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Der weltweit führende Anbieter von KI-Chatbots veröffentlichte gleichzeitig seine Prinzipien, nach denen die Anzeigen geschaltet werden sollen. „Werbung beeinflusst niemals die Antworten von ChatGPT“, heißt es in einem Blogeintrag. Die Antworten würden rein danach optimiert, was am meisten helfe. „Anzeigen sind immer getrennt und klar gekennzeichnet.“
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„Wir verkaufen keine Daten“
Das Unternehmen versprach auch, die Privatsphäre der Nutzer zu achten: „Wir halten Unterhaltungen mit ChatGPT strikt vor Werbetreibenden geschützt und verkaufen keine Daten.“ Jeder Nutzer entscheide selbst, wie Daten genutzt würden. „Personalisierung kann abgeschaltet und die für Anzeigen verwendeten Daten können jederzeit gelöscht werden.“ Außerdem gebe es immer einen Weg, ChatGPT ohne Werbung zu nutzen – etwa über einen kostenpflichtigen, werbefreien Tarif.
Wer künftig bei ChatGPT keine Werbung zu Gesicht bekommen möchte, muss allerdings mindestens 20 US-Dollar im Monat für ein Abo von ChatGPT Plus in die Hand nehmen. Der neue Einsteigertarif ChatGPT Go, der monatlich acht Dollar kostet, ist nicht werbefrei. Die Tests mit den Werbeeinblendungen werden zunächst in den USA laufen. Wann ChatGPT auch in Deutschland und Europa mit Reklame zu sehen ist, steht bis jetzt nicht fest.
Strategiewechsel bei OpenAI
Mit der Entscheidung für eine Werbefinanzierung vollzieht OpenAI einen Strategiewechsel. Firmenmitbegründer und CEO Sam Altman war früher strikt dagegen. Zuletzt äußerte er sich in Interviews jedoch offener. Dabei nannte er Instagram als Beispiel für Werbung, die nützlich sein könne, wenn sie gut gemacht sei.
OpenAI versucht angesichts von hohen Betriebskosten für den Betrieb der riesigen KI-Modelle, neue Umsatzquellen zu erschließen. Dabei geht es vor allem darum, mit den Gratis-Nutzern Umsätze zu machen. Schätzungen zufolge nutzen über 90 Prozent der ChatGPT-Anwender die kostenlose Version. Diese Nutzer verursachen für OpenAI nur Kosten und bringen bisher keinen Umsatz./chd/DP/nas
Quelle: dpa-AFX
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11 Kommentare
Ich frage mich, ob die Einführung von Werbung in ChatGPT langfristig nicht doch zu einer Abwanderung von Nutzern führen könnte, die Wert auf eine ungestörte Erfahrung legen. Die Konkurrenz schläft ja auch nicht.
Sam Altmans Vergleich mit Instagram ist interessant. Aber eine KI, die auf Informationen zugreift, ist doch eine andere Hausnummer als eine Social-Media-Plattform. Ich hoffe, die Anzeigen werden wirklich ’nützlich‘ sein und nicht nur aufdringlich.
Es ist beruhigend zu hören, dass OpenAI verspricht, keine Daten an Werbetreibende weiterzugeben und die Personalisierung abschaltbar zu machen. Das ist ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Nutzer zu erhalten.
Die Tatsache, dass die Tests mit den Werbeeinblendungen zunächst nur in den USA laufen, lässt mich vermuten, dass OpenAI die Reaktion der Nutzer genau beobachten will, bevor sie die Werbung auch nach Deutschland und Europa bringen. Das ist klug.
Die Fokussierung auf die Monetarisierung der kostenlosen Nutzer ist verständlich, aber ich befürchte, dass eine zu aggressive Werbestrategie die Qualität von ChatGPT beeinträchtigen könnte. Das wäre kontraproduktiv.
Es ist ein interessanter Strategiewechsel von OpenAI, da Sam Altman ja früher strikt gegen Werbung war. Die hohen Betriebskosten für die KI-Modelle scheinen ihn jedoch umgestimmt zu haben.
Das stimmt, die Skalierung solcher Modelle ist extrem teuer. Werbung ist ein schneller Weg, um zumindest einen Teil der Kosten zu decken.
Die Tatsache, dass über 90 Prozent der ChatGPT-Nutzer die kostenlose Version verwenden, erklärt natürlich den Druck, neue Einnahmequellen zu finden. Es bleibt abzuwarten, ob die Werbung die Nutzererfahrung so wenig beeinträchtigt, wie OpenAI verspricht.
20 US-Dollar pro Monat für ChatGPT Plus, um Werbung zu vermeiden, ist eine deutliche Preisdifferenz zu den 8 Dollar für ChatGPT Go. Das könnte viele Nutzer dazu bringen, die Werbung in Kauf zu nehmen, anstatt ein teures Abo abzuschließen.
Ich bin gespannt, wie die ‚klare Kennzeichnung‘ der Werbung in ChatGPT tatsächlich aussieht. Könnte das nicht trotzdem zu einer subtilen Beeinflussung der Nutzer führen, selbst wenn die Antworten selbst nicht verändert werden?
Die Aussage, dass ‚Werbung niemals die Antworten von ChatGPT beeinflusst‘, klingt sehr kategorisch. Wie wird das Unternehmen das technisch umsetzen und transparent nachweisen?