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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) – Die europäischen Börsen haben am Dienstag leichte Gewinne verzeichnet. Damit knüpften die Märkte kurz vor dem Jahresende an die Stärke im Jahresverlauf an. Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone notierte am Mittag mit 5.780,29 Punkten 0,5 Prozent höher. Im November hatte der Index über 5.800 Punkten ein Rekordhoch verzeichnet.
Außerhalb des Euroraums ging es ebenfalls leicht nach oben. Der britische Leitindex FTSE 100 lag mit 9.903,21 Zählern 0,37 Prozent höher. Der Schweizer SMI tendierte 0,1 Prozent höher mit 13.252,05 Punkten. Hier bremste die mäßige Entwicklung defensiver Schwergewichte wie Nestle (Nestlé) und Novartis.
Am Abend steht noch das Protokoll der US-Notenbank an. Dieses könnte den Takt für den Beginn des neuen Handelsjahres vorgeben. „Das Protokoll wird einen spannenden Blick hinter die Kulissen erlauben“, so Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. „Die Meinungen innerhalb der Fed gehen weit auseinander – jede zusätzliche Information ist daher Gold wert, weil sie Anlegern hilft, den Zinskurs für das kommende Jahr besser auszutarieren.“
Rohstoffaktien waren stärkster Sektor. Auch Bankaktien waren gefragt. Der Sektor knüpfte damit an die Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn an, die rund 70 Prozent Gewinn gebracht hatte.
Auf der anderen Seite wurden Werte verkauft, die sich im laufenden Jahr mäßig entwickelt hatten. So gaben die Aktien der Nahrungs- und Getränkehersteller leicht nach. Unter dem Strich hat sich der Sektor seit Jahresbeginn damit kaum verändert.
Auch der Pharma- und der Immobiliensektor hinkten hinterher. Beide hatten seit Jahresbeginn auf der Stelle getreten beziehungsweise nur überschaubare Gewinne verzeichnet – ebenso wie die Autowerte, die trotz stärkerer Schwankungen unter dem Strich nicht vom Fleck gekommen waren./mf/jha/
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23 Kommentare
Die Entwicklung der Pharma- und Immobiliensektoren ist enttäuschend. Haben diese Branchen strukturelle Probleme, die ihre Performance beeinträchtigen?
Die Performance der Bankaktien ist wirklich beeindruckend. Ich überlege, meine Anlage in diesem Sektor zu erhöhen.
Seien Sie vorsichtig, hohe Gewinne bedeuten auch ein höheres Risiko einer Korrektur.
Ich frage mich, ob die Verkäufe in den Sektoren, die sich mäßig entwickelt haben, eine bewusste Umschichtung des Kapitals darstellen, um von den Gewinnern zu profitieren.
Der SMI in der Schweiz wird offenbar von Nestlé und Novartis gebremst. Sind diese Werte generell überbewertet, oder handelt es sich um eine kurzfristige Korrektur?
Es könnte auch an der allgemeinen Risikobereitschaft der Anleger liegen, die momentan eher in andere Sektoren investieren.
Die Tatsache, dass das Protokoll der US-Notenbank am Abend veröffentlicht wird, erhöht die Volatilität. Anleger sollten vorsichtig sein.
Die Aussage von Jochen Stanzl, dass die Meinungen innerhalb der Fed weit auseinandergehen, ist besorgniserregend. Das könnte zu unvorhersehbaren Marktbewegungen führen.
Der EuroStoxx 50 bei 5.780,29 Punkten – ein guter Wert, aber noch weit entfernt von den Höchstständen vor der Pandemie. Wie sieht die langfristige Perspektive aus?
Ich bin etwas skeptisch, ob das Protokoll der US-Notenbank wirklich so ‚Gold wert‘ sein wird, wie Herr Stanzl von der Consorsbank meint. Die Fed scheint ja bereits sehr transparent zu kommunizieren.
Trotzdem könnten die Nuancen in den Diskussionen innerhalb der Fed wichtige Hinweise auf zukünftige Zinsschritte geben.
Die Tatsache, dass Nahrungsmittel- und Getränkehersteller seit Jahresbeginn kaum Gewinne gemacht haben, überrascht mich. Man hätte bei steigenden Preisen mehr erwartet.
Es ist interessant zu sehen, dass Rohstoffaktien die stärksten im Sektor waren. Könnte das ein Zeichen für eine veränderte Anlegerpräferenz hin zu realen Werten sein?
70 Prozent Gewinn im Bankensektor seit Jahresbeginn – das ist eine enorme Rendite! Wie nachhaltig ist dieser Aufwärtstrend wirklich?
Die steigenden Zinsen könnten diesen Trend noch eine Weile unterstützen, aber eine Korrektur ist natürlich immer möglich.
Die Erwähnung eines möglichen neuen Rekords beim EuroStoxx 50 mit über 5.800 Punkten im November ist bemerkenswert – deutet das auf eine anhaltende positive Dynamik hin, oder war das ein einmaliger Ausreißer?
Es ist schwer zu sagen, aber die Bankaktien, die seit Jahresbeginn rund 70 Prozent gewonnen haben, scheinen diese positive Entwicklung zu unterstützen.
Ich finde es gut, dass die Märkte kurz vor Jahresende noch an Stärke gewinnen. Das gibt Hoffnung für ein positives Startsignal ins neue Jahr.
Autowerte haben trotz Schwankungen kaum an Wert gewonnen. Liegt das an der Umstellung auf Elektromobilität und den damit verbundenen Investitionen?
Das ist durchaus möglich, die hohen Investitionen belasten die Gewinnmargen vieler Hersteller.
Es ist bemerkenswert, dass der FTSE 100 ebenfalls leicht zulegt, obwohl er nicht zum Euroraum gehört. Zeigt das eine globale Risikobereitschaft?
Ja, das deutet darauf hin, dass die positiven Nachrichten nicht auf Europa beschränkt sind.
Es ist interessant zu beobachten, wie sich die verschiedenen Sektoren entwickeln. Die Divergenz zwischen den Gewinnern und Verlierern ist deutlich.