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Trotz umfangreicher Sanktionen gegen Russland boomt der Autohandel: Zehntausende Fahrzeuge internationaler Marken gelangen über China ins Land – mit diesem Trick.

Trotz umfassender Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland geht der Handel mit Fahrzeugen internationaler Marken weiter. Wie aus von „Reuters“ ausgewerteten Zulassungsdaten der russischen Analysefirma Autostat hervorgeht, werden zehntausende Autos über sogenannte Graumarkt-Mechanismen aus China nach Russland exportiert. Dabei werden Sanktionen und Selbstverpflichtungen vieler Hersteller umgangen, die sich nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 aus dem Russlandgeschäft zurückgezogen hatten.

Handel mit „Null-Kilometer-Gebrauchtwagen“

Ein Großteil der Fahrzeuge wird in China produziert, wo zahlreiche internationale Autobauer gemeinsam mit lokalen Partnern fertigen. Andere Modelle werden über China weitergeleitet. Auffällig ist der wachsende Anteil sogenannter „Null-Kilometer-Gebrauchtwagen“. Neuwagen werden in China formal als verkauft registriert, anschließend als gebraucht deklariert und exportiert. Auf diese Weise umgehen Händler Genehmigungspflichten der Hersteller für Russlandexporte. In China sind diese Fahrzeuge häufig stark rabattiert, in Russland erzielen sie hingegen Preise auf Neuwagenniveau, so „Reuters“.



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BMW-Fahrzeuge fahren von einer Fähre

Auch deutsche Automarken sehr begehrt

2025 wurden in Russland rund 130.000 Fahrzeuge von Herstellern aus Sanktionsstaaten neu zugelassen, wie „Reuters“ berichtet. Fast die Hälfte davon stammte aus chinesischer Produktion. Seit 2022 wurden insgesamt mehr als 700.000 Fahrzeuge solcher Marken verkauft. Besonders gefragt sind Toyota und Mazda: Von knapp 30.000 verkauften Toyotas im vergangenen Jahr wurden fast 24.000 in China gefertigt. Auch deutsche Premiummarken bleiben begehrt. Rund 47.000 neue Fahrzeuge von BMW, Mercedes-Benz und dem Volkswagen-Konzern wurden registriert, mehr als 20.000 davon aus chinesischer Produktion.

Kontrolle komplexer Lieferketten zu schwierig

Hersteller wie Mercedes, BMW oder Toyota betonen, keine Fahrzeuge nach Russland zu exportieren und gegen unerlaubte Weiterverkäufe vorzugehen. Doch die Kontrolle komplexer Lieferketten sei schwierig und aufwendig, wie „Reuters“ berichtet. Branchenexperten halten es angesichts vielfältiger Umgehungsmöglichkeiten für nahezu unmöglich, vollständig zu verhindern, dass sanktionierte Produkte ihren Weg nach Russland finden.

Franziska Schwarz

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6 Kommentare

  1. Interesting update on China-Trick sorgt für Auto-Boom in Russland – Vor allem deutsche Marken gefragt. Looking forward to seeing how this develops.

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