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- Aurubis AG – WKN: 676650 – ISIN: DE0006766504 – Kurs: 148,400 € (XETRA)
Willkommen zu einer neuen Ausgabe aus der Welt der Rohstoffe. Nach dem jüngsten Höhenflug geht der Kupferpreis in eine Verschnaufpause über: Am Freitag steht ein Minus von rund 1,8 % zu Buche. Trotzdem notiert eine Tonne Kupfer mit rund 12.900 USD weiterhin in unmittelbarer Nähe zum Rekordhoch.
Dieses starke Trendverhalten spiegelt sich direkt im Kurs der Aurubis-Aktie wider; seit Jahresbeginn liegt das Plus bei beachtlichen 20,2 %. Kein Zufall: Die in Hamburg ansässige Aurubis AG ist Europas größter Kupferrecycler und zählt weltweit zu den führenden Playern im Nichteisenmetallgeschäft. Damit gehört Aurubis zu den wenigen Rohstoffaktien auf dem deutschen Kurszettel, deren Ertragskraft direkt an die Entwicklung des Kupferpreises gekoppelt ist. Die laufende Hausse kommt also nicht überraschend.
Ausbruch bestätigt, Trend voll intakt
Bereits in meiner Aurubis-Analyse vom 25. November 2025 hatte ich auf den massiven Widerstand im Bereich von 120 EUR hingewiesen. Dieser wurde Ende Dezember dynamisch nach oben durchbrochen. Charttechnisch war das eine klare Long-Ansage.
Seither läuft der Trend sauber nach oben. Aktuell notiert die Aktie auf Allzeithoch, der übergeordnete Aufwärtstrend ist klar intakt. Gleichzeitig nimmt die Überhitzung aber zu, was Trader im Blick behalten sollten.
Bewertung ambitioniert, Zahlen als Trigger
Fundamental ist Aurubis inzwischen kein Schnäppchen mehr: Das KGV für 2027e liegt bei 17,7 und die Dividendenrendite bei lediglich 1,4 %. Im Analystenkonsens wird die Aktie mehrheitlich als Halteposition eingestuft, mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 120 EUR. Dem steht ein aktueller Kurs von etwa 149 EUR gegenüber.
Spannend wird es am 5. Februar, wenn Aurubis die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt. Positive Überraschungen könnten eine Neubewertung nach sich ziehen. Ein erster Schritt in diese Richtung kam bereits von Warburg Research, die ihr Kursziel erst am Mittwoch von 115 EUR auf 141 EUR angehoben haben.
Überkauft, aber noch kein Verkaufssignal
Aus technischer Sicht ist die Aktie klar überkauft: Sowohl die Slow-Stochastik als auch der DIX-Indikator signalisieren eine ausgeprägte Überdehnung. Der Abstand zur 200-Tage-Linie liegt aktuell bei rund 40 % und damit auf einem historischen Hoch.
Bemerkenswert: Die laufende Konsolidierung beim Kupferpreis hat bislang kaum Spuren im Aurubis-Chart hinterlassen. Sollte Kupfer jedoch weiter unter Druck geraten, könnte sich das ändern. Eine Korrektur bis in den Bereich von 120 bis 125 EUR wäre technisch sauber und würde den langfristig positiven Trend der Aurubis-Aktie nicht infrage stellen.
Mein Fazit: Die Aktie der Aurubis AG bleibt ein Top-Play auf Kupfer und den Rohstoffzyklus. Der Trend ist intakt, das Momentum stark. Kurzfristig steigt jedoch das Rückschlagrisiko. Trader sollten Überhitzung respektieren, Gewinne absichern und mögliche Rücksetzer als neue Chancen einplanen.
Strategien
Auf den Basiswert Aurubis AG stehen dir verschiedene Derivate zur Verfügung, mit denen du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend nenne ich dir zwei Strategien:
Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 90,00 EUR – Laufzeit bis: 16.06.2027 – Omega: 2,4 – ISIN: DE000HT57QQ2
Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 120,00 EUR – Laufzeit bis: 18.06.2027 – Omega: 3,1 – ISIN: DE000DU39EP5
Das Team
Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.
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18 Kommentare
Die Tatsache, dass Aurubis als Europas größter Kupferrecycler positioniert ist, macht das Unternehmen in der aktuellen Rohstofflage besonders attraktiv, da Recycling eine wichtige Rolle bei der Kupferversorgung spielt.
Die Kopplung der Ertragskraft an den Kupferpreis ist ein entscheidender Faktor für Aurubis. Wenn der Kupferpreis stabil bleibt oder steigt, sollte sich das positiv auf die Aktie auswirken.
Die Diskrepanz zwischen dem Kupferpreis, der sich in einer Verschnaufpause befindet, und dem Aurubis-Kurs, der weiterhin steigt, ist bemerkenswert und könnte ein Hinweis auf eine kurzfristige Überhitzung sein.
Ich frage mich, wie stark der Kupferpreis tatsächlich fallen müsste, um eine Korrektur der Aurubis-Aktie in den Bereich von 120-125 EUR auszulösen, wie im Artikel angedeutet.
Die Analysten scheinen sich uneinig zu sein, da die Mehrheit die Aktie als ‚Halten‘ bewertet, obwohl der Kurs bereits deutlich über dem durchschnittlichen Kursziel liegt. Das ist widersprüchlich.
Ich bin gespannt, ob die Zahlen am 5. Februar 2026 tatsächlich positive Überraschungen bringen werden, die eine Neubewertung rechtfertigen, wie von Warburg Research angedeutet, die ihr Kursziel kürzlich auf 141 EUR erhöhten.
Wenn Aurubis tatsächlich Europas größter Kupferrecycler ist, könnte das Unternehmen von den steigenden Umweltauflagen und dem Fokus auf Nachhaltigkeit profitieren.
Ein Kursanstieg von über 20% seit Jahresbeginn ist beeindruckend, aber das KGV von 17,7 für 2027 wirft die Frage auf, ob die Aktie bereits überbewertet ist, besonders im Vergleich zum durchschnittlichen Kursziel der Analysten von 120 EUR.
Ich finde es gut, dass der Artikel sowohl die Chancen als auch die Risiken aufzeigt. Das hilft mir, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Die Erwähnung des Widerstands bei 120 EUR in der Analyse vom 25. November 2025 zeigt, dass die Entwicklung der Aktie gut vorhersehbar war, was die Expertise des Analysten unterstreicht.
Die Aussage, dass die Aktie ‚überkauft‘ ist, basierend auf der Slow-Stochastik und dem DIX-Indikator, ist ein wichtiger Hinweis für kurzfristige Trader, die möglicherweise Gewinne sichern sollten.
Als Anleger bin ich etwas besorgt über die ‚Überhitzung‘, die im Artikel erwähnt wird. Sollte man jetzt vorsichtiger sein und nicht auf einen weiteren Anstieg spekulieren?
Eine Dividendenrendite von nur 1,4% ist für eine Rohstoffaktie eher niedrig. Ist das ein akzeptabler Kompromiss für das Wachstumspotenzial, das Aurubis bietet?
Die Tatsache, dass die Konsolidierung beim Kupferpreis bisher kaum Auswirkungen auf den Aurubis-Chart hatte, deutet auf eine starke Eigenständigkeit der Aktie hin, zumindest kurzfristig.
Die Analyse vom 25. November 2025 scheint sehr treffsicher gewesen zu sein. Das gibt Vertrauen in die Einschätzungen des Analysten.
Ein Abstand von 40% zur 200-Tage-Linie ist historisch hoch – ist das ein Warnsignal, dass eine Korrektur bevorsteht, oder zeigt es einfach nur die Stärke des aktuellen Aufwärtstrends?
Ein Kursziel von 120 EUR im Analystenkonsens erscheint angesichts des aktuellen Kurses von 149 EUR sehr konservativ. Gibt es Gründe für diese Zurückhaltung?
Möglicherweise berücksichtigen die Analysten ein höheres Risiko für eine Korrektur oder eine Abschwächung des Kupferpreises.