Der Münchener Cybersecurity-Anbieter cyan AG hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 4,9 Millionen Euro gesteigert, nach 4,4 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Treiber war eine um 30 Prozent gewachsene Endkundenbasis. Die Zahlen sind vorläufig und ungeprüft.
WKN A2E4SV · ISIN DE000A2E4SV8
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 1. September 2026
Neunundneunzig von hundert Euro Umsatz sind wiederkehrend – dieser Anteil von 96 Prozent macht das Geschäftsmodell für Aktionäre besser planbar als bei vielen Wettbewerbern. Schwankt der Umsatz kaum, schwankt auch der Ausblick weniger.
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen blieb ein Ergebnis von 0,2 Millionen Euro übrig, nach 0,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen führt den Rückgang auf gestiegene Investitionen in die Produktentwicklung sowie in Vertrieb und Marktbearbeitung zurück. Zudem hatte der Vorjahreszeitraum von positiven Einmaleffekten profitiert.
CEO Markus Cserna sprach von einem bestätigten Wachstumskurs und betonte, das Unternehmen investiere gezielt in neue Vertriebskanäle und die weitere Markterschließung.
Die Jahresprognose bleibt unverändert: cyan erwartet für 2026 einen Konzernumsatz zwischen 10,2 und 11,5 Millionen Euro sowie ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das aufgrund der geplanten Investitionen voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 2,04 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund zwei Prozent zu; das Papier ist markteng, der Handel dünn.
Den vollständigen Halbjahresfinanzbericht will cyan am 24. September 2026 vorlegen. Ob die Investitionen bis dahin bereits erste messbare Effekte auf die Kundenzahlen gezeigt haben, bleibt abzuwarten.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.


