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Der US-Dollar (USD) war jahrzehntelang die dominierende Währung, die den Handel und Investitionen verankerte und als ultimativer sicherer Hafen fungierte. Im Jahr 2025 jedoch werden die Risse in dieser Dominanz immer größer. Angesichts sinkender US-Zinsen, steigender Haushaltsdefizite und einer stillen Diversifikation von Zentralbankreserven erscheint der Dollar weniger unbesiegbar.

 

Für Anleger bedeutet das vor allem eines: Weniger auf den USD zu setzen und sich stärker auf den Euro (EUR) auszurichten, könnte zum Ausgleich von Risiken und zur Nutzung von Chancen beitragen. Die börsengehandelten Produkte (ETPs) von WisdomTree machen diese Umstellung einfach.

 

Warum der US-Dollar im Jahr 2025 schwächer wird

 

Die Stärke des US-Dollar beruht seit Langem auf zwei Säulen: höheren US-Zinsen und Vertrauen in die finanzielle Stabilität der USA. Beide schwinden:

  • Zinssenkungen der Fed: Die US-Notenbank (Fed) begann 2025 mit Zinssenkungen und verringerte damit die Renditeprämie, die einst globales Kapital angezogen hatte.
  • Ausufernde Defizite: Washington hat ein Haushaltsdefizit von fast 7 %1 und importiert weit mehr als es exportiert. Die Finanzierung dieser „Zwillingsdefizite“ hängt von ausländischen Kapitalzuflüssen ab, die weniger sicher erscheinen.
  • Diversifikation im Gange: Zentralbanken reduzieren ihre Dollarreserven und wechseln in andere Währungen und Gold.

 

Der US-Dollar bricht nicht zusammen, aber die Kräfte, aufgrund derer er unangefochten war, lassen nach.

 

Abbildung 1: Der US-Dollar-Index (DXY)


Quelle: Optuma, WisdomTree. 26. September 2025. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken.

 

Die außergewöhnliche Stärke des US-Dollar Anfang der 1980er-Jahre spiegelte eine seltene politische Kombination wider:

  • Nach den Inflationsschocks der 1970er-Jahre erhöhte die Fed unter Paul Volcker die Zinssätze drastisch, wodurch eine überdurchschnittliche Renditeprämie entstand, die globales Kapital anzog.
  • Gleichzeitig steigerte die expansive Fiskalpolitik unter der Reagan-Regierung die Wachstumserwartungen und stärkte die Nachfrage nach dem US-Dollar.

 

Gemeinsam trieben diese Kräfte den Dollar-Index (DXY) auf Rekordhöhen, der 1985 einen Höchststand von über 160 erreichte, bevor koordinierte Interventionen im Rahmen des Plaza-Abkommens die Voraussetzungen für eine Trendwende schufen.

 

Heute sieht die Situation fast umgekehrt aus:

  • Die Fed senkt die Zinsen und schmälert damit den Renditevorteil, der einst für den Dollar sprach.
  • Anstatt Vertrauen zu schaffen, untergraben anhaltende Defizite und eine sich verschlechternde Schuldendynamik das Vertrauen in die finanzielle Stabilität der USA.
  • Anstatt dass Kapital in die USA fließt, diversifizieren die Zentralbanken ihre Reserven nach und nach in verschiedene Währungen und Gold.

 

Die Kräfte, die einst den Dollar nach oben trieben, wirken nun in die entgegengesetzte Richtung.

 

Ein genauerer Blick auf DXY und EUR/USD

 

Der 1973 eingeführte US-Dollar-Index (DXY) misst die Stärke des USD gegenüber sechs Währungen, wobei der Euro das größte Gewicht hat (57,6 %2). Damit ist EUR/USD der einflussreichste Impulsgeber für DXY-Trends.

 

Historisch gesehen spiegelte der EUR/USD-Kurs die unterschiedlichen Geldpolitiken der Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) wider und schwankte zwischen Parität und Höchstständen über 1,60, die 2008 erreicht wurden. Auch heute noch ist er ein wichtiger Gradmesser für die globale Risikostimmung und internationale Kapitalströme.

 

Abbildung 2: EUR/USD-Wechselkurs als Indikator für die Risikostimmung


Quelle: Optuma, WisdomTree. 26. September 2025. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken.

 

Risiken, die Anleger beachten müssen

 

Kein Trend verläuft nur in eine Richtung. Der Euro ist zwar eine attraktive Alternative, doch könnten Risiken seinen Aufstieg bremsen:

  • Wachstumsüberraschungen in den USA: Ein stärkeres Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte die Nachfrage nach dem US-Dollar wiederbeleben.
  • Europäische Politik: Schuldenprobleme in Italien oder Frankreich könnten Druck auf den Euro ausüben.
  • Globale Schocks: Krisen treiben Anleger wieder in den sicheren Hafen des US-Dollar.

 

Sich dieser Risiken bewusst zu sein, ist unerlässlich. Sie sprechen nicht gegen Diversifikation, sondern erinnern Anleger daran, dass sich die Devisenmärkte selten geradlinig entwickeln. Für Anleger stellt sich die praktische Frage, wie sie diese Unsicherheiten ausgleichen und gleichzeitig ihre Portfolios auf die sich wandelnde Rolle des US-Dollar ausrichten können.

 

Die Bedeutung für Portfolios

 

Die Botschaft ist klar: Anleger sollten es vermeiden, alles auf den Dollar zu setzen. Die globale Währungsordnung bricht nicht zusammen, sondern entwickelt sich weiter, und Portfolios, die ausschließlich auf die Stärke des US-Dollar gegründet sind, können ein unnötiges Konzentrationsrisiko bergen. Eine strategische Ausrichtung auf den Euro kann sowohl Ausgewogenheit als auch Chancen bieten.

 

Die Umschichtung eines Teils des USD-Engagements in EUR kann:

  • Gegen fiskalische und monetäre Risiken in den USA absichern: Zinssenkungen der Fed und steigende Defizite schwächen die Prämie des US-Dollar. Euro-Engagements helfen dabei, Portfolios gegen diese Gegenwinde abzufedern.
  • Dollarlastige Portfolios diversifizieren: Durch die Einbeziehung einer weiteren führenden Reservewährung wird die Abhängigkeit vom USD verringert und das heutige multipolare Devisenumfeld besser widergespiegelt.
  • Die relative Stärke des Euro nutzen: Von der unterschiedlichen Geldpolitik der EZB bis hin zu Kapitalzuflüssen – Phasen, in denen der EUR eine Outperformance erzielt, können asymmetrische Aufwärtspotenziale bieten.
  • Die Flexibilität über verschiedene Systeme hinweg erhöhen: Euro-Allokationen bieten zusätzliche Optionen und gleichen die Rolle des US-Dollar als sicherer Hafen mit zyklischem Wachstumspotenzial aus.

 

Die börsengehandelten Währungsprodukte (ETPs) von WisdomTree machen diese Umstellung einfach und ermöglichen es Anlegern, sich präzise an ein sich wandelndes Währungsumfeld anzupassen.

 

Darüber hinaus können Anleger auch währungsabgesicherte Anteilsklassen ihrer bestehenden Positionen in Betracht ziehen oder sich für abgesicherte Varianten von Produkten entscheiden, die auf ihre gewünschten Engagements abgestimmt sind und zusätzliche Flexibilität bei der Steuerung des Wechselkursrisikos bieten.

 

Abschließende Betrachtung

 

Der Dollar wird nicht verschwinden, aber seine Ära der unangefochtenen Vorherrschaft neigt sich dem Ende zu. Im Jahr 2025 bietet der Euro eine der saubersten Möglichkeiten, sich für diesen Wandel zu positionieren.

 

Für Anleger, die ihre Portfoliopositionierung für die nächste Phase der globalen Märkte überdenken, könnte eine Short-Position im USD und eine Long-Position im EUR eine potenzielle Chance darstellen.

 

1Quelle: Congressional Budget Office. The Long-Term Budget Outlook: 2025 to 2055.
2Quelle: ICE. Juni 2015.

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