Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hat am 21. September europäische Put-Optionen auf 300.000 Aktien der Heidelberg Materials AG eingeräumt. Die Gesellschaft steht in enger Beziehung zu Ludwig Merckle, der dem Aufsichtsrat des Konzerns angehört. Solche Geschäfte werden als Directors‘ Dealings meldepflichtig, weil Führungspersonen und ihnen nahestehende Personen über Wissen und Einflussmöglichkeiten verfügen, die für andere Marktteilnehmer relevant sein können. Die Offenlegung soll Transparenz herstellen.
WKN 604700 · ISIN DE0006047004
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 23. September 2026
Die Put-Optionen wurden außerhalb eines geregelten Handelsplatzes verkauft. Der vereinbarte Basispreis beträgt 115,33 Euro je Aktie, die Fälligkeit ist der 19. März 2027. Als Optionsprämie erhielt die Spohn Cement Beteiligungen GmbH 4,44 Euro je Option – bei 300.000 Kontrakten ein Gesamtvolumen von rund 1,33 Millionen Euro.
Eine Put-Option gibt dem Käufer das Recht, die Aktie zum vereinbarten Basispreis zu verkaufen. Die Einräumerin – hier die Spohn Cement Beteiligungen GmbH – ist im Gegenzug verpflichtet, die Aktien zu diesem Preis abzunehmen, falls der Käufer sein Recht ausübt. Das geschieht nur dann, wenn der Kurs bis zur Fälligkeit unter den Basispreis von 115,33 Euro fällt.
Die Heidelberg-Materials-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 145,45 Euro und gab damit gegenüber dem Vortag rund 1,3 Prozent nach. Der Basispreis der Optionen liegt damit spürbar unterhalb des aktuellen Marktpreises.
Ob und wie die Transaktion die Beteiligungsstruktur der Merckle-Familie an Heidelberg Materials verändert, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.


