Im ersten Halbjahr 2026 wuchs die Gesamtleistung von Daldrup & Söhne auf 32,3 Millionen Euro, nach 20,7 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Wachstum von rund 56 Prozent ist beachtlich – doch die Marge bewegte sich in die Gegenrichtung.

Daldrup & Söhne AG

WKN 783057 · ISIN DE0007830572

Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 26. August 2026

Die Gesamtleistung stieg, das Ergebnis je eingesetztem Euro fiel. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um gut 30 Prozent auf 3,46 Millionen Euro, während die entsprechende Marge von 12,8 Prozent auf 10,7 Prozent zurückging. Aktionäre, die auf steigende Profitabilität gesetzt hatten, sehen hier zunächst einen Dämpfer – ob er anhält, hängt davon ab, wie das zweite Halbjahr die Marge bewegt.

Das Unternehmen nennt zwei Ursachen für die Abweichung zwischen Umsatz- und Ergebniswachstum. Ausstehende Schlussabrechnungen einzelner Projekte wurden mit einem Sicherheitsabschlag in die vorläufigen Zahlen eingestellt. Gleichzeitig investierte Daldrup in den ersten sechs Monaten in die Modernisierung und Aufrüstung der Bohranlagen, um die steigende Nachfrage nach mitteltiefer und tiefer Geothermie sowie Erkundungsbohrungen bedienen zu können.

Der Auftragsbestand lag Ende August bei 132 Millionen Euro, gegenüber 140 Millionen Euro im August 2025. Das Polster bleibt damit substanziell, ist aber etwas dünner als vor einem Jahr.

CEO Andreas Tönies bekräftigte die Jahresprognose. Daldrup rechnet für 2026 mit einer Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro und einer EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent. Tönies verwies darauf, dass im Projektgeschäft häufig Kleinigkeiten darüber entscheiden, ob eine Leistung noch im laufenden oder erst im nächsten Quartal verbucht werden kann.

Die Aktie schloss am Tag vor der Mitteilung bei 21,20 Euro und lag damit rund 2,3 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Ob die Marge im zweiten Halbjahr wieder auf das Vorjahresniveau zurückfindet, bleibt offen. Die ausstehenden Schlussabrechnungen könnten dabei eine Rolle spielen – vorausgesetzt, die Projekte laufen planmäßig ab.

Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

Teilen.

berichtet über Aktien, Indizes und Makro-Trends mit Fokus auf klare Einordnung und praktische Relevanz. Sein/ Ihr Schwerpunkt: Marktbewegungen verstehen, Chancen und Risiken transparent machen – ohne unnötigen Lärm.

Einen Kommentar hinterlassen

Exit mobile version