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Analyst James Vane-Tempest von Jefferies verwies neben der Einigung mit den Kreditgebern zudem auf die vorankommende, geplante Veräußerung der US-Tochter Centor, deren Abschluss noch vor Jahresende erfolgen könnte. „Das Interesse ist groß, und es gibt eine zweistellige Anzahl an Interessenten“, schrieb er. Außerdem habe das Management bekräftigt, dass die Entwicklung im Geschäftsjahr 2026 den Erwartungen entspreche und das Auftragsniveau solide sei.
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Bernstein-Expertin Delphine Le Louet sprach angesichts der Neuigkeiten bei Gerresheimer von einer „kleinen Erleichterung“, da „die Entscheidungen des aktuellen Managements richtig sind und den Gläubigern eine gewisse Transparenz bieten, die eine Insolvenz verhindern könnte“.
Die Sorgen rund um Gerresheimer sind groß, denn Bilanzunstimmigkeiten erschüttern seit geraumer Zeit. Nachdem im März erneut der Jahresabschluss 2025 verschoben wurde und nun im Juni veröffentlicht werden soll, folgte in der vergangenen Woche der Rauswurf aus dem Kleinwerte-Index SDax . In diesen war die Aktie im Dezember aus dem MDax der mittelgroßen Unternehmen abgestiegen.
Unter dem neuen, seit November eingesetzten Vorstandschef Uwe Röhrhoff war im Februar die erste Verschiebung des Jahresabschlusses angekündigt worden. Zudem wurde eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Klärung der Bilanzprobleme beauftragt.
In den Blick der deutschen Finanzaufsicht BaFin war der Konzern im Herbst 2025 geraten. Doch schon vorher kam er aus den negativen Schlagzeilen kaum heraus. 2023 noch auf ein Rekordhoch bei knapp unter 123 Euro geklettert, ging es für die Aktie seither beständig abwärts.
Im Herbst 2024 hatte eine heftige Gewinnwarnung für 2024 und auch 2025 die Anleger in die Flucht geschlagen und im Juni 2025 kam eine weitere hinzu. Analysten bemängelten die Transparenz des Unternehmens und sprachen von Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des Managements unter dem damaligen Vorstandschef Dietmar Siemssen.
Weitere Sorgen kamen mit dem wichtigen Gerresheimer-Kunden Novo Nordisk Ende 2024 hinzu. Vor zwölf Monaten verflog schließlich auch noch die Übernahmefantasie, die der Aktie eine Zeit lang davor etwas Auftrieb gegeben hatte.
Für Bernstein-Analystin Le Louet ist klar: Die Probleme für Gerresheimer kamen vor allem mit der Übernahme von Bormioli im Mai 2024. Durch diesen Schritt habe sich „die Unternehmensgeschichte von einer Equity-Story zu einer Bond-Story gewandelt“. Dies sei mit einer massiven Verschlechterung der Profitabilität und mangelnder Transparenz in der tatsächlichen Geschäftsentwicklung einhergegangen, habe dann in den von BaFin untersuchten Bilanzierungs- und Governance-Problemen gemündet und zu einer kompletten Neubesetzung des Managements geführt. „Das einzige verbliebene Puzzleteil dieser alarmierenden Situation könnte immer noch eine mögliche Bilanzfälschung sein“, resümierte sie und blieb bei ihrem Anlageurteil „Underweight“./ck/ajx/he
Quelle: dpa-AFX
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6 Kommentare
Solid analysis. Will be watching this space.
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.
Great insights on Deutschland. Thanks for sharing!
Interesting update on AKTIE IM FOKUS: Gerresheimer deutlich erholt – Unterstützung durch Kreditgeber. Looking forward to seeing how this develops.
Good point. Watching closely.