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  • CoreWeave Inc. – WKN: A413X6 – ISIN: US21873S1087 – Kurs: 79,320 $ (Nasdaq)

Die Aktie notiert zuletzt bei rund 79 USD und liegt damit bereits über dem neuen Zielwert.

CoreWeave betreibt eine auf Hochleistungs-GPUs spezialisierte Cloud-Infrastruktur, die vor allem für KI-Modelle, Training und Inferenz genutzt wird. Das Unternehmen profitiert von der rasant steigenden Nachfrage nach Rechenleistung, ist dabei jedoch stark kapitalintensiv und hoch verschuldet.

Schuldenlast bleibt, Hoffnung kommt von OpenAI

An seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber dem Geschäftsmodell hält Luria fest. Aus seiner Sicht gehört der gesamte Unternehmenswert faktisch den Gläubigern, während für die Aktionäre langfristig kaum Substanz verbleibt. „Wir glauben weiterhin, dass das Eigenkapital von Coreweave letztlich wertlos werden könnte“, schreibt der Analyst. Die Hochstufung sei daher ausdrücklich nicht als Entwarnung zu verstehen, sondern als taktische Anpassung.

Der kurzfristige Hoffnungsschimmer kommt von einer möglichen Kapitalaufnahme beim wichtigsten Kunden OpenAI. Sollte es dem KI-Entwickler gelingen, frisches Kapital in der Größenordnung von rund 100 Mrd. USD einzuwerben, könnte dies OpenAI in die Lage versetzen, seine Verpflichtungen im Jahr 2026 vollständig zu erfüllen, darunter auch langfristige Abnahmeverträge mit CoreWeave. Für den Cloud-Anbieter wäre das ein Aufschub der Probleme, nicht deren Lösung.

Luria betont, dass ein solches Szenario die strukturelle Wertvernichtung im Geschäftsmodell nicht beseitigen würde. Es würde lediglich Zeit kaufen. Umgekehrt warnt er vor erheblichen Risiken, falls das Fundraising deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Sollte OpenAI bis Ende März nicht annähernd die angestrebte Summe erreichen, könnte sich der Wertverfall der CoreWeave-Aktie sogar beschleunigen. Entsprechend rät der Analyst Investoren weiterhin zur Zurückhaltung.

Die Anhebung des Kursziels begründet DA Davidson weniger mit verbesserten Fundamentaldaten als mit einer Anpassung an den Markt. Das neue Ziel basiert auf dem einfachen Faktor von 1 auf den Auftragsbestand, die sogenannten Remaining Performance Obligations. Diese Bewertungsmethode sei zwar „defizitär“, räumt Luria ein, angesichts unsicherer Renditen und Risiken im Backlog. Sie ermögliche es jedoch, ein Kursziel zu rechtfertigen, das den formalen Vorgaben für ein „Neutral“-Rating entspricht.

Fazit: Ob wertlos oder nicht, dem Zocker ist das egal. CoreWeaves Geschäftsmodell lebt von der Wette auf eine dauerhaft explosive Nachfrage nach Rechenleistung und ausbleibenden Margeneinbußen. Eine heiße Wette war das schon immer. Nur wenige Analysten nennen das Spiel so deutlich beim Namen: Bei der Reise nach Jerusalem bleibt irgendwann kein Stuhl mehr übrig. Wer in den Bereich investieren möchte, greift besser zur Oracle-Aktie, die ebenfalls spekulativ ist, aber deutlich besser aufgestellt erscheint.

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Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. USD 5,11 12,01 19,21
Ergebnis je Aktie in USD -1,30 -0,27 2,18
KGV 36
Dividende je Aktie in USD 0,00 0,00 0,00
Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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Über stock3 stock3 ist die zentrale „Homebase“ für anspruchsvolle Trader und Anleger im deutschsprachigen Raum. Die Plattform vereint die Analysestärke des ehemaligen GodmodeTrader mit der Technologie des Trading-Terminals Guidants. Nutzer finden hier professionelle Chartanalysen, Echtzeitkurse und die Möglichkeit, direkt aus der Plattform heraus bei zahlreichen Brokern zu handeln.

21 Kommentare

  1. Die Abhängigkeit von OpenAI und deren potenzieller Kapitalaufnahme von 100 Milliarden USD ist ein enormes Risiko. Was passiert, wenn OpenAI diese Summe nicht erreicht, und wie schnell könnte der Wertverfall dann eintreten?

  2. Die WKN A413X6 und ISIN US21873S1087 sind nützliche Informationen für Investoren, die die Aktie genauer recherchieren möchten. Aber die Risiken sollten nicht unterschätzt werden.

  3. Es ist riskant, auf eine ‚dauerhaft explosive Nachfrage‘ zu setzen. Gibt es Anzeichen dafür, dass diese Nachfrage tatsächlich nachhaltig ist oder könnte es zu einer Überkapazität kommen?

  4. Die Aussage, dass das Eigenkapital von Coreweave letztendlich wertlos werden könnte, ist ziemlich drastisch. Wie wahrscheinlich schätzt der Analyst Luria das Szenario ein, dass Gläubiger den gesamten Unternehmenswert beanspruchen?

  5. Die kapitalintensive Natur des Geschäftsmodells ist ein klarer Nachteil. Könnte CoreWeave durch technologische Innovationen oder effizientere Prozesse versuchen, die Margen zu verbessern, anstatt nur auf steigende Nachfrage zu hoffen?

  6. Die Tatsache, dass das Unternehmen auf Hochleistungs-GPUs spezialisiert ist, klingt vielversprechend angesichts des KI-Booms. Aber reicht das aus, um die Schuldenlast zu bewältigen?

  7. Laura Schäfer am

    Die Erwähnung des Kurses von 79,320 $ ist gut, aber wie hat sich der Kurs in den letzten Monaten entwickelt? Gibt es eine historische Perspektive, die die aktuelle Situation besser erklärt?

  8. Ich frage mich, ob die Analysten von DA Davidson die potenziellen Auswirkungen von Wettbewerbern auf CoreWeave berücksichtigt haben. Der Markt für KI-Rechenleistung wird wahrscheinlich immer umkämpfter.

  9. Die Metapher ‚Bei der Reise nach Jerusalem bleibt irgendwann kein Stuhl mehr übrig‘ ist drastisch, aber einprägsam. Sie verdeutlicht die hohe Spekulation, die in CoreWeave steckt. Ist das eine gängige Analogie in der Finanzwelt?

  10. Ich finde es bemerkenswert, dass CoreWeave trotz der hohen Verschuldung und des fragwürdigen Geschäftsmodells eine Hochstufung erhält. Ist das wirklich nur eine ‚taktische Anpassung‘ oder steckt mehr dahinter?

  11. Der Vergleich mit Oracle ist interessant. Inwiefern ist Oracle ‚deutlich besser aufgestellt‘, um von der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung zu profitieren, ohne die gleichen Risiken einzugehen?

  12. Die Prognosen für 2025e, 2026e und 2027e sind interessant, aber ohne konkrete Zahlen schwer zu beurteilen. Wo kann man diese detaillierten Prognosen finden?

  13. Die Beschreibung des Geschäftsmodells als ‚Wette‘ ist treffend. Es ist eine hochspekulative Investition, die nur für risikobereite Anleger geeignet ist.

  14. Emma T. Wagner am

    Die Aussage, dass die Hochstufung keine Entwarnung ist, sollte Investoren sehr ernst nehmen. Es scheint, als ob der Analyst die Risiken weiterhin als erheblich einschätzt.

  15. Es ist beunruhigend zu hören, dass der gesamte Unternehmenswert faktisch den Gläubigern gehören könnte. Das bedeutet, dass Aktionäre im Falle einer Insolvenz leer ausgehen würden.

  16. Ich bin vorsichtig bei Aktien, die so stark von einem einzigen Kunden, nämlich OpenAI, abhängig sind. Diversifizierung scheint ein dringendes Problem für CoreWeave zu sein.

  17. Ein Kursziel basierend auf dem 1-fachen des Auftragsbestands, obwohl Luria diese Methode als ‚defizitär‘ bezeichnet, klingt nach einer Notlösung, um ein ‚Neutral‘-Rating zu rechtfertigen. Ist das ein üblicher Trick in der Aktienanalyse?

  18. Peter C. Wagner am

    Ich bin skeptisch, ob CoreWeave die steigende Nachfrage nach Rechenleistung langfristig bedienen kann, ohne massive Investitionen tätigen zu müssen. Das Geschäftsmodell scheint anfällig für externe Schocks zu sein.

  19. Wenn die ‚Remaining Performance Obligations‘ so unsicher sind, warum werden sie dann überhaupt zur Bewertung herangezogen? Ist das eine gängige Praxis, oder ein Zeichen für mangelnde alternative Bewertungsansätze?

  20. Die Abhängigkeit von einer Kapitalaufnahme von OpenAI in Höhe von 100 Mrd. USD ist enorm. Was sind die Alternativen für CoreWeave, falls OpenAI scheitert?

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