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Seit dem abermaligen Kursabsturz im Oktober, als Teamviewer die Wachstumsziele senken musste und die Aktien in der Folge im November bei 5,38 Euro ein Rekordtief markierten, versucht sich der Kurs zu stabilisieren. Über die Marke von 6 Euro kamen die Papiere dabei nur selten hinaus. Anleger von Teamviewer hatten im Jahr 2025 keinen Grund zur Freude: Die Aktien waren im MDax der drittschwächste Wert mit einem Verlust von fast 37 Prozent.
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Am Freitag teilte das Unternehmen mit, 2025 das Umsatzziel erreicht zu haben. Dies gab Anlegern offenbar etwas Zuversicht. Ein Händler wertete es leicht positiv, dass die Eckdaten keine größeren Enttäuschungen mehr enthielten. Die Prognose für die bereinigte operative Marge von rund 44 Prozent für 2025 blieb unverändert.
Die kanadische Bank RBC hält die Teamviewer-Aktien unter Berücksichtigung einer günstigen Produkt-Positionierung, der Robustheit des Abo-Modells und der Aussichten für den Cashflow weiter für attraktiv bewertet. Bei einem Kursziel von 16 Euro ist Analystin Wassachon Udomsilpa ausgesprochen optimistisch.
Positiv kam am Markt laut Börsianern auch an, dass das Schlussquartal des vor rund einem Jahr übernommenen Unternehmens 1E erstmalig positiv war. Die Teamviewer-Führung wollte mit 1E das eigene Angebot rund um Fernwartung und vernetzte Geräte abrunden, da 1E Software zur automatischen Erkennung und Behebung von IT-Problemen der Anwender anbietet.
Allerdings lief es bei 1E, das den überwiegenden Teil der Geschäfte in den USA macht, dann erst einmal schlechter als erhofft. Neben der Ausgabenzurückhaltung von US-Behörden spielten dabei auch Abgänge von 1E-Kunden eine Rolle, die etwas umfangreicher gewesen seien als ursprünglich einkalkuliert, hatte Teamviewer-Chef Oliver Steil im Jahresverlauf erklärt.
Auch das hatte die Aktien 2025 belastet, die zu 26,25 Euro je Papier im Herbst 2019 an die Börse gebracht worden waren. Dank der Sonderkonjunktur in der Corona-Pandemie folgte ein Rekordhoch Mitte 2020 bei fast 55 Euro. Dann aber flaute die Nachfrage nach den Aktien zusehends ab. Zusätzlich sorgten die Folgen eines kostspieligen Sponsorenvertrags mit Manchester United anschließend für eine Talfahrt./ajx/tih/mis
Quelle: dpa-AFX
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17 Kommentare
Es ist positiv zu sehen, dass das Schlussquartal von 1E erstmals positiv war. Das deutet darauf hin, dass die Integration vielleicht doch Früchte trägt, obwohl die anfänglichen Probleme mit den US-Kundenabgängen besorgniserregend waren.
Die Betonung des Abo-Modells durch RBC als robusten Faktor ist verständlich. Wird Teamviewer dieses Modell weiter ausbauen und diversifizieren, um unabhängiger von einzelnen Großkunden zu werden?
Ich bin etwas skeptisch, ob die Prognose einer bereinigten operativen Marge von rund 44 Prozent für 2025 realistisch ist, angesichts der Probleme mit der Integration von 1E und den Kundenabgängen, die Oliver Steil erwähnt hat. Wie wird Teamviewer diese Marge tatsächlich erreichen?
Die Tatsache, dass die Umsatzdaten für 2025 keine größeren Enttäuschungen enthielten, scheint für einige Händler ausreichend gewesen zu sein. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erwartungen an Teamviewer mittlerweile sehr niedrig sind?
Ich finde es gut, dass Teamviewer transparent über die Probleme mit 1E kommuniziert hat, insbesondere über die unerwartet hohen Kundenabgänge. Das schafft Vertrauen, auch wenn die Situation schwierig ist.
Absolut, die offene Kommunikation ist wichtig. Es zeigt, dass das Management die Herausforderungen ernst nimmt und bereit ist, sie anzugehen.
Die Aussage der RBC-Analystin Wassachon Udomsilpa, dass sie ein Kursziel von 16 Euro sieht, erscheint sehr optimistisch, wenn man bedenkt, dass die Aktie 2019 noch bei 26,25 Euro und 2020 bei fast 55 Euro gehandelt wurde. Was sind die Hauptfaktoren, die diese positive Einschätzung begründen?
Die Tatsache, dass Teamviewer im Jahr 2024 so stark im MDax gelitten hat, zeigt, wie sensibel die Anleger auf Wachstumsschwächen reagieren. Wird das Unternehmen in der Lage sein, das Vertrauen der Investoren langfristig zurückzugewinnen?
Der Sprung von 26,25 Euro im Herbst 2019 auf fast 55 Euro Mitte 2020 war enorm. Was hat sich seitdem grundlegend geändert, dass das Unternehmen nicht mehr an diese Werte anknüpfen kann?
Die RBC-Analyse klingt vielversprechend, aber ich würde gerne mehr Details darüber sehen, wie die Analysten zu ihrem Kursziel von 16 Euro kommen. Welche Annahmen liegen dieser Prognose zugrunde?
Das ist eine berechtigte Frage. Oft basieren solche Ziele auf zukünftigen Wachstumsszenarien und der Bewertung des Unternehmens im Vergleich zu Wettbewerbern.
Die Integration von 1E sollte das Angebot von Teamviewer im Bereich Fernwartung und IT-Problemlösung erweitern. Gibt es bereits konkrete Synergieeffekte, die sich zeigen?
Die Erwähnung der Sonderkonjunktur durch die Corona-Pandemie, die zu einem Rekordhoch führte, erinnert daran, wie anfällig Teamviewer für externe Faktoren ist. Wie plant das Unternehmen, sich gegen zukünftige Schocks zu wappnen?
Ich bin gespannt, wie sich der Sponsorenvertrag mit Manchester United langfristig auswirken wird. Hat Teamviewer aus den anfänglichen Fehlern gelernt und die Kosten besser im Griff?
Der Anstieg nach den Umsatzdaten ist eine willkommene Abwechslung, aber die Aktie hat seit dem Rekordtief im November bei 5,38 Euro noch einen langen Weg vor sich. Ist 6,10 Euro wirklich ein nachhaltiger Wendepunkt?
Ich frage mich, ob die Ausgabenzurückhaltung der US-Behörden, die Teamviewer-Chef Oliver Steil als Problem nannte, weiterhin ein Faktor sein wird, der das Wachstum von 1E bremst. Gibt es alternative Märkte, auf die sich 1E konzentrieren könnte?
Die Erholung um 6,3 Prozent auf 6,10 Euro nach den Umsatzdaten für 2025 ist bemerkenswert, besonders wenn man bedenkt, dass Teamviewer im MDax 2024 der drittschwächste Wert mit fast 37 Prozent Verlust war. Wird dieser Aufwärtstrend anhalten oder ist das nur eine kurzfristige Reaktion?