Die Geschäftskundentochter 1&1 Versatel soll deutlich kleiner werden. Vorstand und Aufsichtsrat der 1&1 AG haben ein Transformations- und Restrukturierungsprogramm beschlossen, das Organisation, Prozesse und IT-Strukturen des Unternehmens grundlegend verändern soll.
WKN 554550 · ISIN DE0005545503
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 10. September 2026
Der Stellenabbau trifft rund 350 Vollzeitstellen. Die Belegschaft von 1&1 Versatel soll von derzeit rund 1.350 auf etwa 1.000 Vollzeitkräfte sinken. Daneben sind Führungsstrukturen zu vereinfachen und Hierarchieebenen abzubauen. Das Unternehmen will die Maßnahmen sozialverträglich durchführen, neben bestehenden Altersteilzeitvereinbarungen soll ein Freiwilligenprogramm verhandelt werden.
Die einmaligen Kosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro und entstehen vor allem aus den Personalmaßnahmen sowie weiteren Projektkosten. Dieser Betrag schlägt unmittelbar auf die Jahresprognose durch: Das EBITDA-Ziel für 2026 sinkt auf rund 740 Millionen Euro. Ohne die Sonderbelastung läge das bereinigte EBITDA weiterhin bei rund 800 Millionen Euro, dem bisherigen Planwert. Alle übrigen Teile der Prognose bleiben unverändert.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 24,00 Euro und veränderte sich gegenüber dem Vortag nicht.
Ab dem Geschäftsjahr 2028 rechnet 1&1 mit einem jährlichen Ergebnisbeitrag von rund 25 Millionen Euro aus dem abgeschlossenen Programm. Dieses Geld soll dann als Grundlage für weitere Investitionen in die Unternehmensentwicklung dienen. Ob und wie schnell der Umbau tatsächlich abgeschlossen sein wird, lässt die Mitteilung offen.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

