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Die USA und der Iran verhandeln über ein Atomabkommen. Währenddessen verlagern die USA Militär in den Nahen Osten. Was das für den Ölpreis heißt.
Die Spannung im Konflikt gegen USA gegen den Iran steigt. Je nach Ausgang können massive Konsequenzen für den Ölmarkt folgen. Schon jetzt ziehen die Preise an den Tankstellen leicht an.
Iran als Öl-Powerhouse – verschärft sich die Krise?
Eine verschärfte Krise zwischen den USA und dem Iran könnte zu verringerten Exporten aus dem Iran führen. Problematisch dabei: Das Land ist der viertgrößte Exporteur des Opec-Ölkartells und gehört damit immer noch zu den wichtigsten Förderländern. Mit mehr als drei Millionen Barrel pro Tag entfallen aktuell rund drei Prozent der weltweiten Ölexporte auf das Land.
Das meiste Öl fließt nach China. Chinesische Käufer wären, wenn das iranische Öl ausbleibt, gezwungen, auf dem Markt nach alternativen Lieferern zu suchen. Die Sorge um eine Eskalation hatte den Ölpreis zuletzt auf ein neues Sechsmonatshoch getrieben. Das Handelsdatenportal Trading Economics zeigt einen Barrel-Preis beim Rohöl der Sorte Brent um die 69 US-Dollar, umgerechnet 58,40 Euro.
„Profunde“ Auswirkungen auf Weltwirtschaft
Das zweite größere Problem ist die Bereitschaft des Irans, die Wasserstraße von Hormus zu blockieren. Dabei handelt es sich um eine Seeroute, die den Persischen Golf und das Arabische Meer verbindet und über die ein großer Teil der Erdöl-Exporte aus dem Mittleren Osten Richtung Asien gelangt. Eine Blockade der Wasserstraße würde Öl-, Flüssigerdgas- und weitere Exporte aus dem Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten betreffen. Laut der BBC fließen 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen durch diese enge Wasserstraße.
USA-Iran-Krieg zeigt massiven Anstieg bei Ölpreis
Ein Blick zurück zeigt, dass das keine bloße Spekulation ist. Der sogenannte Zwölftagekrieg zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits machte deutlich, wie stark eine Konfrontation den Ölpreis beeinflussen kann.
Ende Mai 2025 war das Barrel Brent-Rohöl (ein Barrel entspricht 159 Litern) noch 62,7 US-Dollar (53,08 Euro) wert, mit Beginn des Kriegs in der ersten Junihälfte war der Preis auf mehr als 77 US-Dollar geklettert. Bei der Sorte West Texas Intermediate (WTI) sah es ähnlich aus: 60 US-Dollar pro Barrel Ende Mai, zwei Wochen später fast 73 Dollar.
Der Krieg endete schnell, was den Ölpreis nach nur wenigen Tagen wieder deutlich einbrechen ließ.
Konflikt zeigt erste Auswirkungen an deutschen Zapfsäulen
An den Tankstellen sorgt diese Entwicklung für teurere Tankfüllungen. Wie eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt, stieg der Preis für den Liter Super E10 in der letzten Februarwoche, verglichen mit der Vorwoche, um 1,8 Cent auf 1,776 Euro. Der Dieselpreis wuchs um 2,9 Prozent. So hoch waren die Spritpreise zuletzt im Jahr 2024 gewesen.
Ob es mit der Verteuerung weitergeht, hängt jetzt von den weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ab.
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6 Kommentare
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