren zahlen sich nach eigenen Angaben für Microsoft aus. Der Umsatz der Cloud-Sparte hat im
abgelaufenen Quartal die Marke von 50 Milliarden Dollar übersprungen, und die Erwartungen bei Erlösen, Betriebsergebnis und Reingewinn
übertroffen. Aber: Das Cloud-Wachstum übertraf mit einem Plus von 39 Prozent die Analystenprognosen allerdings nur knapp. Wie hoch die Latte der Erwartungen für Microsoft mittlerweile liegt, zeigte
sich im nachbörslichen Handel: Die Aktien des US-Softwarekonzerns verlor trotz guter Zahlen.

Wie es anders geht, hat Meta Platforms gezeigt. Die Facebook-Mutter hat alle Erwartungen
übertroffen. Die Folge: Der Kurs stieg um über 10 Prozent. Und auch Apple läuft weiter wie eine frisch geölte Gelddruckmaschine. Der Umsatz ist im abgelaufenen
Quartal um 16 Prozent auf ein Rekordhoch von 143,8 Milliarden Dollar gestiegen. Was Konzern-Chef Tim Cook zu der zufriedenen Aussage brachte: „Die iPhone-Nachfrage war atemberaubend.“ Was einen
Zuwachs von 23 Prozent auf 85,27 Milliarden Dollar bedeutete. Na, wenn das kein Lächeln wert ist.

S&P 500 über 7.000 Punkten – und nun?

Derweil hat der Der S&P 500 erstmals die 7.000-Punkte-Marke überschritten. Die Marktteilnehmer
warten jedoch auf weitere Ergebnisse der Berichtssaison. Und sie warteten auf die US-Notenbank. Diese beließ den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent und legte somit die erwartete Pause im
Zinssenkungszyklus ein. Allerdings fiel die Entscheidung nicht einstimmig aus, da die vom Weißen Haus nominierten Gouverneure Stephen Miran und Christopher J. Waller sich für eine
weitere Zinssenkung aussprachen. Wichtiger für die Märkte dürfte gewesen sein, wie der geldpolitische Rat seine Entscheidung begründete: Die Fed sprach von solidem Wachstum und weiterhin
niedriger Arbeitslosigkeit. Die Inflation sei zu hoch, stabilisiere sich aber. Fed-Chef Jerome Powell, der ja demnächst von einem seiner schärfsten Kritiker, Kevin Warsh, ersetzt werden soll,
 betonte in der Pressekonferenz, dass die höhere Inflation auf die Zölle zurückzuführen sei und somit temporär sei. Im Dezember war noch von weniger Jobangeboten und moderatem Wachstum bei
steigender Inflation die Rede. Die Fed betonte derweil erneut, dass weitere geldpolitische Entscheidungen datenabhängig sind und von Sitzung zu Sitzung getroffen werden. Von der Seite also nichts
Neues.

Europa weiterhin übergewichtet – vor allem Versicherer

Ansonsten bleiben wir für Europa optimistisch und hier vor allem für den Versicherungssektor. Auch
wenn dieser einen schwächeren Jahresstart hatte. Dies ist unter anderem auf Rückversicherer wie die Münchener Rück (Munich Re) zurückzuführen, die in der wichtigen Erneuerungsrunde zum 1. Januar,
in der etwa 60 Prozent des Rückversicherungsgeschäfts erneuert werden, ihre Preise zum Teil senken mussten. Laut Branchenexperten gingen sie bei Sachkatastrophen-Rückversicherungen im
Jahresvergleich in Europa um gut 10 Prozent zurück. Ob sich die Schwächephase von Aktien der Branche fortsetzt, dürfte vor allem von der anstehenden Berichtssaison abhängen. Geben sich die
Unternehmen trotz niedrigerer Rückversicherungssätze optimistisch, könnten ihre Kurse wieder richtig gut Tritt fassen. Davon sind wir überzeugt.

Ansonsten investieren wir in letzter Zeit immer mehr in Aktien aus Europas zweiter Reihe. Hier
etwas in die spanische Pharmaunternehmen Laboratorios Farmaceuticos Rovi SA, das Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen Diasorin aus Italien oder den niederländischen Chemikalienhändler IMCD.
Denn die Wirtschaft zieht wieder an. So wird für Europa ein Wachstum von 1,5 Prozent erwartet. Für den Euroraum sind es immerhin noch 1,4 Prozent. Und davon sollten vor allem gut aufgestellte
Nebenwerte profitieren. Auch davon sind wir überzeugt.

 

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