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rechnet nach einer herben Krise mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als 30 Jahren. Das Unternehmen soll künftig weniger Kunden bedienen und weniger einnehmen, aber trotzdem mehr Gewinn erwirtschaften. Dazu soll die Zahl der Versicherten ebenso schrumpfen wie die Präsenz der Dienstleistungstochter Optum in den USA. Außerdem will das Management Geschäftsteile im Ausland veräußern, wie der Konzern am Dienstag in Eden Prairie (US-Bundesstaat Minnesota) mitteilte. Der Aktienkurs brach vorbörslich um gut 15 Prozent ein.

Für das laufende Jahr erwartet das Management konzernweit einen Umsatz von mehr als 439 Milliarden US-Dollar (370 Mrd Euro). Das wären zwei Prozent weniger als im Vorjahr, weniger als von Analysten im Schnitt erwartet – und laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg der erste Umsatzrückgang seit dem Jahr 1989. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie soll jedoch von zuletzt 16,35 Dollar auf mehr als 17,75 Dollar steigen.

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Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz von Unitedhealth um 12 Prozent auf 447,6 Milliarden Dollar. Der Überschuss sank jedoch um 16 Prozent auf knapp 12,1 Milliarden Dollar. Dies lag auch an Sonderbelastungen von insgesamt 1,6 Milliarden Dollar nach Steuern. Darin enthalten sind die Folgen eines Cyberangriffs sowie Kosten für den Konzernumbau, abgefedert von Gewinnen aus dem Verkauf von Beteiligungen./stw/mne/mis

Quelle: dpa-AFX

P.S.: UnitedHealth Group ist eine Champions-Aktie aus dem boerse.de-Aktienbrief. Die aktuelle Aktienbrief-Ausgabe können Sie hier kostenlos downloaden. Weitere Infos zu den boerse.de-Fonds finden Sie hier,
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12 Kommentare

  1. Ein Rückgang des Überschusses um 16 Prozent auf knapp 12,1 Milliarden Dollar, parallel zum Umsatzwachstum im vergangenen Jahr, sollte vor diesem Schrumpfkurs genauer betrachtet werden. Wo lagen die größten Effizienzprobleme?

  2. Lea F. Fischer am

    Ein Umsatzrückgang von 2 Prozent auf über 439 Milliarden US-Dollar – das ist eine ungewöhnliche Situation für UnitedHealth, besonders nach 30 Jahren kontinuierlichem Wachstum. Wie realistisch ist dieser Schrumpfkurs angesichts der enormen Größe des Konzerns?

    • Es ist ein mutiger Schritt, der darauf abzielt, die Rentabilität trotz geringerer Einnahmen zu steigern. Die Veräußerung von Auslandsgeschäften könnte ein Schlüssel sein.

  3. Ein Sonderbelastung von 1,6 Milliarden Dollar durch Cyberangriffe und Umbaukosten ist erheblich. Wie gut ist UnitedHealth darauf vorbereitet, solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden und die Kosten zu kontrollieren?

  4. Nach einem Umsatzwachstum von 12 Prozent im Vorjahr ist ein Rückgang nun umso schmerzlicher für UnitedHealth. War das Wachstum im letzten Jahr nicht nachhaltig?

  5. Die Erwartung, dass der Gewinn je Aktie trotz Umsatzrückgangs von 16,35 auf über 17,75 Dollar steigen soll, ist interessant. Wo liegen die Einsparungen, die diese Steigerung ermöglichen sollen?

  6. Die Reduzierung der Präsenz von Optum in den USA könnte ein Zeichen dafür sein, dass dieser Bereich nicht die erwarteten Ergebnisse liefert. Welche konkreten Probleme sieht UnitedHealth bei Optum?

  7. Ich frage mich, welche Auswirkungen der Verkauf von Geschäftsteilen im Ausland auf die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von UnitedHealth haben wird. Verliert das Unternehmen dadurch wichtige Wachstumsmärkte?

  8. Jonas Schäfer am

    Der Aktienkurs ist vorbörslich um 15 Prozent eingebrochen – ein deutliches Zeichen, dass die Anleger nervös sind. Ist das eine Überreaktion oder spiegelt es tatsächlich tiefgreifende Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Unternehmens wider?

    • Ich denke, es ist eine Kombination aus Beidem. Die Nachricht vom Umsatzrückgang ist unerwartet, und die Unsicherheit über die Umstrukturierung verstärkt die Ängste.

  9. Die Tatsache, dass UnitedHealth als Champions-Aktie im boerse.de-Aktienbrief gelistet ist, macht die aktuelle Situation noch überraschender. Wurde das Risiko eines Umsatzrückgangs unterschätzt?

  10. Es ist bemerkenswert, dass das Management künftig weniger Kunden bedienen möchte, aber gleichzeitig mehr Gewinn erwirtschaften will. Deutet das auf eine Fokussierung auf profitablere Kundensegmente hin?

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