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Bereits im vergangenen Dezember wurden Übernahmeverhandlungen zwischen den beiden Unternehmen bekannt. Davon angetrieben sprangen die Aktien über ihren Abwärtstrend und legten bis zum Vortag in der Spitze bereits um fast 50 Prozent zu. Seit Jahresbeginn haben die Anteilsscheine im Kleinwerte-Index SDax nun um mehr als ein Drittel zugelegt, in den vergangenen zwölf Monaten sogar um rund 145 Prozent.
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Großaktionär Friedhelm Loh, der über die Swoctem GmbH 41,5 Prozent der Klöckner-Aktien hält, unterstütze das Übernahmeangebot. Worthington Steel möchte mindestens 65 Prozent der Anteile von Klöckner & Co und rechnet mit einem Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte. Klöckner soll nach dem Zusammenschluss weiter eigenständig bleiben. Worthington will im Aufsichtsrat als „strategischer Partner“ vertreten sein.
Analyst Christian Cohrs von Warburg Research hält die Übernahmeofferte für attraktiv. Der von Worthington Steel gebotenen Preis liege fast doppelt so hoch wie der eigenständige faire Wert des Stahlhändlers von 6,15 Euro. Die Offerte ermögliche es Investoren, in einem herausfordernden europäischen Marktumfeld den wahren Wert des Unternehmens zu realisieren und dabei die Risiken zu umgehen, die bei dem Stahlhändler vorhanden seien.
DZ-Bank-Experte Dirk Schlamp hält die Erfolgswahrscheinlichkeit der Transaktion angesichts der vergleichsweise niedrigen Mindestannahmeschwelle und der Unterstützung des Vorstandes sowie von Großaktionär Loh für hoch. Außerdem erwartet er keine wesentlichen Hürden im Rahmen der regulatorischen Freigaben. Obwohl eine Nachbesserung des Angebots wenig wahrscheinlich erscheine, sei es klar positiv.
Auch LBBW-Analyst Jens Münstermann würde nicht auf eine höhere Übernahmeofferte wetten und empfiehlt den Aktionären, den jüngsten Kurssprung zu nutzen und die Aktien zu verkaufen. Wer die Aktien erst andienen wolle, nachdem die Dividende im Mai ausgezahlt wurde, gehe das Risiko ein, dass die Übernahme möglicherweise scheitere.
Thomas Schulte-Vorwick vom Bankhaus Metzler erachtet die Übernahme wegen eines hohen Potenzials an operativen Einspareffekten auch als strategisch sinnvoll. Zudem lobt der Analyst den Verkauf der Becker Gruppe, den Klöckner separat angekündigt hatte. Die Multi-Metals-Plattform im Flachstahlsektor biete nur eine schwache Profitabilität, das verbleibende Portfolio dürfte dagegen attraktivere Wachstumschancen bieten./niw/err/stk
Quelle: dpa-AFX
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23 Kommentare
Die Unterstützung durch Großaktionär Loh ist entscheidend. Ohne seine Zustimmung wäre das Angebot wahrscheinlich gescheitert.
Die Aussage, dass die Offerte Investoren Risiken abnimmt, ist wichtig. Der europäische Stahlmarkt ist derzeit alles andere als stabil.
Es ist interessant zu sehen, dass Klöckner seit Jahresbeginn um über ein Drittel im SDax zugelegt hat. Das zeigt, dass das Unternehmen bereits vor dem Angebot attraktiv war.
Friedhelm Loh, mit seinen 41,5 Prozent der Aktien, unterstützt das Angebot. Das ist ein starkes Signal und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses deutlich.
Die Tatsache, dass der Abschluss der Transaktion erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird, deutet auf einen komplexen Prozess hin. Welche Hürden könnten noch auftreten?
Ich finde es gut, dass Worthington Steel die Eigenständigkeit von Klöckner betont. Das gibt den Mitarbeitern Sicherheit und erhält die lokale Präsenz.
Worthington Steel plant, als „strategischer Partner“ im Aufsichtsrat vertreten zu sein, aber Klöckner eigenständig zu lassen. Klingt nach einem Versuch, Synergien zu nutzen, ohne die Identität des Unternehmens zu verlieren.
Die Tatsache, dass die Übernahmeverhandlungen bereits im Dezember bekannt wurden und die Aktien seitdem gestiegen sind, zeigt, wie stark der Markt auf diese Entwicklung reagiert hat.
Ein Unternehmenswert von 2,4 Milliarden Dollar ist beachtlich. Wie wird sich diese Übernahme auf den Wettbewerb im deutschen Stahlhandel auswirken?
Ich frage mich, ob andere Stahlhändler nun ebenfalls Übernahmeangebote erhalten könnten. Der Markt scheint im Moment sehr aktiv zu sein.
Die 27,3-prozentige Steigerung der Aktien nach dem Angebot ist enorm. Ist das ein Zeichen für eine spekulative Blase, oder ein nachhaltiger Wertzuwachs?
Worthington Steel scheint ein strategisch kluger Investor zu sein, der das Potenzial von Klöckner erkannt hat. Ich hoffe, dass die Übernahme für beide Seiten von Vorteil ist.
Der Verkauf der Becker Gruppe scheint ein kluger Schachzug von Klöckner zu sein, da die Multi-Metals-Plattform offenbar nicht profitabel genug war. Wie wird sich das auf die zukünftige Strategie auswirken?
Die dpa-AFX Quelle ist gut, aber ich hätte mir mehr Details über die genauen Synergien gewünscht, die durch die Übernahme entstehen sollen.
Ich bin mir nicht sicher, ob der faire Wert von 6,15 Euro realistisch ist. Der Stahlmarkt ist volatil und schwer einzuschätzen.
Die Tatsache, dass Worthington Steel 11 Euro pro Aktie bietet, während die Aktien bereits bei 10,96 Euro notieren, deutet auf ein hohes Vertrauen in den Erfolg des Übernahmeangebots hin. Wird der Preis noch steigen, um mehr Aktionäre anzulocken?
Ich bin gespannt, wie sich die Übernahme auf die Dividendenpolitik von Klöckner auswirken wird. Wird es weiterhin attraktive Ausschüttungen geben?
Die niedrige Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent, wie von Dirk Schlamp von der DZ-Bank erwähnt, macht die Transaktion wahrscheinlicher. Aber was passiert, wenn diese Schwelle nicht erreicht wird?
Die Erwartung von operativen Einspareffekten durch die Übernahme ist nachvollziehbar, aber wie hoch werden diese tatsächlich sein und wie werden sie umgesetzt?
Jens Münstermann von der LBBW rät, den Kurssprung zu nutzen und zu verkaufen. Ich überlege, ob ich das Risiko eingehen soll, auf eine mögliche Nachbesserung zu warten.
Analyst Christian Cohrs sieht den Angebotspreis fast doppelt so hoch wie den fairen Wert von 6,15 Euro. Ist das ein realistischer Wert, oder eine konservative Schätzung?
Die Kurssteigerung von über 145 Prozent in den letzten zwölf Monaten ist wirklich beeindruckend. Hatte jemand von uns Investoren mit so einem Anstieg gerechnet?
Ich bin etwas skeptisch, ob die regulatorischen Freigaben wirklich ohne wesentliche Hürden erfolgen werden. Gerade im Stahlsektor gibt es oft strenge Auflagen.