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US-Präsident Trump will Kreditkartenzinsen auf zehn Prozent begrenzen. Das bringt große Finanzkonzerne wie Amex, Visa und Mastercard an der Börse unter Druck.

Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Deckel für Kreditkartenzinsen setzt der Branche zu. Aktien von US-Branchengrößen wie American Express (Amex), Visa, Mastercard, aber auch die der britischen Bank Barclays geraten unter Druck.  

Trump fordert eine Obergrenze von zehn Prozent für Kreditkartenzinsen und setzte den Unternehmen eine Frist bis zum 20. Januar. Kreditkartenunternehmen verstießen gegen das Gesetz, wenn sie seiner Aufforderung einer einjährigen Obergrenze für Kreditkartenzinsen nicht nachkämen, betonte der US-Präsident.

Aktienrückschlag bei US-Zahlungsdienstleistern

In den USA sackten Amex vor dem Börsenstart um 4,4 Prozent auf 359,00 US-Dollar ab. Visa verloren 1,6 Prozent auf 344,24 Dollar und Mastercard sanken um 1,8 Prozent auf 565,37 Dollar.

In Europa traf es Barclays besonders kräftig. Das Papier büßte 3,1 Prozent auf 469,75 Pence ein. Die spanische Banco Santander und die französische Societe Generale verloren jeweils 1,7 Prozent. Hierzulande gaben die Papiere der Deutschen Bank dagegen um  moderate 0,5 Prozent auf 32,89 Euro nach.



Jim WATSON / AFP via Getty Images

US-Präsident Donald Trump

Analyst: Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf gestellt

Trumps Forderung nach einer Grenze von zehn Prozent für diese Zinsen entspreche in etwa der Hälfte des heutigen Durchschnittszinssatzes, schrieb der Analyst Matt Britzman von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown. 

Damit würden folglich die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf gestellt und die Kreditgeber gezwungen, ihr Risikomanagement und ihre Kreditvergabepolitik zu überdenken.

Der Hargreaves-Lansdown-Analyst geht davon aus, dass die meisten Banken darauf mit einer Senkung der Kreditlimits, der Schließung risikoreicherer Konten und einer Reduzierung der Prämienprogramme reagieren dürften, „da sie bei diesem Preisniveau Verluste einfach nicht decken könnten“. Karten-orientierte Unternehmen in den USA wären am stärksten betroffen, aber auch große Universalbanken mit Kartensparten würden den Druck zu spüren bekommen.

dpa

Franziska Schwarz

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14 Kommentare

  1. Es ist verständlich, dass die Aktienkurse von Visa und Mastercard sinken, aber der Einbruch bei Barclays mit 3,1 Prozent ist überraschend; offenbar befürchten auch europäische Banken negative Auswirkungen.

  2. Ich bin gespannt, ob Trump tatsächlich die Möglichkeit hat, diese Zinsbegrenzung durchzusetzen, oder ob es sich nur um eine leere Drohung handelt, um Druck auf die Finanzbranche auszuüben.

  3. Die Idee, Kreditkartenzinsen zu halbieren, klingt für Verbraucher natürlich gut, aber ich befürchte, dass dadurch risikoreichere Kreditnehmer bevorzugt werden und die Banken insgesamt vorsichtiger agieren.

  4. Wenn die Kreditkartenunternehmen tatsächlich Kreditlimits senken und Prämienprogramme reduzieren müssen, wie von Hargreaves Lansdown prognostiziert, wird das viele Kunden verärgern.

  5. Ein Rückgang von 4,4 Prozent für American Express vor dem Börsenstart ist schon eine deutliche Reaktion – ich frage mich, ob diese Entwicklung auch kleinere Kreditkartenanbieter so stark treffen wird?

  6. Die Deutsche Bank scheint im Vergleich zu den anderen genannten Banken relativ wenig unter Druck zu stehen – liegt das an ihrer Geschäftsstruktur oder an anderen Faktoren?

  7. Ich frage mich, ob diese Intervention von Trump langfristig zu einer stärkeren Regulierung des Kreditkartengeschäfts führen wird, oder ob es sich nur um eine einmalige Aktion handelt.

  8. Lukas L. Schneider am

    Es ist interessant zu sehen, dass die spanische Banco Santander und die französische Societe Generale ebenfalls Verluste verzeichnen, obwohl Trump sich direkt an US-Unternehmen wendet.

    • Hans P. Wagner am

      Das zeigt, wie global die Finanzmärkte sind und wie stark die Unternehmen miteinander verflochten sind. Eine Aktion in den USA kann schnell Auswirkungen in Europa haben.

  9. Lea I. Hoffmann am

    Die Frist bis zum 20. Januar ist sehr kurz. Können die Kreditkartenunternehmen überhaupt in so kurzer Zeit ihre Risikomanagementstrategien und Kreditvergabepolitiken überdenken und anpassen?

  10. Die Tatsache, dass Trump von einer ‚einjährigen Obergrenze‘ spricht, deutet darauf hin, dass er sich nicht sicher ist, ob er diese Maßnahme dauerhaft durchsetzen kann.

  11. Lukas A. Becker am

    Ein Rückgang von 1,8 Prozent bei Mastercard ist zwar nicht so stark wie bei Amex, aber dennoch beachtlich. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Situation bis zum 20. Januar entwickelt.

    • Absolut, und ob die Unternehmen versuchen werden, durch Lobbyarbeit gegen die Zinsbegrenzung vorzugehen. Das könnte noch eine interessante Wendung geben.

  12. Die Ankündigung, Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent zu begrenzen, scheint eine drastische Maßnahme zu sein, besonders wenn man bedenkt, dass dies etwa die Hälfte des aktuellen Durchschnittszinssatzes entspricht, wie Analyst Britzman von Hargreaves Lansdown feststellt.

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