Der Hunger nach Strom für Rechenzentren reicht inzwischen bis ins westfälische Heek. 2G Energy hat einen Auftrag von Energy Vault Holding über 275 Megawatt erhalten, um Energieinfrastruktur für Rechenzentren in den USA zu liefern. Energy Vault, an der New Yorker Börse notiert, entwickelt schlüsselfertige Lösungen für Betreiber von Rechenzentren – darunter große Hyperscaler.
WKN A0HL8N · ISIN DE000A0HL8N9
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 23. September 2026
Wer die 2G-Aktie hält, sieht hier ein Muster: Das Unternehmen etabliert sich als Zulieferer für die wachsende Nachfrage nach gesicherter Stromversorgung an Rechenzentrums-Standorten. Dieser Auftrag kommt nach eigener Aussage des Unternehmens zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage aus diesem Segment erheblich zugenommen hat. Ob die Marge dieses Auftrags dem bisherigen Niveau entspricht, lässt die Mitteilung offen.
2G produziert die containerisierten Stromerzeugungsanlagen in Heek vor, testet sie dort und liefert sie anschließend in die USA, wo sie vor Ort in Betrieb genommen werden. Nach aktueller Planung beginnt die Auslieferung im vierten Quartal 2027 und soll bis zum dritten Quartal 2028 abgeschlossen sein.
Der Auftrag beschränkt sich nicht auf die Lieferung. 2G übernimmt auch langfristige Serviceleistungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen – ein Punkt, der bei kritischer Infrastruktur für Rechenzentren besonderes Gewicht hat, weil dort Ausfallzeiten besonders teuer sind.
Die 2G-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 65,20 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund 9,5 Prozent zu.
Die vorläufigen Kennzahlen zum ersten Halbjahr 2026 sollen am 29. September folgen. Dann wird sich zeigen, wie stark das US-Geschäft bereits im laufenden Jahr zur Umsatzentwicklung beiträgt.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.


