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USA und Europa unterschiedlich betroffen

Und der Gaspreis steigt in astronomische Höhen. Doch das alles trifft in erster Linie Europa, während
die Folgen des Krieges an der Wall Street kaum zu spüren sind. Das hat weitreichende Folgen. Während die USA in Sachen Energieversorgung mehr oder weniger autark sind und sogar Öl und Gas
exportieren, sieht das in Europa ganz anders aus. Hier hängt alles an der Ölpreisentwicklung. Dieser ist aufgrund der Störung der Transportwege wie etwa die Sperrung der Straße von Hormus deutlich
angestiegen, was Öl-importierende Volkswirtschaften wie Deutschland besonderen Preisrisiken aussetzt. Entsprechend kommen die Aktienmärkte in Europa stärker unter Abwärtsdruck als der
US-amerikanische Aktienmarkt.

Durch diese Meerenge von Hormus fließen rund 70 Prozent der regionalen Ölexporte und ein Drittel der
weltweiten Öllieferungen. Die wird vom Iran nun blockiert. Die Folge: Noch bevor ein einziger Tanker weniger ankam, schossen die Frachtraten in die Höhe. Dann trafen iranische Drohnen die
Flüssiggasanlagen von Qatar Energy und zwangen den Konzern dazu, die Produktion zu stoppen.

Industrieunternehmen besonders betroffen

Der Anstieg des Ölpreises belasten europäische Industrieunternehmen als Kostenfaktor, während
US-Energieproduzenten als Exporteure profitieren. Die leidliche Folge: Seit Anfang des Jahres hatten sich Europas Börsen besser entwickelt als ihre amerikanischen Pendants. Doch seit Angang des
Krieges ist all der schöne Vorsprung wieder dahin.

Und noch eines kommt hinzu: die Inflation. Die Inflationsrate der US-Verbraucherpreise verharrte im
Februar auf dem Niveau vom Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise für die Konsumenten wie auch im Marktkonsens erwartet um 2,4 Prozent. Auch die um Energie- und
Lebensmittelpreise bereinigte Kerninflationsrate blieb mit 2,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Januar 2021, erwartungsgemäß unverändert, weshalb die Terminmärkte eine Zinssenkung der
US-Notenbank nun erst im Oktober einpreisen.

Inflation: Notenbanken mit unterschiedlichen Voraussetzungen

Anders in Europa. Der Krieg im Iran und seine Auswirkungen auf die Inflation könnten nämlich die
Europäische Zentralbank dazu zwingen, die Zinsen früher als erwartet zu erhöhen. Das sagte zumindest EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir. Die Zentralbank befinde sich derzeit zwar noch in einer „guten
Position“, und bei der Sitzung in der kommenden Woche bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Kazimir befürchtet jedoch, dass die Erinnerung an den Inflationsschock von 2022 die Schwelle
gesenkt hat, ab der Unternehmen Preise erhöhen und Beschäftigte höhere Löhne verlangen. Die Risiken für eine höhere Inflation seien zumindest hoch. Seine Prognose: „Ich würde sagen, eine Reaktion
der EZB ist möglicherweise näher, als viele denken.“

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