• SpaceX – WKN: A42D4F – ISIN: US84615Q1031 – Kurs: 133,110 $ (Nasdaq)

Von nun an müssen Zahlen, Margen und Kapitalallokation die Bewertung rechtfertigen. Operativ hat SpaceX geliefert. Der Umsatz schoss im zweiten Quartal auf 7,8 Mrd. USD nach oben und lag deutlich über den Erwartungen. Besonders Starlink entwickelt sich immer stärker zur eigentlichen Gelddruckmaschine des Konzerns. Das Satelliteninternet wächst rasant, steigert Umsatz und operative Gewinne kräftig und finanziert inzwischen einen erheblichen Teil der übrigen Expansion. Gleichzeitig sorgen milliardenschwere Starshield Aufträge der US Regierung und neue Cloud Verträge für eine außergewöhnlich gut gefüllte Auftragsbasis. Trotzdem drehte sich die Diskussion unmittelbar nach den Zahlen fast ausschließlich um einen Punkt: Den enormen Kapitalhunger. SpaceX investiert gewaltige Summen in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur und in das xAI Geschäft. Genau diese Investitionen machten viele institutionelle Investoren zunächst nervös. Die Börse stellte sich plötzlich die Frage, ob SpaceX künftig primär ein hochprofitabler Raumfahrt und Satellitenkonzern oder ein weiteres kapitalintensives KI-Unternehmen sein möchte. Diese Unsicherheit führte zunächst zu Gewinnmitnahmen, obwohl die eigentlichen Geschäftszahlen überzeugten.

Noch wichtiger als der Quartalsbericht selbst war allerdings das, was unmittelbar danach folgte: Der erste große Lock up Ablauf. Fast eine Milliarde zuvor gesperrter Insideraktien durfte erstmals gehandelt werden. Viele Anleger hatten deshalb massiven Verkaufsdruck erwartet. Genau das trat jedoch nicht ein. Statt einer Verkaufswelle blieb der Markt erstaunlich stabil. Für viele institutionelle Investoren war das ein Signal, dass Mitarbeiter, frühe Investoren und das Management offenbar selbst weiterhin erhebliches Vertrauen in die langfristige Entwicklung besitzen.

Ja, der Quartalsbericht wurde zunächst abverkauft, in den Folgetagen kam es aber zu Gegenbewegungen nach oben. Bei 107 USD war ein relevanter größerer Käufer im Markt. Nach meiner technischen Lesart hat sich endlich nach dem IPO ein Kaufsignal mit Zielmarken bei 149 und 170 USD ausgebildet. Allerdings bisher ein eher schwaches Kaufsignal, deshalb auch nur ein dünner grauer Prognosepfeil.

Ratschlag für jegliche Transaktion, die du machst: Wir Anleger stellen unser Risiko über die Wahl der Positionsgröße ein. Man unterschätzt die Gefährlichkeit von zu großen Positionen. Es bietet sich deshalb durchaus an, zunächst erste kleinere Positionen aufzubauen. Wenn es gut läuft, kann man vergrößern.

Heute besteht das Unternehmen aus 3 gewaltigen Wachstumssäulen: Starlink als Cashmaschine, Raumfahrt mit Starship und Regierungsaufträgen als technologischer Burggraben sowie KI Infrastruktur als möglicher zukünftiger Milliardenmarkt.

SpaceX – Chartanalyse & Trading – 1 Kerze = 1 Stunde


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Kopie der vorhergeheden Kommentierung:

SPACEX-Aktie – Earnings, die Überraschungs-Rally?! – 19:58 Uhr, 04.08.2026

Entwicklung der SpaceX-Aktie, die seit ihrem Börsengang ausgehend von Höchstkursen über 225 USD um mehr als die Hälfte eingebrochen ist. Oliver Baron berichtet. Als zentrale Auslöser für die jüngste Volatilität werden 2 unmittelbar bevorstehende Katalysatoren identifiziert: Einerseits die Veröffentlichung der ersten offiziellen Quartalszahlen seit dem Börsengang (nachher ab 22.00 Uhr) und andererseits das Auslaufen der ersten Lock-up-Frist für Altaktionäre und Mitarbeiter. Während beim Börsengang lediglich etwa 5% aller Aktien frei handelbar gemacht wurden, werden durch das Fristende knapp 12% des Gesamtkapitals für Verkäufe freigegeben. Dieser drohende Angebotsschock führte in den letzten Wochen zu massiven Spekulationen institutioneller Leerverkäufer, was den Titel stark unter Druck setzte. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Lagebeurteilung ist die fundamentale Neubewertung des Unternehmens. Der Kapitalmarkt bemisst den Wert von SpaceX inzwischen zu gut zwei Dritteln nicht mehr über das klassische Raumfahrtgeschäft, sondern über die integrierten KI-Sparten wie xAI sowie spezialisierte Coding-Infrastruktur, womit das Papier den Dynamiken des breiteren KI-Sektors unterliegt. Charttechnisch befindet sich die Aktie aber nach wie vor in einem intakten Abwärtstrendkanal ohne klare Bodenbildungsmuster.

Die wesentlichen Kernaussagen der Analyse verdeutlichen jedoch ein differenziertes Chance-Risiko-Profil. Da der Markt die Aufhebung der Sperrfrist und die damit verbundene Überflutung an Aktien lange im Voraus kannte, spricht vieles dafür, dass ein Großteil des negativen Szenarios gemäß dem Muster „Sell the Rumor, Buy the News“ bereits im Kurs eingepreist ist. Von erneuten Leerverkäufen wird auf diesem Niveau ausdrücklich abgeraten, da das extrem hohe Short-Interesse vor den Quartalszahlen ein erhebliches Risiko für abrupte Eindeckungswellen birgt. Für eine nachhaltige Trendwende und verlässliche Kaufsignale fehlt es aktuell zwar noch an volumenstarken Umkehrmustern in den Zeiteinheiten, jedoch sollten Anleger den Titel engmaschig beobachten, da sich die Bewertungsrelationen nach der Halbierung drastisch verbessert haben.

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NACHTRAG 22:25 Uhr: Oliver Baron hat einen ausführlichen Bericht über das Zahlenwerk von SpaceX veröffentlicht:

SPACEX – Umsatz wächst um 92 % (PLUS)


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