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  • Monday.com – WKN: A3CR1P – ISIN: IL0011762130 – Kurs: 97,950 $ (Nasdaq)

Der Umsatz stieg um 25 % auf 333,9 Mio. USD und lag damit über den Erwartungen des Marktes. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,04 USD nach 0,92 USD im Analystenkonsens. Auch operativ zeigte sich das Geschäft robust: Das Non-GAAP-Betriebsergebnis erreichte 41,9 Mio. USD, die operative Marge lag bei 13 %.

Auf GAAP-Basis fiel das Bild verhaltener aus. Das operative Ergebnis sank auf 2,4 Mio. USD, nach 9,6 Mio. USD im Vorjahresquartal, was vor allem auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Das Management beziffert den negativen FX-Einfluss auf die Marge im Quartal auf rund 180 Basispunkte.

Anleger schauen heute vor allem auf den Ausblick. Dieser fällt minimal schwächer aus, als am Markt erwartet. Einige Analysten warnten bereits im Vorfeld vor diesem Szenario. Die monday.com-Aktie hatte sich im allgemeinen Abverkauf der Softwareaktien bereits auf Sicht von drei Monaten nahezu halbiert.

Profitables Wachstum auf Jahressicht

Für das Gesamtjahr 2025 meldete monday.com einen Umsatz von 1,23 Mrd. USD, ein Plus von 27 % gegenüber dem Vorjahr. Das Non-GAAP-Betriebsergebnis stieg auf 175,3 Mio. USD, nach 132,4 Mio. USD im Vorjahr. Die operative Marge blieb mit 14 % stabil. Der Free Cashflow erhöhte sich auf 322,7 Mio. USD, was einer Marge von 26 % entspricht und die zunehmende Skalierbarkeit des Geschäftsmodells unterstreicht.

CFO Eliran Glazer sprach von „starken finanziellen Ergebnissen mit solidem Umsatzwachstum sowie Rekorden bei operativem Gewinn und Cashflow“. Zwar sorgten Wechselkurse kurzfristig für Druck, die fundamentale Nachfrage bleibe jedoch intakt.

Strategisch profitiert monday.com zunehmend vom Ausbau des Enterprise-Geschäfts. Kunden mit einem jährlichen Vertragsvolumen von mehr als 50.000 USD stellen inzwischen 41 % des gesamten ARR, nach 36 % ein Jahr zuvor. Besonders dynamisch entwickelte sich das obere Kundensegment: Die Zahl der Kunden mit mehr als 100.000 USD ARR stieg um 45 % auf 1.756, bei Kunden mit mehr als 500.000 USD ARR sogar um 74 % auf 87.

Die Netto-Dollar-Retention lag konzernweit bei 110 %. Bei größeren Kunden fiel sie deutlich höher aus: Kunden mit mehr als 50.000 USD ARR erreichten eine Bindungsquote von 116 %. Insgesamt wächst monday.com damit weniger über Neukunden, sondern zunehmend über Ausweitung bestehender Verträge.

KI-Produkte als neue Wachstumssäule

Zunehmend rückt der KI-Ausbau in den Fokus der Strategie. monday.com positioniert sich als einheitliche KI-Arbeitsplattform mit vier zentralen Modulen: monday sidekick, monday vibe, monday agents und monday workflows. Besonders stark entwickelt sich monday vibe. Das Produkt überschritt bereits 2,5 Monate nach Einführung die Schwelle von 1 Mio. USD jährlich wiederkehrendem Umsatz und ist damit das am schnellsten wachsende Produkt in der Unternehmensgeschichte.

CEO Roy Mann und Co-CEO Eran Zinman sehen darin eine Bestätigung der Plattformstrategie. Man habe 2025 „diszipliniert geliefert, das Produktportfolio erweitert und eine starke Akzeptanz der KI-Angebote gesehen“, während gleichzeitig größere Kunden zunehmend missionskritische Prozesse auf monday.com standardisierten.

Der Auftragsbestand liefert zusätzliche Visibilität. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen beliefen sich zum Jahresende auf 839 Mio. USD, ein Anstieg um 37 %. Die kurzfristig umsatzwirksamen cRPOs legten um 31 % auf 676 Mio. USD zu.

Parallel nutzte das Unternehmen seine starke Bilanz für Aktienrückkäufe. Im vierten Quartal wurden eigene Aktien im Volumen von 135 Mio. USD zurückgekauft. Von dem genehmigten Programm über 870 Mio. USD stehen noch rund 735 Mio. USD zur Verfügung.

Ausblick dämpft Erwartungen

Für das erste Quartal 2026 erwartet monday.com einen Umsatz von 338 bis 340 Mio. USD, was einem Wachstum von rund 20 % entspricht. Für das Gesamtjahr stellt das Management Erlöse zwischen 1,45 und 1,46 Mrd. USD in Aussicht. Das liegt leicht unter den bisherigen Markterwartungen. Die operative Marge soll bei 11 bis 12 % liegen, belastet durch anhaltende Währungseffekte.

Fazit: Nach dem Kursrutsch wird es jetzt spannend, ob Anleger bei monday.com im Tagesverlauf zugreifen werden. Klar, der Umsatzausblick hätte etwas besser ausfallen sollen. Bei der Marge wäre mehr auch besser gewesen. Dafür ist das Umsatzmultiple mittlerweile auf unter den Faktor 3,5 gefallen. Für ein Unternehmen mit solchen Margen nicht mehr viel. Gleichzeitig belasten die Aktienoptionen das GAAP-Ergebnis enorm. Während für den Gewinn pro Aktie auf Non-GAAP-Basis dieses Jahr 4,85 USD erwartet werden, sind es auf GAAP-Basis gerade einmal 1,48 USD. Die Marktkapitalisierung von rund 5 Mrd. USD ist zudem noch durch 1,5 Mrd USD Cash unterfüttert. Viel Raum und Platz also für Aktienrückkäufe.

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Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. USD 1,23 1,47 1,77
Ergebnis je Aktie in USD 4,28 4,85 6,10
KGV 21 19 15
Dividende je Aktie in USD 0,00 0,00 0,00
Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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