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Eine neue Umfrage zeigt: Für viele Deutsche scheitert private Altersvorsorge nicht am Willen, sondern am Geld – mit deutlichen Unterschieden zwischen Geschlechtern und Altersgruppen.
Niedrige Einkommen und fehlender finanzieller Spielraum zählen zu den zentralen Bremsklötzen der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox.
Demnach nennen 42 Prozent der Deutschen niedrige Löhne als eine der wichtigsten Ursachen für unzureichende Altersabsicherung. Weitere 36 Prozent sehen fehlende finanzielle Spielräume im Alltag als entscheidenden Faktor. Zusammengenommen ergibt sich ein klares Bild: Für 64 Prozent ist Geldmangel – ob durch geringe Einkommen oder hohe laufende Ausgaben – ein zentrales Hindernis.
Wichtigste Erkenntnisse der Verivox-Umfrage:
- Niedrige Einkommen als Hauptursache: 42 Prozent sehen geringe Löhne als zentrales Problem der Altersvorsorge.
- Fehlender finanzieller Spielraum: 36 Prozent können im Alltag nichts zurücklegen.
- Geldmangel insgesamt entscheidend: Für 64 Prozent ist fehlendes Geld der zentrale Faktor.
- Erwerbsunterbrechungen relevant: 36 Prozent nennen Teilzeit oder Jobpausen als Grund.
- Unterschiede nach Geschlecht und Alter: Frauen und Ältere sehen häufiger finanzielle Hürden, Jüngere eher Wissenslücken.
Die Fähigkeit zur privaten Vorsorge hängt stark von der Einkommenssituation ab und damit von Faktoren, die viele Haushalte kurzfristig kaum beeinflussen können.
Altersvorsorge: Erwerbsbiografien als Risikofaktor
Neben finanziellen Engpässen spielen auch unterbrochene Erwerbsverläufe eine wichtige Rolle. Ebenfalls 36 Prozent der Befragten nennen Job-Auszeiten oder längere Teilzeitphasen als wesentlichen Grund für Versorgungslücken im Alter.
Konkret verweisen 25 Prozent auf Erwerbspausen, etwa durch Elternzeit, und 16 Prozent auf längere Teilzeitbeschäftigung.
Wer weniger verdient oder zeitweise ganz aus dem Arbeitsmarkt ausscheidet, zahlt entsprechend weniger in gesetzliche und private Vorsorgesysteme ein. Gleichzeitig sinken oft die Möglichkeiten, zusätzlich Kapital aufzubauen.
Frauen besonders betroffen
Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen sehen sich deutlich häufiger von strukturellen Nachteilen betroffen:
- 48 Prozent der Frauen nennen niedrige Einkommen als Hauptursache (Männer: 37 Prozent)
- 43 Prozent der Frauen sehen Erwerbsunterbrechungen als zentralen Faktor (Männer: 29 Prozent)
Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox, ordnet das so ein:
„Frauen sind bei der Altersvorsorge häufig doppelt benachteiligt: Sie haben im Durchschnitt geringere Einkommen und sind öfter von Erwerbsunterbrechungen betroffen. Hinzu kommt eine höhere Lebenserwartung, die den Finanzbedarf im Alter zusätzlich erhöht.“
Die Daten bestätigen damit bekannte Muster aus der Rentenforschung: Geringere Löhne, Teilzeitquoten und Care-Arbeit wirken langfristig kumulativ negativ auf die Altersabsicherung.
Generationenblick: Geld gegen Wissen
Auch zwischen den Altersgruppen zeigen sich Unterschiede. Ältere Menschen bewerten finanzielle Hürden deutlich stärker:
- 49 Prozent der 50- bis 79-Jährigen nennen niedrige Einkommen als Hauptursache
- Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 32 Prozent
Jüngere hingegen sehen häufiger ein anderes Problem: Wissenslücken über Vorsorgemöglichkeiten.
32 Prozent der unter 30-Jährigen halten fehlendes Finanzwissen für einen entscheidenden Faktor, bei den über 50-Jährigen sind es nur 17 Prozent.
Das deutet auf ein doppeltes Problem hin: Während ältere Generationen stärker unter realen Einkommensrestriktionen leiden, fehlt Jüngeren oft der Zugang zu Finanzbildung. Langfristig kann das auch zu Versorgungslücken führen.
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6 Kommentare
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